RECHTE - LINKE 5:1
Rechtsextremisten haben 2006 in NRW 3.000 (!) Straftaten begangen. Fünf mal mehr als Linksdraußen. Was hat Biedermanni damit zu tun?
Wenn man die "Pro Köln"-Homepage betrachtet, entsteht der Eindruck, als sei Köln ein Paradies für Kriminelle, wobei es genau zwei Tätergruppen gebe: einmal "Menschen mit Migrationshintergrund", also (Ex-)Ausländer. Und dann noch politisch weit links stehende Chaoten.
Währenddessen sei die politische Rechte lammfromm und allenfalls Opfer böser, böser Machenschaften. Soweit Biedermannis Darstellung. Aber: Ist das tatsächlich so? Heute berichtet der Stadtanzeiger über die Vorstellung des aktuellen Verfassungsschutzberichtes für NRW:
Rechtsextremisten stellen den größten Teil der Täter bei politisch motivierter Kriminalität - meist Propaganda-Delikte und Volksverhetzung. [NRW-Innenminister Ingo] Wolf sagte, er sei besorgt über die Steigerung um 16 Prozent auf knapp 4000 Delikte; Rechtsextremisten werden davon fast 3000 zur Last gelegt, linken Extremisten knapp 600.
Gewiss, jede Straftat ist eine Straftat zu viel. Gleichwohl: Rechtsdraußen begingen fünf mal so häufig Straftaten wie Linksdraußen. Das ist, auch wenn man der Quelle Verfassungsschutz skeptisch gegenüber steht, zumindest eine klare Tendenz.
"Pro Köln" und der NPD-Schläger
Aber, sagt mancher, mit rechten (Polit-)Kriminellen hat "Pro Köln" doch nichts zu schaffen, oder? Irrtum! Bereits zwei Aktivisten der "Pro Köln"-Vorläuferorganisation DLVH wurden wegen äußerst brutaler (wenn auch nicht politisch motivierter )Tötungsdelikte verurteilt. Darüber wurde hier in den letzten Tagen berichtet.
Aber da ist noch mindestens ein weiterer delikater Fall: der Fall des NPD-Kaders Thorsten Crämer, der im Juli 2000 Rädelsführer eines brutalen Überfalls auf hochbetagte Besucher der KZ-Gedenkstätte Kemna war. 20 Vermummte Rechtsextremisten, Steinwürfe, Schlagstöcke, Baseballschläger. Crämer wurde zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und 3 Monaten verurteilt. Was das mit Biedermanni und Pro Köln zu tun habe? Das sei nun dokumentiert:
Januar 2002. Biedermanni Rouhs schreibt:

23. Februar 2002. Biedermanni verkündet:

Anfang 2002 wusste Biedermanni also noch, dass Thorsten Crämer Rädelsführer eines Überfalls auf Besucher der KZ-Gedenkstätte Kemna war. Ein Jahr später. Drei Jahre nach dem Überfall. Eine Protestaktion in Köln:

Zum Foto siehe: Pro Köln: „Indizien” für Neonazi-Kontakte. Stadtanzeiger vom 23. April 05
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