17.3.08

UCKERMANN: NOCH EIN ÜBERTRITT VON DER CDU ZU "PRO KÖLN"

Standesgemäß in der Rechtsdraußen-Postille JUNGE FREIHEIT verkündet Jörg Uckermann einen weiteren Übertritt von der CDU zu "Pro Köln". Uckermann:

Und heute kann ich Ihnen verkünden, daß meine langjährige Stellvertreterin bei der Ehrenfelder CDU, Ellen Sänger, ebenfalls zu Pro Köln wechselt. Sie wird die neue Geschäftsführerin meiner Fraktion.


Derweil wird Uckermann auf der "Pro Köln"-Webseite als neuer Fraktionsvorsitzender der "Pro Köln"-Fraktion in der Bezirksvertretung Ehrenfeld aufgeführt. Was in einem gewissen Kontrast steht zu den mitunter Uckermann-kritischen Artikeln direkt daneben. Dort wird Uckermann mal als "der agile und kommunalpolitisch seit Jahren erfolgreiche stellvertretende Bezirksbürgermeister" belobigt, mal wird sein Abstimmungsverhalten als "als verlogen und armselig" bezeichnet. Siehe da:



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12.3.08

UCKERMANN MACHT MÄNNCHEN




Der neue starke Mann von "Pro Köln": Jörg Uckermann

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NEUER "PRO"-SPITZENMANN KANN FRAUENGESPRÄCHE ÜBER AUTOS FÜHREN

Jörg Uckermann, zum Zeitpunkt der Ablichtung noch Christdemokrat (Foto: privat)

Um es gleich vorweg zu nehmen: Das Gespräch endete mit einer Niederlage. Jörg Uckermann sprach: "Hier ist denn auch das Büro der CDU-Fraktion. Und was machen wir jetzt?"

Doch die junge Parteifreundin gab ihm einen Korb: "
Ich muss jetzt nach Hause. Tschüss!"

Macht macht eben nicht immer sexy. Dabei fand der Dialog in jenen Tagen statt, als Uckermann sich noch wie folgt vorstellen konnte:

Ich bin Chef der CDU in Ehrenfeld, und gleichzeitig bin ich "Stellvertretender Bezirksvorsteher" im gesamten Stadtbezirk Ehrenfeld, also einschließlich Bickendorf, Vogelsang, Ossendorf usw.

***




Ja, mit Uckermann hat "Pro Köln", da hat auch "Pro NRW" einen richtig dicken Ex-Fisch an Land gezogen.
Denn jetzt ist es "amtlich" ("Pro NRW"): Uckermann wechselt von der CDU zur "Pro"-Bewegung. Mit, so lesen wir auf der "Pro NRW"-Homepage, "zahlreichen Weggefährten", die so zahlreich (oder derart prominent) sind, dass kein Einziger von ihnen namentlich genannt wird.

***

Doch blicken wir zurück auf Uckermanns CDU-Jahre. Welche realpolitischen Erfolge hat er in all den Jahren erzielt? Seiner Parteifreundin stand er Rede und Antwort. Stichwort: Verkehrspolitik:

Die Noch-Parteifreundin: "Sag mal, Jörg, sind hier nicht ein bisschen viel Autos?"

Jörg Uckermann: "Jawohl. Der Parkdruck belastet die Menschen ungemein. Manchmal gibt es einen Parkplatz–Such-Verkehr von mehreren Kilometern."

Die Noch-Parteifreundin: "Dieses Problem haben wir aber in ganz Neu-Ehrenfeld."

Jörg Uckermann: "Hier sieht man sehr gut das 'Stadtteil-Entrée'."


Der Mann kennt sich aus in Ehrenfeld. Und auch seine Wirtschaftskompetenz ist profund:


Wir sind hier am Schlachthof in der Liebigstrasse. In dieser Branche ist die Konjunktur nicht gerade rosig.

Stadtplanerisch hat Uckermann ebenfalls Einiges auf dem Kasten:

Die Noch-Parteifreundin: Schade, dass der Max- und Moritz-Brunnen nicht sprudelt.

Jörg Uckermann: Dies ist ein weites Feld. Am besten reden wir nicht darüber. Eine ganz andere Sache ist die Neugestaltung des Lenauplatzes.

Die Noch-Parteifreundin: Der ist ja nun wirklich erneuerungsbedürftig. Der Bodenbelag birgt zahlreiche Stolperfallen.

Jörg Uckermann: In der Bezirksvertretung haben wir uns sehr bemüht, die Arbeiten voran zu treiben.

Immerhin, er hat sich bemüht. Natürlich ist Uckermann auch Technikexperte:

Die Noch-Parteifreundin: Was für ein schönes Auto!

Jörg Uckermann: Schicker Wagen!

Alle Achtung: Uckermann kann sogar Frauengespräche über PKW führen – zieht Euch warm an, Altparteien!

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