15.5.07

KEINE GEWALT (5)

Laut Manfred "Biedermanni" Rouhs gibt es "rechtsradikale Gewalt ... schlicht nicht". Spricht er ausnahmsweise mal die Wahrheit? Teil 5 der Serie "Keine Gewalt". Machen wir's kurz:



Archiv: Teil 1, 2, 3 und 4 der Serie "Keine Gewalt"

3.5.07

KEINE GEWALT?

Zu seinen Mitstreitern zählten immer wieder brutale Gewalttäter [1], darunter mindestens ein Mörder [2] und ein Totschläger [3]. Zu seinen Mitstreitern zählte: Axel Reitz, der "Hitler von Köln", der damit drohte, seinen Gegnern den Kopf abzuschlagen [4].

Zu seinen Mitstreitern zählten: Der dutzendfach vorbestrafte Nazi-Schläger
Siegfried "SS-Siggi" Borchardt [5]. Und der als Rädelsführer eines brutalen Überfalls auf Besucher einer KZ-Gedenkstätte vorbestrafte Thorsten Crämer [6].

Mitunter verhöhnt er die Opfer der Gewalt seiner (Ex-)Kameraden
[7]. Obwohl er es also besser weiß, behauptet Biedermanni nun: "rechtsradikale Gewalt" gebe es "schlicht nicht", sie sei "imaginär" [8].

O-Ton Biedermanni Rouhs

Natürlich geht nicht jede rechtsextreme Gewalttat auf das Konto (ehemaliger) Biedermanni-Mitstreiter. Dafür sind es einfach zu viele. Allein in unserem Bundesland und im letzten Jahr waren es 162, jedenfalls nach Rechnung des NRW-Innenministeriums.

Das entspricht einem Anstieg um 27,5 Prozent gegenüber 2005. Und: die rechten Spinner wurden fast doppelt so oft gewalttätig wie die linken Idioten [9]. Ferner sagt NRW-Innenminister Wolf [10]:

"Der mit Abstand größte Teil der linksextremistischen Gewalttaten findet im Zusammenhang mit Demonstrationen statt - häufig solchen, die sich gegen Aufmärsche rechtsextremistischer Organisationen wenden."

Die meisten linken Gewalttaten werden also durch rechtextreme Aufmärsche provoziert*. Ohne rechte Märsche gäbe es also auch deutlich weniger linke Gewalt. Ach, um wie viel friedlicher wäre unser Land ohne Biedermanni und seine Kameraden.


* Das macht linke Gewalt natürlich nicht besser: Gewalt bleibt Gewalt!

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12.5.07

KEINE GEWALT (4)

Braucht zum Abkassieren keine Waffen: Manfred "Biedermanni" Rouhs


Biedermanni und sein Umfeld verquicken gerne Gelderwerb und Politik [1] [2]. Auch die Kombination "Gewalt und Politik" ist ihnen nicht fremd
[3] [4] [5]. Allerdings trennen sie die Felder Gelderwerb und Gewalt sauber voneinander. Zumindest bisher. In Berlin ist die rechtsextreme Szene schon einen Schritt weiter [6]:




Derweil hält Biedermanni seine These aufrecht, derzufolge es "rechtsradikale Gewalt ... schlicht nicht gibt." [7]


4.5.07

KEINE GEWALT (2)

Und erneut eine Meldung, die Biedermanni Rouh's "Es gibt keine rechtsextreme Gewalt"-These belegt:



Und was hat die Schlagstock-Partei mit Biedermanni zu tun? Eine ganze Menge!

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8.5.07

KEINE GEWALT (3)

Scheinheilig analysiert Biedermanni Rouhs unter Bezugnahme auf Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble: "Die Zahl der Straftaten in Deutschland ist zwar weiter rückläufig. ... Allerdings steigt die Zahl der Gewalttaten."

Mehr Gewaltaten? Kein Wunder: Biedermannis (Ex-)Kameraden langten im letzten Jahr mal wieder kräftig zu. Kräftiger als 2005 sogar. Um 7,8 Prozent stieg die Zahl der rechtsextremen Gewalttaten 2006 bundesweit an. Auch das sagte Schäuble.

Doch dazu schweigt Biedermanni. Sein Motto lautet schließlich: "Es gibt keine rechtsextreme Gewalt". Man muss nur dran glauben...


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13.7.07

KEINE GEWALT?

Bei Biedermannis Aufmarsch der 207 gegen die Ehrenfelder Moschee blieb es bei verbaler Gewalt. Was vielleicht auch daran liegt, dass zwei besonders üble Biedermanni-Kameraden schon vor länger Zeit aus dem Verkehr gezogen worden waren. Sie sitzen im Knast - wegen Mordes respektive "bestialischen" Totschlags. Tu felix colonia!

Doch nicht immer geht es bei Anti-Moschee-Demonstrationen so "friedlich" zu. Aus dem Polizeibericht:

Insgesamt 20 Demonstranten nahm die Polizei gestern Abend in der Zeit von 18 Uhr bis 21 Uhr 30 in [Berlin-]Pankow bei zwei Veranstaltungen fest.

Eine richtete sich gegen den Bau der Ahmadiyya-Moschee in Heinersdorf. Hier nahmen die Beamten gegen Ende der Veranstaltung 15 Männer fest, die der rechten Szene zuzuordnen sind. Ihnen wird schwerer Landfriedensbruch, Verstoß gegen das Versammlungsgesetz, Körperverletzung, Widerstand, Beleidigung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen.

15 Festnahmen? Schwerer Landfriedensbruch, Körperverletzung, Widerstand, und so weiter? Rats"dame" Regina Wilden kommentiert den Polizeibericht mit den Worten: "Da darf man auch normalerweise nichts glauben" .

Sie verlinkt die
Webseite des Demonstrationsveranstalters: "Vielleicht", schreibt Wilden, "finden wir dort demnächst einen Bericht über die gestrige Demonstration."

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14.11.07

JUGEND SCHÜTZT VOR TORHEIT NICHT

Nach "Pro Köln"-Angaben sind zwei im Schnitt 47 Jahre alte Mitglieder der "Jugend Pro Köln" Opfer eines brutalen Übergriffs geworden. Die beiden Jungspunde hatten nach dieser Darstellung das neu Werbeflugblatt ihrer Jugendorganisation verteilt, in dem es heißt:

Anstoß erregte aber wohl eher die rassistische Hetze, die verbale Gewalt in besagtem Flugblatt. Biedermanni verliert verurteilt jegliche Form von Gewalt, stellt aber nüchtern fest: Wer Hass sät, wird keine Gegenliebe ernten.

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3.11.06

HALBE WAHRHEIT, GANZE LÜGE

Ach ja, der Biedermanni Rouhs. Sein inoffizielles Lebensmotto lautet, stets die halbe Wahrheit zu sagen, und nicht mehr und nicht weniger als die halbe Wahrheit. Und wer nicht bei drei auf den Bäumen ist, mutiert flugs zum Kronzeugen für Biedermannis krudes Weltbild. Ob er will oder nicht.

Neuestes Biedermanni-Opfer: der Kölner Schiedsrichter-Obmann Helmut Friebertz. Der hatte dem Stadtanzeiger ein Interview gegeben, das in der Dienstagsausgabe erschienen war. Heute, also drei Tage später, saugt Biedermanni seinen Honig daraus. Und das schreibt Biedermanni:


Taugt Helmut Friebertz also als Kronzeuge für den plumpen "Pro Köln"-Rassismus? Eher nicht. Zumindest dann nicht, wenn man weiß, was Friebertz ansonsten zu diesem Thema zu sagen hat:


Im Kreis Köln sind fast zwei Drittel aller Spieler nicht aus Deutschland. "Wenn wir die Ausländer nicht hätten, könnten wir den Spielbetrieb in Köln einstellen", sagt Friebertz. .... Letztlich sei die Gewalt auf dem Spielfeld ein Spiegel der Gesellschaft. Zu diesem Schluss kommt auch Schiedsrichter-Obmann Helmut Friebertz. "Solange es soziale Brennpunkte in den Städten gibt und immer mehr Geld im sozialen Bereich zusammengestrichen wird, solange werden wir dieses Problem haben." [2]
Hey, es gibt soziale Ursachen für soziale Probleme? Das lesen wir bei Biedermanni natürlich nicht. Denn das würde nicht ins rechtsextreme Feindbild passen. Letzteres läßt sich in einem Satz zusammenfassen: Der Ausländer ist grundsätzlich böse, und zwar, weil er Ausländer ist, basta!

Dass man im Biedermanni-Stil keine realen Probleme löst, sollte langsam auch dem letzten Deppen klar werden.