14.2.08

AKWARA: "PRO NRW" REAGIERT






Erste Reaktion auf meinen
Offenen Brief an Markus Beisicht in Sachen Akwaras Morddrohung: Nun wird Akwara nicht mehr als Vorstandsmitglied der "Bürgerbewegung Pro NRW" aufgelistet.

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11.2.08

AKWARA HAT EINEN KONKRETEN ADRESSATEN FÜR SEINE MORDDROHUNGEN GEFUNDEN

Vor einiger Zeit hat der (mittlerweile: ehemalige?) "Pro NRW"-Vorstand Andreas Akwara mich mit dem Tode und mit allerlei weiterem Ungemach bedroht. Nachzulesen hier, hier und hier. Mich hat diese Drohung mehr oder minder kalt gelassen. Bisher. Weiß Akwara doch nicht, wer ich bin, also: wer dieses Weblog betreibt.

Jetzt jedoch gerinnt mir das Blut in den Adern. Akwara hat sich einen konkreten Adressaten für seine Morddrohungen auserkoren. In seinen Drohmails redet er mich nun mit einem konkreten Namen an. Und er schreibt: "Offenbar haben sie doch 2 Kinder!"

Ein konkreter Name? Es ist der Name eines Journalisten aus dem Rheinland. Und er hat tatsächlich Kinder, wie er mir sagte. Denn natürlich habe ich den von Akwara Bedrohten informiert. Müßig festzustellen: Ich bin nicht derjenige, für den Akwara mich hält. Sinnlose Forderung: Herr Akwara, hören Sie auf, Unschuldige, ja Kinder zu bedrohen!

Was schreibt Akwara? Dies:

Nun habe ich Sie überführt und all das Elend welches Sie bei anderen verbreiten, kann somit auf sie zurückkommen.

Wie es in der Natur Gesetz ist!

Genauso wie ich es angekündigt habe.

Zur Erinnerung: Angekündigt hatte Akwara, dass ich "am Strick baumeln" werde, wenn ich ihm, Akwara, einmal persönlich begegnen sollte. Nun schwadroniert er darüber, "richtig Macht über Sie" zu haben. Ich solle seine Spielregeln akzeptieren, fordert er ultimativ. Denn, so Akwara: "Sie befinden sich in einer beschissenen Situation. In Ihrer Haut möchte ich nicht stecken." Nicht zuletzt freut Akwara sich darüber, "was für ein Genie" er sei. Nun ja...

O-Ton Akwara (Mail vom 10. Februar)

Es wird Zeit, dass der Mann einen Schuss vor den Bug bekommt. Die Behörden sind informiert. Und offenbar aktiv. Im Übrigen bleibt noch festzustellen: Akwara schickt seine Drohmails teilweise in Kopie an "info@pro-nrw.org". Bisher haben die Musterdemokraten darauf nicht reagiert. Jedenfalls ist mir keine Reaktion bekannt.

Siehe auch: Offener Brief an den "Pro NRW"-Vorsitzenden Markus Beisicht


Nachtrag: Ende Dezember hatte Akwara über seine Bürgerbewegung Duisburg geschrieben: "Die Partei Pro NRW und wir arbeiten nun offiziel (!) nicht mehr zusammen...". Am 28. Januar schrieb Akwara: "In NRW fördern wir derweil die Partei Pro NRW...". Nachzulesen hier. So ganz scheinen sie nicht voneinander lassen zu können, die "Pro NRWler" und ihr Ex-Vorstand Akwara...


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18.12.07

VERSCHWÖRUNG?

Getreu meinem Lebensmotto "Don't feed the trolls!" wollte ich mich in Sachen Akwara-Affäre eigentlich nicht mehr äußern. Doch jetzt ist eine interessante neue Verschwörungstheorie aufgetaucht, die zu heißen Debatten führt. Und der ich gerne die Grundlage entziehen würde. Das ist ihr Inhalt:

Mit Datum 13. 12 2007 (Donnerstag) kommentiert „Biedermanni“ [gemeint bin ich, demokrat4711] , was der Stadtanzeiger in seiner Freitagsausgabe gedruckt haben wird“ Hä??? Ich schaue nochmals hin; es stimmt. „Biedermanni“ kommentiert einen noch nicht erschienenen Artikel im StA. ... Macht mir glaubhaft, daß der gute alte Stadtanzeiger noch eine unabhängige Zeitung ist und nicht viel mehr Klopapier! Überführt mich des Irrtums! Ich warte darauf!

Schon ist von "Merkwürdigkeiten", "Meinungsmanipulation" und "Stimmungsmache" die Rede. Frank und frei: Gibt es eine heimliche Connection zwischen dem STADTANZEIGER und mir? Welche dunklen Machenschaften werden hier vom Establishment beschwiegen? Zu Frage eins: Nein. Zu Frage zwei: keine. Fakt ist: Der besagte STADTANZEIGER-Artikel erschien bereits am Abend des Donnerstag auf der Webseite des Blattes. Schaun'se mal da:



Das ist übrigens oft so: Die Tageszeitung stellt mitunter ihre Print-Inhalte des nächsten Tages am Vorabend online. Nett von ihr. Und ich lese die Artikel dann. Zumal die Firma Google mich freundlicherweise und zeitnah mit einem so genannten "Google Alert" darauf hinweist.


Und für die ganz Blöden:
  • Ich = demokrat4711, Betreiber des Weblogs Biedermanni verliert.
  • Biedermanni = Manfred Rouhs, Rechtsextremist, gescheiterter Verleger, Thema dieses Weblogs.

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9.12.07

VIEL FEIND, VIEL MÄR

Ein Überfall mit 20 Angreifern? Das ist nicht einmal ein Zehntel der Wahrheit!

Der Vorwurf klang schrill. Am 14. November konnten wir auf der "Pro Köln"-Homepage
lesen:

Tätlicher Angriff auf jugendlichen pro-Köln-Verteiler:
Hetzjagd vor der Johannes-Gutenberg-Realschule in Godorf

Rund 20 Jugendliche mit „Migrationshintergrund“ überfallen 19jährigen pro-Köln-Sympathisanten und schlagen ihn zu Boden – Opfer trägt zahlreiche Schürfwunden und Prellungen davon – Mehrere Polizeifahrzeuge im Einsatz



Ein wenig verwunderlich war, dass an diesem Tag nur eine einzige Polizeimeldung für Godorf vorlag:


Metalldiebe in Köln-Godorf

Köln (ots) - Unbekannte haben zwischen dem 03. November und dem 12 November Metallrohre im Wert von etwa 60.000 Euro von einem Werksgelände in Köln-Godorf entwendet.


Warum nur fand der brutale Übergriff nicht seinen Weg über die Polizeipressestelle in die Öffentlichkeit? Nun, vielleicht, weil er gar nicht so brutal war. Mittlerweile existiert jedenfalls eine zweite Darstellung dieses Vorfalls. Und eine dritte. Und eine vierte:

Schülersprecherin Büsra sagt, dass sich nicht zwanzig, sondern nur zwei Schüler - ein deutscher und ein ausländischer - mit dem 19-jährigen „Pro Köln“-Sympathisanten angelegt hätten, um ihm vor dem Schuleingang die Flugblätter wegzunehmen. Von brutaler Gewalt oder gar einer Hetzjagd ist auch der Polizei nichts bekannt. Jutta Schreiber, zuständige Dezernentin bei der Bezirksregierung, spricht von einer „inszenierten Schlägerei, um die Legitimation für weitere Propaganda zu haben.“

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22.11.07

MIT KRÄUTERTEE GEGEN DEN STAAT

"Pro NRW"-Vorstand Henryk Dykier ruft, kaum verklausuliert, zu illegalen Aktionen auf. Denn "dieser Staat" müsse überwunden werden

Oho, oho, oho! Dachte ich bisher, der schrägste Vogel im "Pro NRW"-Vorstand sei Andreas "gemeinnützige Windeln" Akwara, so wurde ich heute nachdenklich. Und zwar, als ich den Namen des Vorstandsbeisitzers Henryk Dykier (Foto) googelte.

Der "ganzheitliche" (will meinen: anthroposophisch-esoterisch gepolte) Apotheker ist schwer neben der Spur. So legte der Medizinmann im Juli ein "höheres Rechtsgutachten der evolutionären, volksnahen Gesundheitseinrichtung Sonne und Erde“ vor, in dem es
heißt:

Das BRD-Regime ist illegal und muß durch einen Verlebendigungsvorgang in die organische Ganzheit wieder eingefügt werden. ... Das deutsche Volk hat laut Artikel 20.4 GG das Recht zum Widerstand, wenn die verfassungsmäßige Ordnung durch die politische Klasse beseitigt wird. Dies ist der Fall.
Was ein Verlebendigungsvorgang ist - ich weiß es nicht. Aber was der kaum verklausulierte Aufruf zum Widerstand bedeutet, kann ich zumindest erahnen. Der Begriff beschreibt im politischen Kontext allerlei Gesetzesbrüche von der Gehorsamsverweigerung bis zur Gewaltanwendung. Dabei hat Dykier genau das vor, was er der "politischen Klasse" vorwirft: er will unsere verfassungsmäßige Ordnung beseitigen. Beleg:

Dieser Staat ... muß deshalb überwunden ... werden.
Ade, Bundesrepublik! Aber: warum? Na, wegen der "Einführung einer multikulturellen Staatskirche" (was immer das auch heißen mag) bei gleichzeitiger "Abschaffung der Deutschen Mark". Immerhin originell, das. Zu illegalen Aktionen wegen der Einführung des Euro hat meines Wissens bisher noch niemand aufgerufen. Allenfalls könnte man noch monieren, dass Dykier ein wenig spät dran ist.

O-Ton Dykier

Seine Thesen verbreitet Dykier übrigens im Rahmen einer Veranstaltungsreihe namens "Evolutionscafé", das in seiner Apotheke stattfindet. Der Adler-Apotheke in Essen-Burgaltendorf, um exakt zu sein. Bei "Mineralwasser mit oder ohne Sanddornsaft, Abendkräutertee und Vollkornartikeln".

Abendkräuter, Sanddorn, Mineralwasser? Das wäre nichts für die anderen, doch recht genussfreudigen Kameraden der "Pro"-Bewegung. Was sie indes nicht daran hindert, wirklich jeden, also auch diesen Haderlumpen am rechten Wegesrand aufzusammeln. Doch lassen wir Herrn Dykier ein letztes Mal zu Wort kommen:
Der Körper, das Leben, die Seele und der Geist können erkranken.
Da hat er wohl Recht.

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14.11.07

JUGEND SCHÜTZT VOR TORHEIT NICHT

Nach "Pro Köln"-Angaben sind zwei im Schnitt 47 Jahre alte Mitglieder der "Jugend Pro Köln" Opfer eines brutalen Übergriffs geworden. Die beiden Jungspunde hatten nach dieser Darstellung das neu Werbeflugblatt ihrer Jugendorganisation verteilt, in dem es heißt:

Anstoß erregte aber wohl eher die rassistische Hetze, die verbale Gewalt in besagtem Flugblatt. Biedermanni verliert verurteilt jegliche Form von Gewalt, stellt aber nüchtern fest: Wer Hass sät, wird keine Gegenliebe ernten.

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12.10.07

"PRO"-SCHWESTERPARTEI UND DOPPELMORD

Aus dem Umfeld selbst ernannter "Populisten" von ganz rechts gegen immer wieder Mörder hervor. Wie in Köln, so in Antwerpen

In Antwerpen ist ein Doppelmörder zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Die Tat hat nach Einschätzung der Richter einen klar rassistischen Hintergrund. Was der Täter nicht leugnet.
Und:

Der geständige Todesschütze ist in einem rechtsradikalen Umfeld aufgewachsen. Seine Tante Frieda Van Themsche sitzt für den Vlaams Belang im belgischen Parlament. Sein Vater gehört zu den ersten Mitgliedern der Partei, die bis 2004 unter dem Namen Vlaams Blok firmierte.

Was hat das mit uns zu tun? Nun, der Vlaams Belang ist die belgische Schwesterpartei der "Pro"-Bewegung. "Pro NRW"-Vorsitzender Markus Beisicht hält die Vlaams-Belang-Hochburg Antwerpen gar für die "schönste Stadt Europas". Was scheren ihn da zwei Morde, begangen von einem Täter aus dem Vlaams-Belang-Milieu? In Belgien hingegen hatte der Doppelmord eine heftige Debatte über eine Mitverantwortung des Vlaams Belang ausgelöst:

Von Schande und Scham sprechen die flämischen Zeitungskommentatoren in seltener Eintracht und verweisen auf die Aufrufe zum Rassenhass, die vom „Vlaams Belang“ seit langem ausgehen. Auch sonst haben Mitglieder der Partei bereits ihr eher laxes Verhältnis zur Gewalt bewiesen.

Wie ihre Kölner Freunde spielen die belgischen Rechtsdraußen die verfolgte Unschuld:

Vorstandsmitglieder der Partei, die bei der Kommunalwahl in Antwerpen 1999 mit einem Drittel der Stimmen stärkste Kraft wurde, wiesen jede Verbindung mit der Tat von sich. "Der Vlaams Belang ist hierfür weder moralisch noch politisch verantwortlich", sagte Parteichef Frank Vanhecke der Zeitung "De Standaard". Kommentatoren, liberale Politiker und Muslime warfen der Partei hingegen vor, den Nährboden für rassistische Gewalt bereitet zu haben. ... Vor allem ziehen die Vlaams-Politiker in ihren Reden und Pamphleten immer wieder gegen Ausländer zu Felde.

Immer wieder gegen Ausländer: das kommt Ihnen bekannt vor? Aus Köln, aus NRW, aus Deutschland? Doch zurück nach Belgien. Kurz vor dem Doppelmord forderte...

... der bekennende Rechtsextremist Paul Belien, die Belgier zu bewaffnen, um sich gegen Ausländer, „diese Raubtiere, die Messer tragen, zur Wehr zu setzen“. Belien ist Ehemann und Mitarbeiter einer Abgeordneten des Vlaams Belang, der rassistischen Partei flämischer Separatisten, die in Antwerpen bei einem Stimmanteil von über 30 Prozent liegt.

30 Prozent der Stimmen wird die "Pro"-Bewegung bei uns nie erringen. Aus gegebenem Anlass sei allerdings daran erinnert, dass auch aus der "Pro Köln"-Vorläufer-Partei DLVH ein
Mörder sowie ein Totschläger und Leichenschänder hervorgingen.

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2.10.07

KLARE KANTE?!

Die "Pro"-Bewegung - es gibt sie auch in Hannover. Dort heißt sie, mancher ahnt es schon, "Pro Hannover". "Pro Hannover" hat zumindest ein Mitglied: Christian Perbandt. Der sagte heute seine "Teilnahme an der Kundgebung am 06.10.07 in Salzgitter" ab. Der "Pro Hannover"-Boss, der als Redner vorgesehen war, zog sich zurück, weil "auch ein Vertreter der freien Nationalisten" reden sollte. Gemeint ist Christian Worch, wie wir der Rednerliste entnehmen können. Worch ist eine - wenn auch nicht mehr unumstrittene - Führungsfigur der Stiefelfaschisten. Mit anderen Co-Rednern indes hatte "Pro"-Perbandt offenbar keine Probleme. Darunter sind immerhin solche Gestalten wie die NPD-Funktionäre Hans-Gerd Wiechmann und Matthias Faust. Doch ganz koscher sind die beiden auch nicht: Faust ist offenbar ein enger Spezi vom bösen Worch. Wiechmann verharmlost derweil rechtsextreme Gewalttaten:

Wenn jemand in den Reihen einer nationalen Partei oder Organisation, auf Grund einer politisch motiviert begangenen Tat in der Vergangenheit verurteilt worden ist, so wird das von den Medien immer wieder hochgespielt.


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13.7.07

KEINE GEWALT?

Bei Biedermannis Aufmarsch der 207 gegen die Ehrenfelder Moschee blieb es bei verbaler Gewalt. Was vielleicht auch daran liegt, dass zwei besonders üble Biedermanni-Kameraden schon vor länger Zeit aus dem Verkehr gezogen worden waren. Sie sitzen im Knast - wegen Mordes respektive "bestialischen" Totschlags. Tu felix colonia!

Doch nicht immer geht es bei Anti-Moschee-Demonstrationen so "friedlich" zu. Aus dem Polizeibericht:

Insgesamt 20 Demonstranten nahm die Polizei gestern Abend in der Zeit von 18 Uhr bis 21 Uhr 30 in [Berlin-]Pankow bei zwei Veranstaltungen fest.

Eine richtete sich gegen den Bau der Ahmadiyya-Moschee in Heinersdorf. Hier nahmen die Beamten gegen Ende der Veranstaltung 15 Männer fest, die der rechten Szene zuzuordnen sind. Ihnen wird schwerer Landfriedensbruch, Verstoß gegen das Versammlungsgesetz, Körperverletzung, Widerstand, Beleidigung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen.

15 Festnahmen? Schwerer Landfriedensbruch, Körperverletzung, Widerstand, und so weiter? Rats"dame" Regina Wilden kommentiert den Polizeibericht mit den Worten: "Da darf man auch normalerweise nichts glauben" .

Sie verlinkt die
Webseite des Demonstrationsveranstalters: "Vielleicht", schreibt Wilden, "finden wir dort demnächst einen Bericht über die gestrige Demonstration."

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21.6.07

BILD LÜGT! UND BIEDERMANNI SCHWEIGT...

Any news is good news – jede Nachricht ist eine gute Nachricht. So lautet das Credeo derjenigen, die den freien Platz zwischen den Anzeigen der Tageszeitung zu füllen haben (Journalisten).

Any news is good news – das ist auch das Glaubensbekenntnis des Mediengeilen. Hauptsache, man wird in der Zeitung erwähnt! Besser noch: in mehreren Zeitungen! Biedermanni jedenfalls freut sich ob der vielen Berichte zu seinem Marsch der 207: "Großes Medienecho zur Kölner Anti-Moschee-Demonstration". Ja, er moniert nicht einmal offen falsche Darstellungen – beispielsweise in der BILD-Zeitung. Das Springerblatt berichtete:



So soll es zugegangen sein auf der Biedermanni-Demo (denn nur sie zog über die Vogelsanger...)? Davon ist – ich schwöre! – kein Wort wahr. Was Biedermanni wurscht ist. Jede Falschnachricht ist eine Nachricht. Also eine gute Nachricht. Wenn man's nötig hat...

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15.6.07

NPD: BIEDERMANNI (MISS)BRAUCHT UNS!

Am Vorabend der rechtsextremen Demonstration "gegen Großmoschee und Islamismus" eskaliert der Streit zwischen Biedermanni Rouhs und seiner Ex-Partei NPD. Nachdem "Pro Köln" heute eine wirre Verschwörungstheorie veröffentlicht hatte, in der die NPD echt total schlecht weg kam, weil die NPD zuvor...

Moment! Ja, sind wir denn hier im Kindergarten? Schluss mit der "Mutti, die NPD hat angefangen!"-Story. Stoooopp! Jedenfalls: Die NPD fasst aus gegebenem Anlass nochmals die Geschichte der Liaison zwischen "Pro Köln" einerseits sowie NPD und Stiefelfaschisten andererseits zusammen. O-Ton NPD:


Dabei waren in der Vergangenheit Demonstrationsteilnehmer aus dem Spektrum des Nationalen Widerstandes bei Pro Köln-Veranstaltungen gern gesehene Gäste, da die jeweiligen Versammlungen sonst mangels Masse und zum Teil auch wegen organisatorischer Defizite in einem Fiasko für die "Bürgerbewegung" geendet hätten.

Die NPDler nennen werden mehrere Beispiele. Dies ist das interessanteste:

Die Doppeldemonstration von Pro Köln am 15.03.2003 in Köln-Chorweiler und Köln-Mülheim gegen den Moscheebau wäre ohne die organisatorische, logistische und personelle Unterstützung durch die NPD-NRW und freien Kräften nicht möglich gewesen. Dies hinderte Pro Köln im nachhinein jedoch nicht daran, die Demonstrationsteilnehmer allesamt zu Pro Köln-Anhängern zu stempeln.


Hört, hört! Weiter im NPD-Text:

Die stellvertretende Pro Köln-Vorsitzende und jetzige Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Köln, Judith Wolter, gab dem NPD-Parteiorgan "Deutsche Stimme" im Jahr 2002 ein Interview, wo sie sich dafür aussprach, dem Multikulturalismus entgegenzutreten (sie auch: http://www.deutsche-stimme.de/Sites/01-03-W olter.html).

Und welches Interesse haben Biedermanni, Beisicht und Co. an der NPD? Das meint die NPD:

Die Taktik der Bürgerbewegung ist klar. NPD und freie Kräfte sollen vor den Pro Köln-Karren gespannt werden und sollen sich gefälligst mit der Statistenrolle begnügen, während Pro Köln die politischen Früchte erntet.


Was das soll, fragen Sie? Na, da geht's um Revierkämpfe: Biedermanni will am Samstag nur Symbole seiner Partei sehen, die NPD will sich in Köln als die wahre rechtsextreme Opposition profilieren, um "Pro Köln" stimmen abzujagen. Unter diesem Hahnenkampf zu leiden haben die normalen Bürger. Schauen Sie sich ruhig mal an, wie "Pro Köln" und NPD, dann wieder vereint, und diverse andere Rechtsdraußen-Truppen einen Stadtteil lahmlegen.

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BYE-BYE, BIEDERMANNI!

Könnte sein: Samstag fällt sein letzter Vorhang. Könnte sein: niemand klatscht

Er schien sein Lebens-Thema gefunden zu haben. Endlich: Nach all den Jahren voller Irrungen und Wirrungen [1]! Doch am Samstag verschießt Biedermanni Rouhs die letzte Kugel seines Revolvers. Denn: Was soll nach dem gescheiterten Bürgerbegehren [2], dem von vielen als peinlich empfundenen Aktionen auf der Bürger-Anhörung [3] und, schlußendlich, dem sich abzeichnenden Schweigemarsch-Fiasko am Samstag noch kommen? Etwa "Plätzchenbacken gegen die Großmoschee"? Falls ja: das kann Regina Wilden [4] besser.

***

Zur Erinnerung: Biedermanni, der Größttöner, der mittlerweile bundes-, ja europaweit für seinen Aufmarsch wirbt, hat bei der Polizei 200 Teilnehmer angekündigt [5]. In Worten: zweihundert. Biedermannis Kampf gegen die "Großmoschee" ist, so darf man nüchtern feststellen, gescheitert. Und Biedermanni hat nur Eines erreicht: Wer heute Kritik an dem Moschee-Projekt äußert, und sei sie auch plausibel, der wird in die Schmuddelecke gestellt. Wo Biedermanni schon auf ihn wartet.

***



Frage: Besitzt Biedermanni noch einen Funken Ehre, einen letzten Rest an Selbstachtung? Falls ja, so wird er am Samstag Nachmittag seinen Rückzug aus der "Politik" erklären, sein Ratsmandat niederlegen. Unmittelbar nach dem (Ab-)Marsch. Und dann? Mein Rat an Biedermanni lautet: Ich würde es an seiner Stelle mal mit ehrlicher Arbeit probieren. Auch wenn das eine Premiere für ihn wäre [6]...


***


Biedermannis Abgang könnte schmählich ausfallen: Verhöhnt werden wird Biedermanni von tausenden Kölnerinnen und Kölnern. Die Gewerkschaften mobilisieren [7]. Schüler und Studenten werden auf die Straße gehen [8]. (Gewiss: es werden vereinzelt auch ein paar Gestalten gegen Biedermanni demonstrieren, in deren Nähe man lieber nicht gesehen werden möchte. Das wird jedoch die wenigsten Bürger daran hindern, ihren demokratischen Pflichten nachzukommen.)
Verhöhnt werden wird Biedermanni aber auch von den Delegationen seiner Möchtegern-Schwesterparteien FPÖ (Österreich) [9] und Vlaams Belang (Belgien) [10]. Von den mitmarschierenden Stiefelnazis [11] sowieso. Die mögen nämlich keine Weicheier.

***


Übrigens, die "Pro Köln"-Kameraden rechnen Biedermannis Beitrag zum Parteiaufbau mittlerweile klein (ohne Not?). Aus einem Interview [12] mit dem "Pro Köln"-Vorsitzenden Markus Beisicht:

Welche Rolle spielte der pro Köln Fraktionsgeschäftsführer Manfred Rouhs bei der pro Köln Gründung?

Beisicht: Am Anfang lediglich eine rudimentäre. Er leistete aber später als Schatzmeister wertvolle Dienste bei der Finanzierung des Kommunalwahlkampfes im Jahre 2004. Darüber hinaus unterstützt er erfolgreich die Arbeit der Ratsfraktion als deren Geschäftsführer.

***

Ehrliche Arbeit? Das schadet im Zweifelsfall nix, Biedermanni! Alle weiteren Infos erhalten Sie bei der Arbeitsagentur Ihrer Wahl.



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7.6.07

WILDENS AMOKLAUF GING WEITER

Ein kleiner Nachschlag zur Bürgeranhörung am 29. Mai

Nachdem Regina Wilden im Saale krakelt, randaliert und versucht hatte, das Podium zu stürmen; nachdem die Rats"dame" von einem Securitymann und einer Polizistin aus dem Saal geleitet, respektive: getragen worden war; nachdem die "Pro Köln"-Aktivistin möglicherweise eine Widerstandshandlung gegen die Polizistin begangen hatte; nachdem sie, devot und wie ein Hündchen, um die Rückgabe ihrer cremefarbenen Tasche gebettelt hatte [1] [2] [3] [4]; kurz: nach all dem fast schon ein wenig würdelosen Benehmen machte sie einfach draußen weiter. Diesmal ging es ihrem Parteifreund Markus Wiener an den Kragen, wie diese gestern aufgetauchten Fotos belegen:



Regina Wilden gibt Interviews. Der ebenfalls aus dem Saal geflogene [5] Markus Wiener schaut nicht sehr begeistert. Bitte beachten Sie Wildens rechte Hand!



Platsch! Ohrfeigt Regina Wilden ihren Parteifreund? Oder hält sie ihm den Mund zu? Zustände sind das!



Und was sehen wir auf dem letzten Bild? Die cremefarbene (Hand-)Tasche, um deren Rückgabe Wilden gebettelt hatte. Q.e.d.

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6.6.07

BUMM! DAS WAR DER MANNI...

Falls Sie in Sülz wohnen und heute ein lautes Explosionsgeräusch gehört haben sollten: Keine Panik! Das war bloß Biedermanni Rouhs, der vor Stolz geplatzt ist. Denn:



HC Strache: Nie gehört? Der von Biedermanni Bejubelte ist Vorsitzender ("Bundesobmann") der "Freiheitlichen Partei Österreichs". Respektive des traurigen Überrestes dieser einst recht erfolgreichen Rechtsdraußenpartei, die sich im April 2005 gespalten hat.

Der ehemalige Parteiführer Jörg Haider
– einst Straches Idol – ist jetzt nicht mehr dabei. Und viele andere Alt-Funktionäre wanderten ebenfalls zu Haiders neuem "Bündnis Zukunft Österreich" ab. So war in der FPÖ auf einmal Platz für Leute aus der dritten Reihe; für Leute wie HC Strache, der nun Biedermannis Glückshormonausstoß in bisher ungekannte Höhen treibt.

Aber ist dieser Herr Strache denn wirklich ein Beleg dafür, dass "es sich bei der Demonstration am 16. Juni um keinen (!) ‚Neonazi-Aufzug’ oder Ähnliches handelt"
[1], wie "Pro Köln" nun behauptet?

Eher nicht. Denn laut Beschluss des Oberlandesgerichts Wien darf man von Strache sagen, er weise "eine Nähe zu nationalsozialistischem Gedankengut"
[2] auf. Und außerdem war da auch diese Wehrsportgruppen-Affäre, aus der er sich eher schlecht als recht zog:

Und wenn Sie schon mal schön Video gucken, dann schauen Sie sich doch bitte auch dieses – für Strache äußerst peinliche, gleichwohl seeeeehr amüsante! – Filmli an:

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WIE ÜBERZEUGEND!

Biedermanni Rouhs in Erklärungsnot:




Da wirft ihm also nicht zuletzt: dieses Weblog vor, er hole Neonazis nach Köln. Indem er sie zum Schweigemarsch gegen die Moschee locke. Und wie reagiert Biedermanni? Na, er befragt seine "Pro Köln"-Vorstands-Kollegin
[1] Marylin Anderegg zu diesen Vorwürfen. Und er tut so, als sei sie Sprecherin einer unabhängigen Initiative, könne also "Pro Köln" moralisch entlasten. Geistreich!


***


Und das sagt [2] die Anderegg über die auf Neonazi-Homepages [3] [4] kursierenden Aufrufe zur "Pro Köln"-Demonstration: Diese Aufrufe stammten nicht von "Pro Köln", sondern aus der Feder "anderer Parteien oder irgendwelcher obskurer Politsekten". Sie seien "nicht autorisiert und in keiner Weise mit uns abgesprochen." Zur Bekräftigung folgt eine beliebte Politikerphrase: "Das möchte ich hier mal in aller Deutlichkeit feststellen." Allein das sollte uns schon stutzig machen...

Aber: Distanziert Anderegg sich denn nun von den Neonazis, immerhin vom "Aktionsbüro Westdeutschland"
[5] ("national und sozialistisch"), der Stiefelfaschisten-Homepage "widerstand.info" [6] und der NPD [7]? Sagt die Anderegg den Neonazis klipp und klar: Hey, Ihr seid bei uns nicht willkommen? Selbstredend nicht. Anderegg:

Wir werden jedoch nicht zulassen, daß andere Gruppierungen ... unsere Kundgebung zweckentfremden.

Eine Ausladung schaut anders aus! Stattdessen gilt das Motto: Marschiert in unseren Reihen, Nazis, aber macht uns keine Konkurrenz! Oder, wie es in dem angeblich NICHT von "Pro Köln" stammenden Aufruf [8] heißt:

Parolen und Sprechgesänge sind ... auf der Marschstrecke nicht erwünscht. ... Werbung für politische Parteien (Transparente, Schilder, usw.) werden ... nicht geduldet. Außerdem bitten wir um ein seriöses und bürgernahes Auftreten!

***

Marylin Anderegg (links) im Kreise des "Pro Köln"-Vorstandes

Der Rest ist Verschwörungstheorie. "Es kann", sagt Anderegg, "sich jeder selbst die Frage beantworten, warum und in wessen Auftrag solche Störmanöver [also: all die Naziaufrufe für "Pro Köln"] erfolgen." Na, einer der üblichen Verdächtigen (Mossad, Verfassungsschutz, Altparteien / Altkommunisten?!) wird schon schuldig sein. Genaueres werden wir wohl nie erfahren. Was im Wesen der Verschwörung liegt, Biedermanni also nicht anzulasten ist...


***

Prognose: Demnächst wird Biedermanni uns ein familiäres Leumundszeugnis präsentieren. "Der Manni und Nazis? So'n Quatsch! Mein Manni ist ein gaaanz Lieber. Gezeichnet: Mannis Mutti".


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5.6.07

VON DUISBURG LERNEN

Könnte ein Moscheebau-Beirat den "Pro Köln"-Terror stoppen?

Nachdem auch die überregionalen Medien tagelang über den Kölner Moscheebau-Konflikt (und die Randale von "Pro Köln") berichtet hatten, wollen wir nun mal nüchtern feststellen: Offenbar kann man solche Fragen auch wie zivilisierte Menschen klären. Das ist zumindest in Duisburg-Marxloh gelungen, wie die NRZ Duisburg heute berichtet.

Fazit: Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sind wichtig, um Leuten wie Biedermanni das trübe Wasser abzugraben, in dem sie zu fischen gedenken. Nicht zuletzt haben die Duisburger Moschee-Bauer (DITIB!) einen Beirat gegründet. Der habe, so die NRZ, "viele Steine aus dem Weg geräumt". Das Blatt resümiert: "In diesem Kreis waren von Anfang an Kirchenvertreter, Kommunalpolitiker, die Universität und die VHS, Schulleiter und normale Bürger beteiligt." Ein Modell für Köln?

PS: Biedermanni beklagt sich mal wieder über die Jugendgewalt. Doch er schweigt zur Seniorinnengewalt. Er offenbart erneut eklatante Defizite in punkto Rechtschreibung:


Eine niveau-adäquate Eselsbrücke für Biedermanni: Tuworte tut (!) man nicht groß schreiben.

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4.6.07

NOCH MEHR NEONAZIS FÜR MANNI

Jetzt lässt Biedermanni Rouhs den Demonstrationstermin 16. Juni auch beim Aktionsbüro Westdeutschland bewerben. Zwischen der Kundgebung für "Nationale und soziale Volkswirtschaft statt Globalisierungswahn" und der Demonstration "Gesinnungsparagraphen abschaffen! - Freiheit für alle nationalen politischen Gefangenen!" hat Biedermannis Schweigemarsch noch ein sonniges Plätzchen gefunden.

Das Aktionsbüro Westdeutschland ist laut Eigendarstellung die "Informationsplattform des nationalen Widerstandes in Westdeutschland".
Oder – in Biedermannis Worten: "Wir freuen uns über jede positive Reaktion auf unsere geplante Demonstration gegen Islamismus und die Kölner Großmoschee." Und wenn er "jede positive Reaktion" schreibt, dann meint er auch wirklich jede. Er scheint's ja bitter nötig zu haben...

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3.6.07

AUF NACH EHRENFELD, IHR NAZIS!

Biedermanni kann es nicht lassen: er lockt immer mehr ultrarechte Schlägertypen nach Köln

Na, das wird ja ein fröhliches Stelldichein am übernächsten Samstag: neben dem vom Dienst suspendierten und zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilten Prügel-Polizisten Bart Debie, einem Belgier, sollen auch diverse deutsche Stiefelnazis nach Ehrenfeld kommen. Zum Schweigemarsch "gegen Großmoschee und Islamismus". Allerdings: Die Nazis sollen nicht als solche zu erkennen sein. Jedenfalls, wenn es nach Biedermanni Rouhs geht. Ausdrücklich bittet er seine tiefbrauen Freunde "um ein seriöses und bürgernahes Auftreten".

Sie sollen sich also ausnahmsweise mal ordentlich kleiden*.
All das geht aus einer Einladung hervor, die "Pro Köln" an die "Freie Kameradschafts"-Szene versandt hat; wahrscheinlich in der irrigen Hoffnung, dass die Einladung dort schon dezent behandelt würde. Ein Trugschluss: Die Einladung kursiert im Internet (Screenshot: hier ).

Und deshalb können wir nachlesen, welche (Schweige-)Marschbefehle Biedermanni seinen Ultrachrechten ansonsten gibt:
  • "Parolen und Sprechgesänge sind ... auf der Marschstrecke nicht erwünscht."
  • "Werbung für politische Parteien (Transparente, Schilder, usw.) werden deshalb nicht geduldet."

Nun, Letzteres dürfte sich eher auf die NPD beziehen – und weniger auf "Pro Köln". Die (offiziell deutlich rechts von "Pro Köln" stehende) NPD findet die Demonstration dennoch wichtig. Und ruft ihre Anhänger zur Teilnahme auf: "NPD unterstützt 'Pro Köln'-Demonstration gegen Moscheebau". Biedermanni soll's Recht sein. Denn, so schreibt er:
"Wir freuen uns über jede positive Reaktion auf unsere geplante Demonstration gegen Islamismus und die Kölner Großmoschee. Selbstverständlich freuen wir uns auch über jeden Teilnehmer an der Demo, egal ob aus Köln oder außerhalb. ...In diesem Sinne würden wir uns freuen, am 16. Juni möglichst viele Teilnehmer bei der Demonstration in Köln-Ehrenfeld begrüßen zu dürfen!"
Teilnehmer? Normale Bürger werden wohl eher wenige darunter sein.

* Zur Erinnerung: Warum Biedermanni keine Tarnjacken, sondern Anzug trägt.

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GRUPPENBILD MIT FLAME

Frech: Immer wieder drängen sich Nazis ins Bild, wenn "Pro Köln"-Funktionäre fotografiert werden. Da: schon wieder!

Huch! Wen sehen wir denn da auf dem Foto? Okay, links steht Markus Beisicht, der Vorsitzende von "Pro Köln". Rechts prostet dem Betrachter zu: Markus Wiener, Beisichts Stellvertreter. Aber: Wer ist der Herr in der Mitte? Schauen wir ihn uns näher an:



Kennt man sich in der Geschichte des flämischen Nationalismus nicht aus, so kann man den Namen unter dem Bild nur erraten. Er lautet: Dr. August Borms. Borms war ein flämischer Nationalistenführer. 1946 wurde er hingerichtet. Denn er hatte mit den Nazis kollaboriert, die das neutrale Belgien 1940 überfielen.

Das Bild von Beisicht, Borms und Wiener entstand,
so Biedermanni Rouhs, im "legendären 'Flämischen Löwen', dem traditionellen Lokal der flämischen Patrioten". Apropos Patrioten – das folgende, schon etwas ältere Foto habe ich soeben in den Untiefen des weltweiten Netzes entdeckt:

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31.5.07

"ICH WEHRTE DEN NÄCHSTEN SCHUBS AB"


Regina Wilden klagt an – und zwar sich selbst. Offenherzig schildert die Rats"dame" ihre Randale anlässlich der Bürgeranhörung zum Bau der Ehrenfelder Moschee. Und sie gesteht möglicherweise sogar Straftaten

Unter der (milde gegen die orthographische Korrektheit verstoßenden) Überschrift "und hier mein Bericht über die Anhörung zum Moscheebau" bestätigt Regina Wilden überraschend offen weitere der gegen sie erhobenen Vorwürfe. Wilden:

Ich habe an diesem Tag niemanden beschimpft, in der Tat aber nachher einige Male sehr laut gerufen ...

Wie kam es dazu? Regina Wilden:

... [I]m Vorfeld war bekannt geworden, daß Mandatsträger kein Rederecht haben, also hätte ich ja sowieso nichts sagen dürfen. ... Natürlich hatte ich keine Chance, eine Erklärung abgeben zu können, deshalb rief ich mehrmals laut den Namen: "Herr Wirges". Das wurde aber ignoriert, und schließlich machte ich mich auf den Weg zum Podium, ging nach vorne und dort wurde mir dann an der Seite der Weg zum Podium von den Security-Leuten versperrt.

Frechheit! Eine gewählte Volksvertreterin will bloß mal eben ein Podium stürmen und wird bösartig daran gehindert! Was passierte dann, Frau Wilden? Das:

Ich meldete mich deshalb von dieser Stelle aus weiter und rief: "Herr Wirges", auch "Herr Streitberger", auch: "das kommt gar nicht in Frage, das brauche mich mir nicht gefallen zu lassen", weil ich mir von dem Dezernenten Streitberger eher eine Reaktion versprach. In einem solchen Fall läßt man im allgemeinen den Rufer oder die Ruferin kurz zu Wort kommen, denn danach ist wieder Ruhe.
Stattdessen sagte dann der Versammlungsleiter, ich müsse den Saal verlassen.

Ich kann ihn gut verstehen. Und dann? Dann ging sie – nach eigenen Angaben freiwillig – gen Ausgang des Saales. Woraufhin nach ihrer Darstellung Folgendes passierte:

Als ich zur Hälfte durch den Saal gegangen war, bemerkte ich, daß mich die ganze Zeit bei jedem Schritt jemand in den Rücken schubste, drehte mich spontan um, wehrte den nächsten Schubs ab und sagte: "Sie brauchen mich nicht schieben, ich gehe ja" und: "fassen Sie mich nicht an". Die Person, die mich dauernd geschubst hatte, war eine weibliche Person.

Ja, und "weibliche Person" ist eine Zivilpolizistin. Auch deswegen ist die Frage spannend, was das heißt: "... ich ... wehrte den nächsten Schubs ab". Hat die Rats"dame" Wilden damit eine Widerstandshandlung zugegeben?

Weiter in der Darstellung. Nun ließ Wilden sich aus dem Saal tragen, was übrigens auch als passiver Widerstand gewertet werden kann. Wilden:

Da hob ich einfach die Füße und die beiden trugen mich sicher zuerst die erste Treppe, dann auch die zweite Treppe hinunter und unten stellte ich mich wieder auf die Füße.
Worauf auch sonst?


***


Nicht unbedingt für die Menschheit, jedoch für regelmäßige Biedermanni verliert-Leser wichtig ist natürlich die Handtaschen-Frage. Meine Reportage über die Bürgeranhörung begann schließlich mit den Worten:

Regina Wildens Lidschatten ist verschmiert. Tapfer steht die Rats"dame" (Pro Köln) vor den beiden südländisch aussehenden Türstehern. Sie winselt: "Darf ich jetzt bitte meine Handtasche wiederhaben?"

Nun bestreitet Wilden diesen Sachverhalt nicht mehr grundsätzlich. Da war DOCH was! Wilden:

Später fiel mir ein, daß ich doch zu Beginn diese Stofftasche abgegeben hatte, ging zu den Security-Leuten am Eingang und bat wieder um diese Stofftasche und erhielt sie anstandslos und in höflicher Form ausgehändigt.
Hört, hört! Ich gestehe gerne ein, dass die Handtasche möglicherweise aus Stoff war. Wenn wir das Thema damit abschließen können.

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