23.3.08

BERNIBÄR UND DIE ROTE FAHNE


Lange nichts gehört von Bernd "Bernibär" Schöppe (36), dem Ratsherren und "Pro Köln"-Vorstandsmitglied, dem Freund "heißer, rasierter Mädels", auch bekannt als "Proll Köln"? Nun, ich sah ihn zuletzt am 26. Januar. In der U-Bahnhaltestelle "Neumarkt". Er trug eine Kopfbedeckung, auf der eine rote Fahne abgebildet war:



Eine rote Fahne? Tatsache! Und darunter ein Ländername. Nordkorea? Kuba? China? Nein, der Name beginnt mit dem Buchstaben "L":



Bernibär las durchaus mannhaft konzentriert in einer Druckschrift. War's das Protokoll der letzten Ratssitzung? Eher nicht. Schon wieder das rote Logo:



Das (leicht verschwommene) Logo auf Käppi und Katalog kommt Ihnen irgendwie bekannt vor? Kein Wunder:

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2.3.08

"PRO MÜNCHEN": 0,9 PROZENT

Das „Erfolgsmodell pro Köln“ hat bekanntlich
viele Freunde und Nachahmer gefunden...
Geradezu prädestiniert für eine Übernahme
unserer Inhalte und unseres Konzeptes war ...
die bayerische Landeshauptstadt München.



Was haben SPD, CSU, die Grünen und die FDP, was haben "Die Linke", die Bayernpartei sowie die Rosa Liste, was haben nicht zuletzt Ökologisch-Demokratische Partei, Freie Wähler und "Bürgerinitiative Ausländerstopp München" miteinander gemein?

Erstens: Für gewöhnlich recht wenig.

Zweitens: All diese Parteien erzielten bei der Kommunalwahl in der bayrischen Landeshauptstadt
bessere Stimmergebnisse als die "Bürgerbewegung Pro München".

Elfter und damit letzter Platz

Mit 0,9 Prozent schnitt "Pro München" schlechter ab als die gesamte Konkurrenz. Selbst der nächst schlechteste Gegner, die ÖDP, konnte fast anderthalbmal so viele Stimmen auf sich vereinen. Der ÖDP-Slogan "Orange wählen!" zog mehr Wähler in seinen Bann als das Geblubber des "Pro Köln"-Imitats. Vielleicht sollte die Münchener "Pro"-Kameraden es beim nächsten Mal mit der Parole "Pfirsich wählen" probieren...

Nicht von der Schwäche der CSU profitiert

"Pro München" konnte nicht von der Schwäche der CSU profitieren, die auch in München ein sauschlechtes Ergebnis erzielte. Die vielen von der CSU enttäuschten Wähler mochten in "Pro München" keine (Protest-)Wahlalternative sehen. Sie blieben lieber zu Hause. Unter der Wahlverweigerung habe die CSU "am meisten ... gelitten", meint denn auch Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel.

Hetzen ist Silber, Schweigen ist Gold

Auch die Kampagne gegen die geplante "demonstrative" Moschee im Stadteil Sendling nutzte "Pro München" wenig: selbst in Sendling konnten die Rechtsdraußen die Ein-Prozent-Grenze nur knapp überschreiten.


Absolute "Pro München"-Hochburg ist der Stadteil Laim, zu dessen Sorgen und Nöten die gescheiterten Kameraden kein einziges Wort geäußert haben. Öfter mal die Klappe halten könnte ein stadtweites Erfolgsrezept werden, das immerhin für 1,5 Prozent der Stimmen gut ist. Jedenfalls bei geringer Wahlbeteiligung.




Unterstützung aus Köln? Nicht im Stadtrat!

0,9 Prozent! An fehlender Unterstützung aus Köln kann's nicht gelegen haben. Denn es waren, wie "Pro Köln" Mitte Januar tönte, "die Bemühungen der rührigen Münchner Patrioten ... auch von freiwilligen Helfern aus Köln" unterstützt worden. Unter anderem die "Pro"-Reisekader Judith Wolter, Markus Wiener, Biedermanni Rouhs und Bernibär Schöppe waren gen Süden geeilt.

Im Juni 2007 hatte Wolter das "Erfolgsmodell pro Köln" in München vorgestellt, das "von den Münchner Patrioten mit großem Einsatz" umgesetzt worden sei.

Allerdings mit nicht allzu großem Erfolg: Sage und schreibe zehn Parteien werden im künftigen Münchener Stadtrat vertreten sein. "Pro München" zählt, im Gegensatz zur NPD-Tarntruppe
"Bürgerinitiative Ausländerstopp München", nicht dazu.

Biedermanni: "Sehr gute Arbeit geleistet", "weit hinter den Möglichkeiten" geblieben

Biedermanni Rouhs setzt derweil in seiner Eigenschaft als Bundesvorsitzender der "Bürgerbewegung Pro Deutschland" auf einen kruden Mix aus Zweckoptimismus und Resignation. Das Wahlergebnis liege "weit hinter den Möglichkeiten einer zukunftsorientierten patriotischen Bürgerbewegung".

Deren Wählerpotential sei "nach seriösen Meinungsumfragen im zweistelligen Bereich zu verorten".

Ausdrücklich lobt Biedermanni seine Münchener Kameraden:


Rüdiger Schrembs, der Vorsitzende von PRO MÜNCHEN, hat mit seiner Mannschaft eine sehr gute Arbeit geleistet, die richtigen Themen angesprochen und mit mehreren Ausgaben einer hervorragend gemachten Wahlzeitung das Gros der Münchner Haushalte erreicht.
"Indesessen", grummelt Biedermanni jedoch sodann, "das reicht offensichtlich nicht." Was denn, Manni, was denn?

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3.12.07

MANNI GUCKEN

"Generalsekretär" Markus Wiener wettert gegen "billige Agitation und plumpe Stimmungsmache". Ich finde ihn durchaus solide, den WESTPOL-Beitrag über "Pro NRW" und die Strategien der selbst ernannten "Bürgerbewegung".

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DER ANLEITER

Sollten wir uns mit Biedermanni freuen ob der unerwarteten Aufwertung seiner Person? Oder sollte sich unsere Freude eher aus der unfreiwilligen Komik dieses Satzes speisen? Dieses Satzes? Dieses Satzes:

Im Rahmen eines weiteren landesweiten Aktionstages haben am Samstag gut 20 pro-NRW-Aktivisten unter der Leitung des stellvertretenden pro-NRW-Landesvorsitzenden Manfred Rouhs eine groß angelegte Verteilaktion im Herzen von Aachen durchgeführt.

Nun ja: Wenn man die "Pro"-Klientel kennt, wundert man sich nicht, dass sie einen Leiter braucht, wenn es gilt, ein "pro-NRW-Selbstdarstellungsflugblatt" in Aachener Briefkästen zu schmeißen. Ist ja auch ein komplexer Vorgang: Erst muss man sich dem Briefkasten nähern. Ihn sodann aufklappen. Ein Flugblatt reinschieben. Die Klappe loslassen. Und dann?

Dann darf man nicht einfach stehen bleiben vor lauter Freude darüber, all das unter Anleitung hinbekommen zu haben. Sondern muss weiter gehen. Zum
"Wo isser denn, Herr Rouhs?" nächsten Briefkasten.

Apropos Briefkasten: Dort fand ich gestern mal wieder eine Email des "Pro NRW"-Vorstandes Andreas Akwara. Er schrieb mir (alle Verstöße gegen die orthographical correctness im Original!):

Unterschätzen Sie allerdings nicht die Intelligenz der Bürger welche UNS nicht unterstützen weil sie in uns "rechtsradikale" sehen (dann könntne sie auch die NPD wählen)", sondern weil sie endlich bürgerliche Interessen vertreten wissen wollen welches aber nicht den Sozialismus hoffähig macht!
Keine Panik, Herr Akwara, ich unterschätze nicht die Intelligenz der Bürger, die Euch nicht unterstützen. Bitte überschätzen Sie im Gegenzug nicht die Intelligenz der Bürger, die "Pro NRW" eben nicht "nicht unterstützen". Gebongt?


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26.9.07

BIEDERMANNI AM KATZENTISCH



Ich klage an: Biedermanni wird innerhalb der "Pro"-Bewegung offen diskriminiert! Seine Leistungen werden herabgewürdigt, er muss zu Kreuze kriechen, um bei "Pro NRW" mitmachen zu dürfen. Und jetzt - jetzt muss er am Katzentisch sitzen, langweilige Protokolle schreiben, während Sprechpuppe Judith Wolter das große Wort schwingt. Hätte man Biedermanni wirklich in die Ecke verbannen müssen wie einen frechen Schuljungen? Hätte man seinen Tisch nicht an denjenigen des Versammlungspräsidiums rücken können?

Die Botschaft, die ausgesendet wird, ist klar: Manni, Du bist hier nur geduldet. Als Schreibkraft. Und jetzt halt die Klappe!

***

Wenn wir die "Pro"-Funktionäre (neben Biedermanni und Wolter die drei Gebrüder Schöppe sowie Thomas Bendt
) abziehen, sind auf dem Bild genau fünf mir Unbekannte zu erkennen. Unterstellen wir mal, es handelt sich um normale Bürger. Doch was stellt das Foto dar? Na, den "Startschuß in Dormagen". Im "Pro"-Jargon:

Am 25. September fand in Dormagen eine gut besuchte Versammlung der Bürgerbewegung pro NRW statt, bei der die Vorsitzende der Fraktion pro Köln, Rechtsanwältin Judith Wolter, den Grundstein für nonkonforme politische Aktivitäten vor Ort legte.


Und was geschah Bemerkenswertes auf der von fünf Bürgern gut besuchten Veranstaltung? Nun:

Die Versammlung bat den stellvertretenden Vorsitzenden der Bürgerbewegung pro NRW, Daniel Schöppe, die Koordination der Aufbauarbeit in Dormagen zu übernehmen.

Die bittende Versammlung bestand aus fünf Bürgern und sechs "Pro"-Kadern plus einem "Pro"-Fotografen. Kein Wunder, dass die Versammlung einen der "Pro"-Kader in's Amt bat. So kann man natürlich auch eine demokratische Entscheidung inszenieren. Und was sagt der Bericht über Biedermanni? Nun, er sei "ebenfalls anwesend" gewesen. Zweifelsohne, das stimmt. Zu ergänzen wäre noch: Irgendwann fiel das "Pro NRW"-Transparent von der Wand, das zuvor hinter Wolter und Co. gehangen hatte. Dem Stofffetzen, der sich offenbar eine gewisse Restwürde bewahrte, wurde es zu blöd.


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13.9.07

SPITZENTREFFEN?

Die politisch links stehende Initiative "Kein Bock auf Pro Köln" erhebt schwere Vorwürfe: Am vorgestrigen Dienstag habe in Köln ein Treffen zwischen hochrangigen "Pro NRW"- sowie NPD-Politikern stattgefunden. Unter anderem sollen die "Pro NRW"-Vorständler Markus Beisicht, Makrus Wiener, Daniel und Bernd "Bernibär" Schöppe sich zu einem Vortrag des führenden NPD-Hetzers Holger Apfel eingefunden haben.

Apfel ist Chef der NPD-Fraktion im sächsischen Landtag und stellvertretender Bundesvorsitzender der Janz-weit-rechtsdraußen-Partei. Apfel habe zum Thema "Nationale Politik im Landtag" referiert. Stattgefunden habe das Treffen im "Parkrestaurant Kasino".

"Kein Bock auf Pro Köln" veröffentlichte zudem Fotos, die "Pro NRW"-Organisationsleiter Daniel Schöppe vor dem "Kasino" zeigen, ferner sind auch Markus Beisicht, der "Pro NRW"-Vorsitzende, und sein Generalsekretär Markus Wiener zu sehen.


Wie weit nach rechts driftet die "Pro"-Bewegung, nachdem Markus Beisicht die Zügel in die Hand genommen hat? Fakt ist: Sie sammelt ehemalige Republikaner (meist vom rechten Flügel der Rechtsdraußenpartei, sie sammelt Ex-DVUler (die sie als Gerade-eben-noch-Jusos ausgibt). Sie hat einen neuen millionenschweren Finanzier: den Holocaustleugner Günther Kissel ("ein langjähriger Unterstützer der patriotischen Bewegung").

Nun traf sie sich offenbar mit einem führenden Kopf der NPD - zu der sie offiziell seit einiger Zeit Distanz hält. Aus Imagegründen.

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20.7.07

BERNIEBÄR, DER BOSS DES BOSSES

Hand in Hand für den Mittelstand: Klaus Oehme und Bernd Schöppe, einziges Mitglied respektive Sprecher des "Arbeitskreises Aktiver Mittelstand"

Jetzt ist es soweit: die "Pro"-Bewegung hat ihren ersten Weltrekord aufgestellt! Am gestrigen Donnerstag wurde aus ihren Reihen die kleinste Unternehmerlobby aller Zeiten gegründet. Sie nennt sich "'Arbeitskreis Aktiver Mittelstand' im Rahmen der Bürgerbewegung pro Nordrhein-Westfalen". Und umfasst exakt exakt zwei Personen: einen Sprecher und ein einfaches Mitglied.

Der AK-Sprecher ist niemand anderes als Bernd M. Schöppe, Lesern dieses Blogs unter seinem Spitzamen Berniebär bekannt. Über ihn heißt es in einer Pressemitteilung zur AK-"Gründungsversammlung":

"Der 35jährige selbstständige Mediendienstleister ... kennt die Probleme des Mittelstandes in Nordrhein-Westfalen aus eigener Erfahrung."

Das kann man in der Tat fast so sagen. Denn Berniebär verweist auf der Homepage seines "Medienservice Bernd M. Schöppe" auf exakt ein Referenzprojekt. Ansonsten erledigt er die Layout- und Druckarbeiten von "Pro Köln". Er hat also offenbar genau zwei Kunden. Kein Wunder, dass er da nur einen Gelegenheitsarbeiter beschäftigen muss: Manfred "Biedermanni" Rouhs.

Bernd Schöppe leitet also einen 1,5-Mann-Betrieb. Und damit das kleinste mittelständische Unternehmen aller Zeiten. Hurra, schon wieder ein Weltrekord!

Siehe auch: ZWEI FÜHRER FÜR BERNIBÄRCHEN

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29.6.07

AUFMARSCH DER 207 HEIßT PLÖTZLICH "GROßER DEMOTAG IN EHRENFELD"

Huch, was ist das denn? Das ist Bernd M. Schöppe, alias "Proll Köln", auch bekannt als "Bernibär". Mit einer "Ordner-"Armbinde und einem "Ordner"-Brustschild klar als "Ordner" erkenntlich, nahm er an Biedermannis Aufmarsch der 207 teil. Klar, der Aufmarsch der 207 war ein Pflichttermin für den "Pro Köln"-Ratsherren. Sonst wäre es ja nur der Aufmarsch der 206 gewesen.

Warum ich den Aufmarsch der 207 nochmals erwähne? Weil Biedermanni eine "Sonderseite" zum Aufmarsch der 207 online gestellt hat. Der Aufmarsch der 207 heißt bei ihm natürlich nicht Aufmarsch der 207, sondern "Bürgerdemo 'Gegen Großmoschee und Islamismus!'"; ach was: "großer Demotag in Ehrenfeld". Und er hat Großes bewirkt, der Aufmarsch der 207...

... behauptet zumindest Biedermanni: "Auch in den Hinterzimmern der Macht begann nach dem Umzug ... plötzlich ein Umdenken." Ein Umdenken nach dem Umzug? Dieses Umdichten der Umstände dürfte beim Umtrunk nach dem Umzug stattgefunden haben.

Beziehungsweise: Beim Frustsaufen nach dem Aufmarsch der 207.

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16.6.07

DER AUFMARSCH DER 207

Biedermanni verliert präsentiert: weitere Bilder von der heutigen "Pro Köln"-Demonstration "gegen Islamismus und Großmoschee". Sie zeigen sehr kahle Demonstrations-"Ordner". Und sie belegen: der LKW wurde bei einem politischen Gegner gemietet, den Biedermanni sonst als korrupt bezeichnet...



Der gesamte "Pro Köln"-Aufzug: Nach Polizeiangaben 150, nach meiner Zählung 207 und nach Biedermannis "Rechnung" 601 Demonstranten


"Pro Köln"-Vorsitzender Markus Beisicht kurz vor Beginn des Aufmarsches, rechts daneben: Rats"dame" Regina Wilden




Der "Pro Köln"-Demonstrations-LKW...




... wurde bei bei der Firma "Kölner Flitzer" gemietet. Deren Geschäftsführer Ralph Sterck ist Vorsitzender der FDP-Ratsfraktion. Unter der Überschrift "Tango Korrupti" schreibt Biedermanni:




Koen Dillen, Europa-Abgeordneter der rechtsextremen Partei "Vlaams Belang", auf dem Weg zum "Pro Köln"-Aufmarsch [Korrektur vom 22.6.: Nein, das Bild zeigt nicht Dillen, sondern die FPÖ-Politiker Harald Vilimsky sowie Dagmar Belakowitsch-Jenewein. Mehr dazu: hier]



Biedermannis Demonstranten



Dito!


Einige "Ordner" der "Pro Köln"-Demonstration



Bernd "Bernibär" Schöppe (hellgrünes Sakko) im Kreise kahler Mit-"Ordner"



Chaoten? "Ordner"!



Rats"dame" Regina Wilden (heute friedlich)



Besten Dank an L#####@gmx.net für die freundliche Unterstützung!

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13.7.06

PROBLEM ERKANNT, GEFAHR GEBANNT?!

Wollen Biedermanni und seine Spießgesellen wirklich konkrete Probleme lösen? Und wenn ja: Können sie das auch? Die neue Serie zur "Sachpolitik" der "Bürgerbewegung Pro Köln".

Folge 1: Schulschwänzer


Das Schuleschwänzen kennt mannigfaltige Ursachen. Warum, beispielsweise, sollten Marius, Kunigunde, Ahmed und Wladimir sich in der Lehranstalt abrackern, wenn ihre einzige Perspektive "Hartz IV oder 6-Euro-Job" lautet? Wenn ein Ausbildungsplatz nur im Reich der Utopie existiert? Wenn Leistung sich also schlicht nicht lohnt? Wenn es demnach keinen realistischen Grund gibt, motiviert zu sein?

Fragen über Fragen, die man sich bei "Pro Köln" nie stellen wird. Dennoch nimmt man sich dort des Problems Schuleschwänzen an.
Aber: Was zur Hölle dagegen unternehmen? Einen Antrag stellen:


"Die Bezirksvertretung Rodenkirchen möge beschließen:

1. Die Bezirksvertretung beauftragt die Verwaltung mit einer statistischen Erfassung der Schulschwänzer im Stadtbezirk.

2. Die Bezirksvertretung beauftragt die Verwaltung, die Schulen im Stadtbezirk anzuhalten, Maßnahmen gegen das Schulschwänzen zu ergreifen." [1]

Pro Köln beantragt > Die Bezirksvertretung beauftragt > Die Verwaltung erfasst und hält an > Die Schule ergreift: Maßnahmen.

Welche Maßnahmen? Irgendwelche halt!


Marius, Kunigunde, Ahmed und Wladimir werden beeindruckt sein. Und vielleicht fällt ja demnächst sogar 1 Job für die 4 ab.
Der Job des Stadtbezirksschulschwänzerstatistikerfassers.
Danke, "Pro Köln"!

PS: Leider, leider wird der Stadtbezirksschulschwänzerstatistikerfasser doch nicht loslegen. Denn die Bezirksvertreter lehnten den "sinnvollen Antrag" (Eigenlob "Pro Köln") ab [2]. Wieder mal gescheitert!

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