10.4.08

"NUR LANGWEILIGE ZEITVERTREIBE"


Martin Schöppe, Jugendbeauftragter der "Bürgerbewegung Pro Köln", hat ein Interview gegeben. Und zwar einer Schülerzeitung für junge Rechtsdraußen namens "Blaue Narzisse".

Ignorieren Sie das Interview. Klicken Sie lieber den "meistgelesenen Artikel" des Blättchens an. Den mit dem poetischen Titel "Revolution und Fotze". Und erfahren Sie alles über die Sorgen und Nöte von Menschen wie Martin Schöppe. Zitat:

Ein junger Rechter hat es wirklich schwer. Die Lehrer mögen ihn nicht, versuchen ihm, im Geschichtsunterricht ein falsches Bewußtsein für seine Nation zu vermitteln, und seine Freunde würdigen seine Wertvorstellungen, seinen Sinn für Ordnung und Anstand, nicht. Und der junge Rechte von heute hat noch ein Problem: ein Motivationsproblem. Während der junge Linke für „Revolution und Fotze“ (Dávila) kämpft und poppt, bleiben für den Rechten nur die langweiligen Zeitvertreibe übrig.


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9.12.07

VIEL FEIND, VIEL MÄR

Ein Überfall mit 20 Angreifern? Das ist nicht einmal ein Zehntel der Wahrheit!

Der Vorwurf klang schrill. Am 14. November konnten wir auf der "Pro Köln"-Homepage
lesen:

Tätlicher Angriff auf jugendlichen pro-Köln-Verteiler:
Hetzjagd vor der Johannes-Gutenberg-Realschule in Godorf

Rund 20 Jugendliche mit „Migrationshintergrund“ überfallen 19jährigen pro-Köln-Sympathisanten und schlagen ihn zu Boden – Opfer trägt zahlreiche Schürfwunden und Prellungen davon – Mehrere Polizeifahrzeuge im Einsatz



Ein wenig verwunderlich war, dass an diesem Tag nur eine einzige Polizeimeldung für Godorf vorlag:


Metalldiebe in Köln-Godorf

Köln (ots) - Unbekannte haben zwischen dem 03. November und dem 12 November Metallrohre im Wert von etwa 60.000 Euro von einem Werksgelände in Köln-Godorf entwendet.


Warum nur fand der brutale Übergriff nicht seinen Weg über die Polizeipressestelle in die Öffentlichkeit? Nun, vielleicht, weil er gar nicht so brutal war. Mittlerweile existiert jedenfalls eine zweite Darstellung dieses Vorfalls. Und eine dritte. Und eine vierte:

Schülersprecherin Büsra sagt, dass sich nicht zwanzig, sondern nur zwei Schüler - ein deutscher und ein ausländischer - mit dem 19-jährigen „Pro Köln“-Sympathisanten angelegt hätten, um ihm vor dem Schuleingang die Flugblätter wegzunehmen. Von brutaler Gewalt oder gar einer Hetzjagd ist auch der Polizei nichts bekannt. Jutta Schreiber, zuständige Dezernentin bei der Bezirksregierung, spricht von einer „inszenierten Schlägerei, um die Legitimation für weitere Propaganda zu haben.“

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14.11.07

JUGEND SCHÜTZT VOR TORHEIT NICHT

Nach "Pro Köln"-Angaben sind zwei im Schnitt 47 Jahre alte Mitglieder der "Jugend Pro Köln" Opfer eines brutalen Übergriffs geworden. Die beiden Jungspunde hatten nach dieser Darstellung das neu Werbeflugblatt ihrer Jugendorganisation verteilt, in dem es heißt:

Anstoß erregte aber wohl eher die rassistische Hetze, die verbale Gewalt in besagtem Flugblatt. Biedermanni verliert verurteilt jegliche Form von Gewalt, stellt aber nüchtern fest: Wer Hass sät, wird keine Gegenliebe ernten.

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12.11.07

ADE, RENE'!

Emmerich geht, Schöppe kommt

"Pro Köln" hat erneut den Jugendbeauftragten gewechselt: René Emmerich, der
Skinhead-Freund und "Pappkamerad im FDJ-Hemd" (so eine Online-Bekanntschaft der "Pro Köln"-Ratsherrin Regina W.), hat offenbar das Handtuch geworfen. Im "Pro Jargon" heißt es, Emmerich übergebe "sein Amt an den Herausgeber der Schülerzeitung Objektiv und wendet sich seiner neuen beruflichen Herausforderung zu". Gleich zwei Mal wird ihm herzlich gedankt für die "hervorragende Arbeit". Allzu viele (Spät-)Jugendliche bleiben da nicht mehr: Martin Schöppe, neuer Jugendbeauftragter, dürfte ziemlich einsam sein in seinem neuen Amt.

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3.10.07

SURFTIPP

Auf der Homepage des Kölner Jugendmagazins RHEINTAUCHER können Sie gleich vier Texte zum Thema "Pro Köln" lesen. Auch dann, wenn Sie kein (Berufs-)Jugendlicher sind. Denn die Lektüre lohnt sich:
  • Schüler werden allein gelassen. Während „Pro Köln“ mit „Objektiv“ an die Schulen geht, stirbt die Schülerzeitungslandschaft in Köln immer weiter aus. Andreas Pöttgen hat die Schülerzeitung „Impuls“ am AMG gegründet.
  • Rauschen im kölschen Blätterwald. Objektiv Nummer Vier ist in Vorbereitung. Lehrer und Politiker grübeln über eine angemessene Reaktion, Schüler organisieren Demos und gründen Initiativen gegen Rechts. Ein Blick auf den kölschen Blätterwald.
  • “Nazis raus” grölen reicht nicht aus. Pro Köln als Schreckgespenst? Der Blogger „Demokrat4711“ beobachtet seit Monaten „Pro Köln“ in seinem Blog „Biedermanni verliert“ und wundert sich über die Reaktionen von Politik und Öffentlichkeit.
  • Das Déja-Vu von Greifswald. Eine Bürgerinitiative fischt am rechten Rand? Ein Skandal? Obwohl „Pro Köln“ mit der Erstausgabe von „Objektiv“ für einen Skandal gesorgt hat, der bundesweit berücksichtigt wurde, ist das Konzept nicht neu.

Der RHEINTAUCHER sucht übrigens dringend neue Anzeigenkunden. Wenn Sie ein Zeitungsprojekt unterstützen möchten, das nicht dem allgemeinen Trend zu Lifestyle, Entpolitisierung und Verblödung frönt, dann machen Sie bitte ein paar Scheinchen locker.
Wen erreichen Sie mit Ihrer Werbung? Schüler und Studenten. Denn: "Rheintaucher wird kostenlos an allen weiterführenden Schulen in Köln sowie den Hochschulen verteilt." So, und jetzt fordern Sie bitte sofort bei Sebastian Wieschowski die Mediadaten und Anzeigenpreisliste an. Seine Email-Adresse: sebastian.wieschowski@rheintaucher-magazin.de

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16.6.07

ERSTE EINDRÜCKE


Heute Morgen fanden in Ehrenfeld gleich mehrere Kundgebungen
im Zusammenhang mit dem muslimischen Gotteshaus statt.
Die rechtspopulistische „Bürgerbewegung pro Köln“ warb
seit Wochen bundesweit für ihre „Anti-Moschee-Demonstration“
und hetzte gegen das multikulturelle und
multi-religiöse Zusammenleben im Viertel.

(RADIDO VATIKAN, die "Stimme des Papstes und der Weltkirche")



Exakt 207 Demonstranten fühlten sich von Biedermannis Werben angezogen. Und da ist die etwas unbürgerlich aussehende Ordnertruppe schon mitgezählt. Nach einem Regenschauer ging es los. Eine erste Anekdote (später mehr!):

12.34 Uhr: Drei Typen im Nazilook (Springerstiefel mit weißen Schnürsenkeln, Bomberjacken, kurze Haare) stehen auf der Vogelsanger Straße. Umringt werden sie von Polizisten. Regina Wilden steht daneben, deutet auf die drei Skinheads und ruft: "Die gehören nicht zu uns! Die gehören nicht zu uns!" Womit sie erst Recht die Aufmerksamkeit auf die unbürgerlich Aussehenden lenkt.

"Pro Köln"-Jugendbeauftragter René Emmerich scheint vertraut zu sein mit den dreien. Einer der Skins sagt: "Ey, Rene! Die lassen uns nicht auf die Demo!" Emmerich: "Dann zieh halt die Bomberjacke aus!" Doch die Polizei lässt sich auf solche Spielchen nicht ein, zumal die Beamten offenbar genervt sind von Regina Wilden. Ein Beamter zu Wilden: "Wir wissen, wie wir unsere Arbeit zu erledigen haben. Lassen Sie uns mal ruhig machen!"

Derweil verabschiedet sich Rene Emmerich von seinen Nazifreunden: "Eh! Wir sehen uns am Bezirksrathaus! Merk Dir das: Bezirksrathaus!"

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3.5.07

PERFEKTE TARNUNG

Ein kleiner Nachtrag zum Posting "TÜNNES, SCHÄL UND MARTIN SCHÖPPE": Auf dem folgenden Bild hält sich der böse Biedermanni versteckt. Doch, Vorsicht: Der fiese Extremist tarnt sich als Sympathieträger/in! Zumindest versucht er das. Mal wieder. Erkennen Sie Biedermanni trotzdem?

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2.5.07

TÜNNES, SCHÄL UND MARTIN SCHÖPPE


Will man sich despektierlich über die Polit-Postillen von Polit-Sekten äußern, so ruft man mitunter aus: "Das ist Schülerzeitungs-Niveau". Bezogen auf
manches Druckerzeugnis wäre dieser abwertende Ausruf jedoch ein unangemessenes Kompliment. Denn selbst Schülerzeitungs-Niveau erreicht nicht jeder. Den Grund des diesbezüglichen Scheiterns verrät mitunter der Blick in's Impressum:



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1.9.06

BIEDERMANNIS PORNOMÄDEL

Oh je, Biedermanni, das war ein Griff ins Klo: Rouhs "neue Kölner Schüler- und Jugendzeitung 'Objektiv'" bildet ein Soft-Porno-Modell ab. Keck blickend wirbt die blonde Dame für die "Jugend Pro Köln". Dazu der Slogan "Deutsch ist geil!"

Von dieser Homepage hat Biedermanni das Foto geklaut. Es ist das zweite von links in der oberen Reihe

Ob die junge Frau "geil" ist, mögen Sie bitte selbst beurteilen. Deutsch ist sie jedenfalls nicht: Sie stammt aus Osteuropa. Und: Biedermanni hat - ein Gentleman schaut anders aus! - für ihre Dienstleistungen nicht mal bezahlt. Vielmehr hat er das Foto einfach von einer Homepage geklaut. Weswegen die Firma "DutchTeenCash" ihn nun verklagt [1].

Es gibt so viele schöne Damen in Deutschland. Und insbesondere in Köln. Aber offenbar vermochte Biedermanni keine von ihnen für seine Jugendorganisation zu begeistern...

Mein Tipp: Wem der Charme fehlt, der sollte es an Zahlungsmoral nicht mangeln lassen.

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