13.1.08

ALLES EIN WENIG KOMPLIZIERTER

Könnte sein, die Welt ist nicht ganz so schwarz und weiß, wie Biedermanni und Konsorten behaupten

Der Journalist Mark Terkessidis räsoniert im FREITAG darüber, "dass in Deutschland drei Millionen 'Muslime' leben, die alle Anhänger 'des Islam' sind." Für Terkessidis ein Klischee, denn:
Nicht nur werden so alle Atheisten türkischer, arabischer oder iranischer Herkunft simpel zu Muslimen erklärt, auch die erheblichen Unterschiede im Glaubensbekenntnis werden eingeebnet.

Auch in den "jüngsten Versuchen, den Stand der 'Integration' und damit auch das Radikalitätspotential 'der Muslime' zu ergründen", würden Differenzen ausgeblendet, meint Terkessidis.

Derweil klärt uns ein gewisser "Pinchador" im Islamhasser-Weblog POLITICALLY INCORRECT darüber auf, dass auch die"Islamkritiker" nicht über einen Kamm zu scheren seien. Die Szene gliedere sich auf in Konservative, Liberale, Christen, Ex-Muslime, Feministen sowie Schwule und Lesben. Kein sehr intellektueller Beitrag, aber immerhin: die Klassifizierung ist nicht gänzlich unsinnig. Womit das in diesem Milieu übliche Niveau deutlich überboten wird.


Links:

Labels: , , , ,

3.12.07

MANNI GUCKEN

"Generalsekretär" Markus Wiener wettert gegen "billige Agitation und plumpe Stimmungsmache". Ich finde ihn durchaus solide, den WESTPOL-Beitrag über "Pro NRW" und die Strategien der selbst ernannten "Bürgerbewegung".

Labels: , , , , , , ,

24.9.07

KEINE WUNDERWAFFE

"Pro NRW" begibt sich in unbekannte Gefilde: die Gefilde der Realpolitik. Statt der üblichen Nein!-Nein!-Nein!-Rhetorik präsentieren die Rechtsdraußen uns nun konkrete Verbesserungsvorschläge. In Form eines "umfangreichen Maßnahmenkataloges". Vorschlag Nummer eins:

Künftig soll jeder Bewerber um die deutsche Staatsbürgerschaft eine Urkunde unterzeichnen, in der er sich zu den Werten unserer Verfassung bekennt.

Dabei sollten Rouhs, Beisicht und Konsorten doch am besten wissen, dass ein solches abstraktes Bekenntnis nichts nutzt. Denn: Was muss jeder "Pro NRW"-Mitstreiter in spe in seinem Aufnahmeantrag unterschreiben? Na, folgende Passage:

Ich bekenne mich zu den Werten der freiheitlich-demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.


Und wer ist, diesem frommen Bekenntnis zum Trotze, bei "Pro NRW" Mitglied? Rouhs und Beisicht, langjährige Funktionäre rechtsextremer Parteien wie NPD, Republikaner und Deutsche Liga also. Gestalten wie der Holocaustleugner Günther Kissel. Manch Haderlump, dem die Republikaner nicht mehr rechtsextrem genug waren. Ex-DVUler. Gelegentlich ein naiver Bürger. Die Rats"dame" Regina Wilden, die nichts gegen die Forderung einzuwenden hat, Homosexuelle nach Auschwitz zu verfrachten. Und sie alle haben ihn, unterschrieben, den Satz der da lautet:

Ich bekenne mich zu den Werten der freiheitlich-demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.
Was belegt: ein formales Bekenntnis zur FDGO bannt nicht die bösen Geister des Extremismus, weder bei Islamisten noch bei Rechtsextremisten.

Labels: , , , , , , , , , , ,

14.9.07

"PRO NRW"-VORSTAND LÄDT MICH ZUM ESSEN EIN

Denn Andreas Akwara will "Pro NRW nach 'Links' ... lenken", um dann im Anschluss den Weltfrieden zu retten. Seine Bitte an mich: "Helfen Sie mit diesen Weg zu gehen. Er ist steinig und schwer." Und er meint all das keineswegs ironisch...

Herrje, mit Andreas Akwara hat Biedermanni sich ja einen tollen Kameraden angelacht! Sie erinnern sich vielleicht: Andreas Akwara, der Mann, der eine bessere Welt durch gemeinnützige Windeln erstrebt. Der Boss der Ein-Mann-"Bürgerbewegung Duisburg", die in Duisburg wirklich niemand kennt (und ich habe mit manchem Kenner der dortigen Politszene telefoniert!)

Unlängst jubelte Biedermanni, weil Akwara "pro NRW beigetreten" ist. Und in den "Pro NRW"-Vorstand wurde Akwara auch prompt gewählt. Wenn der Jubel mal nicht zu früh kam...


Pardon, aber beim Schreiben dieser Worte muss ich wirklich aufpassen, mir nicht vor Lachen die Hosen einzunässen. Akwara hat mich kontaktiert. Per Email. Ich schickte ihm daraufhin einen Brief. Per Schneckenpost an seine Duisburger Wohnung; um sicherzustellen, dass der Email-Schreiber auch wirklich derjenige ist, der er vorgibt zu sein. Was soll ich sagen: Akwara war's tatsächlich. Insgesamt vier Emails schrieb er mir. In der Letzten schlug er gar ein gemeinsames Mahl vor [4]:

Ich lade Sie gerne zum essen ein und dann erkläre ich Ihnen was genau in mir vorgeht und warum ich davon überzeugt bin das richtige zu machen.

Doch nicht nur ich, auch Biedermanni Rouhs wurde von Herrn Akwara kontaktiert [2]. Nun ist es amtlich: Biedermanni liest das Biedermanni-verliert-Blog! Denn, so versicherte Akwara mir:

Ich habe auch gestern Herrn rouhs mit den Inhalt Ihrer Seite konfrontiert. Er kannte den Inhalt.

Tja, an seinem Duisburger Statthalter wird Biedermanni noch viel Freude haben. Denn Akwara liegt nur halb auf der Linie von "Pro NRW", ist aber mit einem hohen Sendungsbewusstsein ausgestattet [2]:

Meine Arbeit wird es sein, die Schnittmenge aus den Kapitalismuskritischen Linken mit den Wertkonservativen Patrioten aufzubauen. ... Somit ist es folgerichtig zunächst eine Partei wie Pro NRW nach "Links" zu lenken.

Und Akwara fährt fort [2]:

Ebenfalls das erstarken des Kommunismus wird so entgegengetreten. Indem eine REALE Alternative für Kapitalismusgegner angeboten wird. Vor diesem Hintergrund sehe ich meine Arbeit bei Pro NRW.

In einer anderen Mail [3] schreibt er mir schließlich:

Sie wollen Rechtsextremismus bekämpfen- ich auch! [...] Wenn meine Arbeit in Pro NRW zu einem Linksruck führt, und das wird es, dann habe ich doch viel bewegt.

Na, das mit dem Linksruck bei "Pro NRW" wird wohl nix werden. Aber vielleicht kann Akwara ja wenigstens den Weltfrieden retten. Jedenfalls versetzt er sich schon einmal in die Rolle des US-Präsidenten "Busch" [3]. Und legt dar, was er an dessen Stelle besser gemacht hätte. So würde er sich, sagt Akwara, mit Saddam Hussein zu einem Abendessen getroffen und ihm erklärt haben, "das wir nicht seine Feinde sind". Zu spät! Auch nach Saudi-Arabien und Iran wäre er an Bushs Stelle geflogen, denn: "Nur durch dialog kann ich was bewegen."

Durch Dialog - und durch Sport. Wobei Akwara ganz nebenbei den Weltfußballverband überflüssig machen will [3]:


Fußballtniere [gemeint sind "Fußballturniere", demokrat4711] würde ich organiseren USA gegen Iraq, Iran, etc in den USA und dann dort etc etc

Schließlich fleht Akwara mich an: "Helfen Sie mit diesen Weg zu gehen. Er ist steinig und schwer." [3] Das steht in der Tat zu befürchten. Eine Mail später schreibt er: "ich freue mich auf den Dialog und ich überlege mir sogar wie ich mit Linken in Kontakt treten kann um dort Gespräche vorzubereiten." [4]

Offen gestanden: Ich war einem Dialog durchaus nicht abgeneigt, bot Akwara ein Interview an, "in dem Sie Ihre Positionen darlegen können" [5]. Leider blieb Akwara die Antwort auf unter anderem folgende Fragen bisher schuldig:

3. Sie schrieben mir: „Wenn vieleicht Herr Rouhs mal Fehler in seiner Jugend begangen hat, ist das nicht mein Problem. Mir gegenüber ist er immer anständig geblieben.“ [1] Welche Erfahrungen haben Sie konkret mit Herrn Rouhs gemacht?

4. Herr Rouhs blickt auf eine langjährige politische Karriere zurück: nach Zwischenstationen bei NPD, „Republikanern“ und „Deutscher Liga für Volk und Heimat“ landete er schließlich in der „Pro“-Bewegung. Welche der genannten Parteien würden Sie, Herr Akwara, als rechtsextrem bezeichnen? Und: Sind all diese Engagements Jugendfehler?

6. Sie versuchen, Ihre Positionen unter Hinweis auf „den Juden Ralph Giordano“ [1] zu untermauern. Giordano jedoch bezeichnete „Pro Köln“ als „lokale zeitgenössische Variante des Nationalsozialismus". Wie geht das zusammen?

7. Neulich begrüßte „Pro NRW“ den Solinger Unternehmer Günther Kissel als neuen Bundesbruder, einen Holocaustleugner. Haben Sie dabei ein gutes Gefühl?

8. Sie schreiben: „Wir können es uns nicht leisten, das eigene Volk in 'gut und böse' aufzuteilen. Das ist alleine Gottes Aufgabe.“ [1] Sehen das die Schari'a-Freunde nicht ganz ähnlich?

11. Die Mehrheitsverhältnisse im nächsten Landtag könnten unübersichtlich werden, wenn neben CDU, SPD, FDP und Grünen auch „Pro NRW“ und Linkspartei in's hohe Haus einziehen. Neue Koalitionsmodelle könnten, müssten vielleicht sogar sehr schnell auf die Tagesordnung gesetzt werden. Vorab: Welche „Pro NRW“-Funktionäre wären denn gegebenfalls ministrabel?

12. Für die Kampagne „Deutsch ist geil!“ klaute „Pro Köln“ das Foto eines tschechischen Pornomodels von einer holländischen Homepage. Werden Sie darauf drängen, dass die Dame für ihre unfreiwilligen Dienste endlich anständig entlohnt wird?
Seufz! Ob er wohl noch antworten wird? Hoffentlich! Denn: Ich will mehr Sätze lesen, die von hohem Sachverstand und ausgeprägtem Geschichtsbewusstsein zeugen; mehr Sätze wie denjenigen, der mit den Worten "Als die NAZIS 1932 an die Macht kamen" [1] beginnt.


Quellen:

[1] Akwara-Email vom 10.9.2007, Betreff: "Grüß Gott". Dokumentiert: hier
[2] Akwara-Email vom 11.9.2007, Betreff: "Blog Eintrag II". Dokumentiert: hier
[3] Akwara-Email vom 13.9.2007, Betreff: "Sie und meine Wenigkeit". Dokumentiert: hier (Teil 1) und hier (Teil 2)
[4] Akwara-Email vom 14.9.2007, Betreff: "Re:Sie und meine Wenigkeit". Dokumentiert: hier
[5] Demokrat4711-Brief vom 11.9.2007, Betreff: "Interview". Dokumentiert: hier

Labels: , , , , , , ,

9.9.07

KOPFTOPF UND KOCHTUCH

Wenn's nach Regina Wilden ginge, müsste Biedermanni seine Eier nicht selber braten. Teil sechs der Reihe O-Ton Regina

Ganz Deutschland drischt auf Eva Herman ein, die tumbe Nuss und Ex-Talkshow-Moderatorin, die den
Gebärmaschinenkult der Nazis lobte. Regina Wilden jedoch, Ratsdame von "Pro Köln", hat in braun' Eva ein Idol gefunden. Wilden wörtlich:

Meine Wertschätzung hast Du, liebe Eva. Wir brauchen Frauen wie Dich.
Im Gegenzug wettert Wilden, ironisch im Rahmen ihrer begrenzten intellektuellen und rhetorischen Möglichkeiten, gegen "Überfrauen, die ihre Männer nicht mehr bewundern, die ihren Männern abends kein Spiegelei mehr braten wollen, die keine Kinder mehr bekommen wollen oder ihre Kinder schon vor der Geburt in der Kita anmelden".

Eigentlich müsste sie von den Islamfundis begeistert sein: denn die entsprechen Wildens Geschlechterrollenbild auf's Vorzüglichste. Während Biedermanni (ob blond, ob braun: kein Weib mag ihn bewundern, keine holde Maid ihn bekochen) seine Eier selber brät.

Ich jedoch sage Euch: Die braune Eva und die wirre Regina - ab mit ihnen ab den Kochtopf! Damit's eine Ruhe hat!

(Bitte jetzt kein falsches Mitleid mit dem Kopftuch..., äh Kochtopf.)

Labels: , , , , , ,

6.9.07

PULVER VERSCHOSSEN

Die sogenannte "Rheinland-Offensive"von "Pro NRW" ist bereits beendet, wie wir einem Interview mit dem "Pro NRW"- und "Pro Köln"-Vorsitzendem Markus Beisicht entnehmen können. Wurde die Region im Sturm erobert? Nicht ganz:

Zum einen konnten wir für alle anvisierten Kreisverbände Beauftragte und namentliche Ansprechpartner benennen, die in den nächsten Monaten den Verbandsaufbau weiter voran treiben werden. Zum anderen wurde noch einmal deutlich, daß pro NRW in eine politische Lücke vorstößt, die in Nordrhein-Westfalen von keiner Partei wirklich abgedeckt wird.

Anvisiert sind nach meiner Zählung genau zwei Kreisverbände: in Leverkusen und Rhein-Sieg. Immerhin: Beauftragte sind auserkoren. Namentliche Ansprechpartner gibt's auch. Weil unnamentliche sich wahrscheinlich nicht so gut machen, selbst bei der in intellektuller Hinsicht eher bescheidenen Klientel der "Pro"-Bewegung. Fürwahr: Ein enormes Potenzial, das da ausgeschöpft wurde! Ach ja, auch in Duisburg gehts voran. Beisicht jubiliert:

Erst heute ist der Vorsitzende der Bürgerbewegung Duisburg, Andreas Akwara, pro NRW beigetreten!

Welch ein Gewinn: Andreas "Bessere Welt durch gemeinnützige Windeln" Alwara, der einer Dame ohne Unterleib vorsitzt, wahrscheinlich nicht nur Boss, sondern auch einziges Mitglied der "Bürgerbewegung Duisburg" ist. Derweil zerlegt sich die "anti-islamistische" Szene: Udo Ulfkotte, bisher Galionsfigur, ist in Ungnade gefallen. Keiner mag "Pro Köln". Und der Rest der Szene ist verwirrt: Kölner Demo abgesagt, Brüsseler Demo bleibt verboten! Sollen sie jetzt in in Soltau-Fallingbostel aufmarschieren?

Labels: , , , ,

5.9.07

"PRO KÖLN" VERHINDERT ANTI-MOSCHEE-DEMO

Erst verunmöglichten sie (zeitweilig!) die offene Debatte über das Für und Wider des Ehrenfelder Moscheeausbaus. Dann machten sie Köln weltweit bekannt - als die Moscheestadt, und das, bevor auch nur der Grundstein gelegt worden war. Nun verhindern sie die für den 11. September geplante Demonstration des etwas zwielichtigen Udo Ulfkotte gegen die "Isalmisierung Europas":

Demonstration gegen die "Islamisierung Europas" abgesagt

Die Demonstration "Gegen die schleichende Islamisierung Europas", die am 11. September auf dem Roncalliplatz stattfinden sollte, wurde vom Veranstalter kurzfristig abgesagt. ...

Rechtsgerichtete Gruppen, darunter "Pro Köln" hatten aufgerufen, an der Demonstration teilzunehmen. Da sich die Veranstalter von diesen distanzieren wollten, sollten rechte Teilnehmer von der Kundgebung ausgeschlossen werden. Das bundesweit geltende Versammlungsgesetz lässt es jedoch nicht zu, bei einer Versammlung unter freiem Himmel die Teilnahme eines Einzelnen oder einer Gruppe davon abhängig zu machen, welche Meinung dort vertreten werden soll.

Sie - die "Pro Köln"-Idioten - sind ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will. Und doch das Gute schafft. Jedenfalls manchmal. Weiter so!

Labels: , , , , , ,

3.9.07

BIZARRE WELT

Diese Anti-Islam(isten)-Szene wird immer bizarrer: da soll am 11. September jeweils eine Demonstration in Köln und in Brüssel stattfinden. Gegen die "schleichende Islamisierung" Europas. Veranstalter ist Pax Europa, ein Verein des etwas merkwürdigen Journalisten Dr. Udo Ulfkotte. "Pro Köln" spielt den Trittbrettfahrer, behauptet, Mitinitiator der Demonstration zu sein. Was Ulfkotte in einer Pressemitteilung, die er zusammen mit Ralph Giordano verfasste, bestreitet:

In einer an Niederträchtigkeit nicht zu überbietenden Art und Weise versucht die „Bürgerbewegung Pro Köln“ als Trittbrettfahrer einer Großdemonstration gegen die schleichende Islamisierung Europas am 11. September 2007 in Köln aufzutreten.

Okay, wir erhöhen langsam die Komplexität: Ralph Giordano ist der Hauptredner der Kölner Demonstration. Als zweiter Hauptredner war der Schweizer Abgeordnete Dr. Ulrich Schlür vorgesehen. Der ist, man darf das wohl behaupten, Antisemit. Jedenfalls erscheinen in der Zeitschrift Schweizerzeit (Chefredakteur und Gründer: Schlür) immer wieder antisemitische Artikel. Bitte anschnallen! Ulfkotte wollte also einen Holocaustüberlebenden (Giordano) und einen Antisemiten (Schlür) reden lassen. Jedenfalls wollte er das bis Samstag. Seitdem ist Dr. Schlür aus der Rednerliste gestrichen.

Doch es kommt noch besser: "Pro Köln" behauptet, Ulfkotte habe am 31. August einen Vortrag für die "Bürgerbewegung Duisburg" gehalten, also bei einer "Pro Köln"-Partner-Organisation. "Pro Köln"? Ist, schreibt Ulfkotte, eine am "extremen rechten Rand des politischen Spektrums stehende Gruppe". Mit der Ulfkotte angeblich nichts zu tun haben will. Und die sein Hauptredner Giordano als "lokale Variante des zeitgenössischen Nationalsozialismus" bezeichnet. Aber: "Pro Köln" spricht immer die halbe Wahrheit und nicht mehr und nicht weniger als die halbe Wahrheit. Sie werden keine Klage Ulfkottes riskieren. Oder, wie es in einem Kommentar im Wir-hassen-den-Islam-Blog Politically incorrect heißt:

Ich schätz mal, dass Giordano abgesprungen wäre, hätte Ulfkotte sich von Pro Köln nicht distanziert.

Was Regina Wilden zu all dem zu sagen hat - ich werde es heute nicht mehr lesen. Ich werde stattdessen erstmal eine Aspirin einnehmen.

Labels: , , , , , , , , , , ,

20.6.07

MOSCHEEDEBATTE GEHT WEITER...

... aber nicht im Biedermanni-Stil. Willkommen, Vernunft!

Mit Ablauf des Biedermanni-Kasperltheaters [1] gegen "die Großmoschee" scheint der Damm gebrochen zu sein, der unser schönes Köln von einer rationalen Debatte über Islam, Moscheebau und Integration trennte.


Nun wenden sich 21 Autoren, Journalisten und Wissenschaftler beiderlei Geschlechts mit einer Petition [2] an die Öffentlichkeit. Die Unterzeichner solidarisieren sich mit dem Publizisten Ralph Giordano, der nach eigenen Angaben telefonischen Morddrohungen von Islamisten ausgesetzt war, nachdem er sich vehement gegen den Bau der Ehrenfelder Moschee ausgesprochen hatte [3].

Sie kritisieren "Fanatiker" und fordern im Gegenzug die "Unterstützung aller säkularisierten Muslime, die mit Reformen den Weg zu einer Integration frei machen wollen". Der feine Unterschied zu Biedermanni: Die Petition setzt auf Integration. Sie verdammt nicht pauschal den Muslim von nebenan und alle seine Glaubensbrüder und -schwestern. Nicht zuletzt steht sie in der guten Tradition der europäischen Aufklärung [4].

***

Ach ja, heute hat sich auch ein Mann zu Wort gemeldet, der in Köln ähnlich viele Freunde und Anhänger hat wie Biedermanni Rouhs: Joachim Meisner, im Volksmund "dä Kardinal" genannt. Er mahnt zur Wachsamkeit, weil sich sonst "die Scharia immer mehr entfaltet" [5].

Labels: , , , , , , , , ,

13.7.06

VORSICHT, SCHARI'A!

Horror: Werden religiöse Fanatiker bald "Gottes Wort" zum Gesetz machen – hier bei uns in Deutschland?

Die Integration zigtausender "Mitbürger" ist komplett gescheitert. Sie leben in parallelen Welten, sind dem religiösen Wahn verfallen, haben sich abgeschottet gegen Nachbarn, Vernunft und Realität. Und sie werden immer mehr. Denn ihre Frauen sind die reinsten Gebärmaschinen.

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Diese "Mitbürger" gründen eine eigene Partei. Und die wiederum fordert: "Gottes Wort" solle "in Familie, Schule, Politik, Justiz und Medien" gelten. Bei der Bundestagswahl erringt diese "Schari'a-Partei" mehr als einhunderttausend Stimmen. Schließlich besitzt ein Großteil ihrer potenziellen Wähler die deutsche Staatsbürgerschaft...

Ein Horrorszenario? Es ist bereits Realität. 108.605 Zweitstimmen gewann die Partei bibeltreuer Christen bei der letzten Bundestagswahl [1]. Und das ist ihr Programm:



Maria goes Schari'a! Jawohl: Die Integration dieser bibeltreuen "Mitbürger" ist gescheitert. Sie leben in parallelen Welten. Sie sind dem religiösen Wahn verfallen.

108.605 Zweitstimmen! Da können die 30.000 Islamisten in Deutschland nur vor Neid erblassen.

108.605 christliche Fanatiker! Und Biedermanni verliert... kein Wort darüber.

Warum sollte er auch? 108.605 Wähler bedeuten einen Stimmenanteil von 0,2 Prozent. Kein Grund zur Panik.

Labels: , , , , , ,