7.6.07

BIEDERMANNI LÄSST LEUGNEN

Nanu – der "Hitler von Köln" soll plötzlich nichts mehr mit "pro Köln zu tun haben"...

Eine besonders dummdreiste Lüge aus dem gestern bereits demontierten Anderegg-Interview soll dann doch noch gesondert behandelt werden. Und zwar diese Lüge:



Das alte Spielchen beginnt von vorne: Schauen wir uns das besagte Bild einfach mal an. Aus Gründen der Bequemlichkeit in der Vergrößerung:



Na, wenn erkennen wir denn da? Den Axel Reitz, alias "der Hitler von Köln". Haben wir den nicht schon einmal irgendwo gesehen? Ja, hier zum Beispiel:



Nur am Rande: Bei dem älteren Herrn an der Seite von Axel Reitz handelt es sich übrigens um den langjährigen Neonazi-Aktivisten Otto Riehs, Träger des hitler'schen Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes und (wie Reitz) Mitglied des "Kampfbundes Deutscher Sozialisten". Hier sehen wir, wie Riehl Axel Reitz im Knast besucht:



Reitz im Knast? Der Neonazi wurde unter anderem von Rechtsanwalt Markus Beisicht verteidigt. Dem Vorsitzenden von "Pro Köln". Und zwar, so Reitz, "in diversen Strafverfahren, mit welchen das System mich bedachte, als auch für ihr Mitwirken in verwaltungsrechtlichen Verfahrensangelegenheiten und Klagen gegen Verleumdungen und Lügen der Presse über meine Person". Reitz war also regelmäßiger Beisicht-Mandant.

So, und jetzt lesen Sie sich bitte die Interviewpassage ganz oben noch mal durch. Danke!

PS: Ach ja, wenn Sie die Szene auf dem BILD-Zeitungsfoto mal in ordentlicher Qualität sehen wollen, dann schauen Sie doch einfach hier vorbei.

Labels: , , , , , , , , ,

12.4.07

DIE VERSCHWÖRUNG DER FOTOGRAFEN

Die alte Leier: Biedermanni steht, unschuldig lächelnd, in der Landschaft. Neben ihm: ein rechtsextremer Strafttäter. Was kann Biedermanni dafür? Plötzlich: ein Klicken! Und schon sieht man die beiden im Stadtanzeiger. Ja, fast könnte der Eindruck entstehen, als herrschte traute Eintracht!

Reitz und Biedermanni; Biedermanni und Debie

So war es schon mit dem
Foto, das Biedermanni mit Axel "Hitler von Köln" Reitz zeigte. So ist es nun mit dem Bild von Biedermanni und dem Antwerpener Ex-Prügelpolizisten und rechtsextremen Ratsherren Bart Debie. (Antwerpen? Natürlich: der Kriminelle ist ein Ausländer. Typisch!)

Und schon wirft man sie beide in einen Topf: Biedermanni und den rechtsextremen Straftäter. Bloß, weil beide zusammen demonstriert respektive miteinander das neue Jahr gefeiert haben. Gemein!
Biedermanni verteidigt sich; hier nachzulesen

Was kann Biedermanni denn dafür, dass sich immer irgendwelche kriminellen Gestalten ins Bild drängen, wenn er fotografiert wird? Und: Geht es uns nicht allen so? Nein? Hey, Sie sind noch nie zusammen mit einem Kriminellen oder einem Neonazi fotografiert worden? Na, welch ein Zufall! Ach so, Sie haben sich einfach noch nie mit solchem Pack abgegeben...

Biedermanni wundert sich derweil: Denn Stadtkämmerer Peter Michael Soénius will sich nicht zusammen mit Rechtsextremisten ablichten lassen. Dabei müsste Biedermanni das doch bestens verstehen können. Wer, wenn nicht er?!


PS: Immer mehr Neonazis drängen ins Bild! Und Biedermanni kann nichts dagegen machen...


Neonazi-Führerin Daniela Wegner redet auf der "Pro Köln"-Demonstration am 9. März 2002.


Der als Gewalttäter vorbestrafte NPD-Aktivist Thorsten Crämer auf einer "Pro Köln"-Protestaktion im Jahr 2003. Er lässt sich nicht mit Biedermanni, sondern mit den "Pro Köln"-Aktivisten Markus Beisicht und Judith Wolter fotografieren.


15. März 2003: Demonstration von "Pro Köln". NPD-Mitglieder lassen sich frecherweise ablichten!

Labels: , , , , , , , , , , , ,

13.4.07

MANNIS NAZIS RAUS!

Gestern noch war er in den Schlagzeilen, weil er einen ausländischen Straftäter nach Köln lockte, um mit ihnen zu saufen ("Neujahrsempfang"). Heute verkündet Biedermanni:

"Pro Köln fordert, ausländische Straftäter nach der Haftverbüßung ... lebenslang die erneute Einreise nach Deutschland zu verweigern."

Frage: Soll das auch für Biedermannis Prügelfreund Bart Debie gelten? Und: Was ist mit inländischen Straftätern, zum Beispiel dem Dreifach-Mörder und dem Brutalst-Totschläger aus Biedermannis Umfeld? Was ist mit all den einschlägig vorbestraften Neonazifreunden Biedermannis, wie Axel "Hitler von Köln" Reitz und Siegfried "SS-Siggi" Borchardt? Sollen auch sie aus Deutschland rausgeschmissen werden und dann nie wieder einreisen?! Gute Idee!

3.5.07

KEINE GEWALT?

Zu seinen Mitstreitern zählten immer wieder brutale Gewalttäter [1], darunter mindestens ein Mörder [2] und ein Totschläger [3]. Zu seinen Mitstreitern zählte: Axel Reitz, der "Hitler von Köln", der damit drohte, seinen Gegnern den Kopf abzuschlagen [4].

Zu seinen Mitstreitern zählten: Der dutzendfach vorbestrafte Nazi-Schläger
Siegfried "SS-Siggi" Borchardt [5]. Und der als Rädelsführer eines brutalen Überfalls auf Besucher einer KZ-Gedenkstätte vorbestrafte Thorsten Crämer [6].

Mitunter verhöhnt er die Opfer der Gewalt seiner (Ex-)Kameraden
[7]. Obwohl er es also besser weiß, behauptet Biedermanni nun: "rechtsradikale Gewalt" gebe es "schlicht nicht", sie sei "imaginär" [8].

O-Ton Biedermanni Rouhs

Natürlich geht nicht jede rechtsextreme Gewalttat auf das Konto (ehemaliger) Biedermanni-Mitstreiter. Dafür sind es einfach zu viele. Allein in unserem Bundesland und im letzten Jahr waren es 162, jedenfalls nach Rechnung des NRW-Innenministeriums.

Das entspricht einem Anstieg um 27,5 Prozent gegenüber 2005. Und: die rechten Spinner wurden fast doppelt so oft gewalttätig wie die linken Idioten [9]. Ferner sagt NRW-Innenminister Wolf [10]:

"Der mit Abstand größte Teil der linksextremistischen Gewalttaten findet im Zusammenhang mit Demonstrationen statt - häufig solchen, die sich gegen Aufmärsche rechtsextremistischer Organisationen wenden."

Die meisten linken Gewalttaten werden also durch rechtextreme Aufmärsche provoziert*. Ohne rechte Märsche gäbe es also auch deutlich weniger linke Gewalt. Ach, um wie viel friedlicher wäre unser Land ohne Biedermanni und seine Kameraden.


* Das macht linke Gewalt natürlich nicht besser: Gewalt bleibt Gewalt!

Labels: , , , , , , , ,

19.9.07

DIE HELDEN DER HIRNTOTEN

Ein Gummersbacher Bürger bat mich um eine Einschätzung von "Pro NRW", da die "Bürgerbewegung" in seiner Heimatstadt Flugblätter verteilt hatte. Meine Antwort könnte auch für Nicht-Gummersbacher interessant sein:

Guten Tag!

Die „Bürgerbewegung pro NRW“ expandiert gerade landesweit. Jedenfalls versucht sie das. Einige wenige Kreisverbände sind im Rheinland („Rheinland-Offensive“) und im Ruhrgebiet entstanden. Im Rheinland sind bisher aber nur Ansprechpartner benannt. Das ist also (noch) keine wirklich große Sache, auch wenn sie es so darstellen. Und die übliche Papierschlacht starten.

http://biedermanni-verliert.blogspot.com/2007/09/pulver-verschossen.html
http://biedermanni-verliert.blogspot.com/search?q=oehme

Ziel ist es, in NRW flächendeckend bei der nächsten Landtagswahl antreten zu können. Zwar existieren vereinzelt auch Kreisverbände außerhalb NRWs, jedoch wurde ein strategischer Schwerpunkt auf unser Bundesland gelegt. ... „Pro NRW“ ist der Versuch, das „Erfolgsmodell“ „Pro Köln“ auf das Land zu übertragen. „Pro Köln“ gewann mit rechtspopulistischen bis rechtsextremen Parolen bei der letzten Kommunalwahl 4,7 Prozent der Stimmen. Weil ein Ratsherr der Republikaner zu „Pro Köln“ überlief, ist die Fraktion nun mit 5 Vertretern im Stadtrat vertreten. Nach jahrelanger Suche (und vielen Fehlversuchen) ist es „Pro Köln“ gelungen, mit dem Thema Islam und Islamismus – beides wird in Eins gesetzt, differenziert wird nicht zwischen Muslimen, die fünf gerade sein lassen, harmlosen Spießern und Terroristen – in die Offensive zu kommen. Bundes-, teilweise weltweites Echo (New York Times) inklusive.

Dabei wird eine europaweite Vernetzung angestrebt, unter anderem mit Parteien wie der FPÖ in Österreich und dem Vlaams Belang in Belgien.

Die „Pro“-Bewegung bezeichnet sich selbst als rechtspopulistisch. Wenn wir die „Populismus“-Definition des Fremdwörter-Duden zu Grunde legen, betreiben sie also eine „demagogische Politik mit dem Ziel, durch Dramatisierung der politischen Lage die Gunst der Massen zu gewinnen“.

Hinter der Bewegung stehen zwei langjährige Akteure der rechtsextremen Szene: der Rechtsanwalt Markus Beisicht und Manfred Rouhs, ein im Berufsleben Gescheiterter, der sich selbst als Verleger bezeichnet. Rouhs startete bei der NPD. Beide waren Funktionäre und Stadträte der Republikaner, später der Deutschen Liga für Volk und Heimat. In ihrem Umfeld agierten der spätere Dreifach-Mörder von Overath und ein brutaler Totschläger (er schändete sein bereits totes Opfer).

http://biedermanni-verliert.blogspot.com/2007/05/manni-und-der-dreifach-mrder.html
http://biedermanni-verliert.blogspot.com/2007/03/biedermanni-verhhnt-mordopfer.html
http://biedermanni-verliert.blogspot.com/2007/03/kamerad-mrder.html

Zu „Pro NRW“ strömen vor allem ehemalige Aktivisten vom rechten Rand der Republikaner, teilweise DVUler, mitunter sind in der Bewegung auch ehemalige NPDler aktiv (so der Vorsitzende von „Pro München“, dem wohl agilsten Teil der „Pro“-Bewegung außerhalb NRWs). Aber auch politisch unbedarfte Bürger, die mit einzelnen Fehlentwicklungen oder die generell enttäuscht sind, werden geködert.

Auf Demonstrationen von „Pro Köln“ stellten immer wieder NPDler und die Stiefelfaschisten der „freien Kameradschaften“ die Mehrheit der Teilnehmer. Gerne gesehen waren zumindest in der Vergangenheit solche Gestalten wie der dutzendfach vorbestrafte Nazi-Schläger SS-Siggi und Axel Reitz, der „Hitler von Köln“. Mitunter lobt man auch heute noch die deutsche Wehrmacht. Neuer Finanzier ist der Millionär und Holocaust-Leugner Günther Kissel. Und vor ein paar Tagen sollen „Pro NRW“-Kader sich mit dem stellvertretenden NPD-Bundesvorsitzenden Holger Apfel zum „Gedanken“-Austausch getroffen haben.

http://biedermanni-verliert.blogspot.com/2007/08/pro-nrw-angelt-nazi-opa.html
http://biedermanni-verliert.blogspot.com/2007/09/spitzentreffen.html
http://biedermanni-verliert.blogspot.com/2007/06/npd-biedermanni-missbraucht-uns.html

Die Liste der Beispiele ließe sich fortsetzen. Die „Pro“-Bewegung ist jedoch um ein biederes, modernes und demokratisches Image bemüht. Das steht im Widerspruch zu diversen propagandistischen Ausfällen und zu den Kontakten in das wirklich vollständig rechtsextreme Milieu, die man zu beschweigen versucht.

Man redet immer die halbe Wahrheit und nicht mehr und nicht weniger als die halbe Wahrheit. Das gilt sowohl für die behandelten Themen (reale Probleme werden aufgegriffen, vereinfacht, in das extremistische Weltbild eingepasst) als auch für die eigene politische Praxis und die eigenen „Erfolge“, die in peinlicher Weise schöngeschwätzt werden. Einige Beispiele finden Sie hier:

http://biedermanni-verliert.blogspot.com/2007/06/sterreichischer-fhrer-will-kln-retten.html
http://biedermanni-verliert.blogspot.com/2007/06/aufmarsch-der-207-heit-pltzlich-groer.html
http://biedermanni-verliert.blogspot.com/2007/05/die-schande-nimmt-kein-ende.html

Denn natürlich hat die „Pro“-Bewegung keine realistischen realpolitischen Verbesserungsvorschläge oder gar Konzepte zu bieten. ... Das hört sich alles kompliziert und widersprüchlich an. Und das ist es auch. Es ist wohl nicht ganz einfach, sich als Rechtsextremist ein demokratisches Image zu geben. Zumal, wenn ein eher Grobschlächtiger (Beisicht) und ein eher strategisch Denkender (Rouhs) um die Vorherrschaft ringen. [...]

Manch einer nimmt ihnen die biedere Propaganda ab. Man kann auch sagen: Sie sind die Helden der Hirntoten. Die Klientel beklatscht wirklich alles, was ihr dargeboten wird. Von der Erwähnung des Kölner Doms bis hin zum Eingeständnis, in der Rede gerade den Faden verloren zu haben. Ich habe es selbst beobachtet.

Die Biedermann(i)-Strategie ergibt übrigens durchaus Sinn. Ich füge an dieser Stelle eine Analyse ein, die ich neulich für eine Gewerkschafts-Zeitung schrieb:


Das Wählerpotenzial für eine autoritäre, fremdenfeindliche, kurz: rechtsextreme Partei ist nicht zu unterschätzen. Es liegt bundesweit bei rund 18 Prozent, wie Untersuchungen des Berliner Politologen Richard Stöss nahelegen.

Was wollen diese Wähler? Sie wollen keine durchgeknallten Wirrköpfe mit Glatze und Hitlergebrüll. Sondern eine scheinbar seriöse Alternative zu den „Altparteien“. Sie wollen eine Partei, die gerade noch wählbar ist. Sie wollen Rechts-Außen, aber eben keine Rechts-Draußen.

Nüchtern betrachtet: „Pro Köln“ und „Pro NRW“ haben das verstanden. Sie versuchen, sich entsprechend zu inszenieren. [...]

Also: Was tun? Es ist enorm wichtig, die pseudo-demokratische Fassade der „Pro“-Bewegung einzureißen. Ihre Kontakte zu NPDlern und Holocaustleugnern (der neue „Pro“-Finanzier und Bauunternehmer Günther Kissel!) offenzulegen. Klar.

Aber man muss auch aufzuzeigen, dass sie Absahner sind und ansonsten wenig auf die Reihe bekommen. Ein Beispiel: Die „Pro Köln“-Ratsleute verdienen recht gut an ihrer Fraktion - als Rechtsanwälte und als Druckunternehmer. Manfred „Biedermanni“ Rouhs verdient gleich dreifach: als Ratsherr, als Fraktionsgeschäftsführer und als Gelegenheitsarbeiter für den Druckbetrieb seines Rats-Kameraden Bernd Schöppe. Der wiederum lebt offenbar von Druckaufträgen, die die Fraktion – sprich: Biedermanni – ihm zuschanzt.

Sie machen genau das, was sie anderen vorwerfen, sie füllen sich selbst die Taschen. Ohne den Hauch eines Skrupels. Der Rest ist Scheitern. Peinliches Scheitern. Groteskes Scheitern! Kurz: Sie sind nicht das, wonach die potenziellen Wähler einer „seriösen“ Rechtsaußenpartei dürsten. Sie sind für ihre konkrete Klientel unattraktiv – eigentlich.

Ich kann verstehen, wenn sie sich von den Fakten erschlagen fühlen. [...]

Beste Grüße

demokrat4711


12.4.07

MANNI UND DER "ROBOCOP"

Rouhs hat sich mal wieder mit einem Schwerkriminellen umgeben. Diesmal: Ein Ex-Polizist, der Bürger zusammengeschlagen hatte, weil sie die Polizei um Hilfe baten

Zwei seiner alten Kameraden aus "Deutsche Liga für Volk und Heimat"-Zeiten sind wegen brutalen Tötungsdelikten verurteilt worden [1] [2] [3]. Sein Spezi Axel Reitz ("Hitler von Köln") verbüßt derzeit eine Haftstrafe [4]. Und auch seine Mitdemonstranten aus NPD und "freien Kameradschaften" (=Stiefelnazis) sind nicht immer zimperlich, weswegen sie mitunter hinter schwedischen Gardinen landen; als Beispiel sei nur der dutzendfach vorbestrafte Nazi-Schläger Siegfried "SS-Siggi" Borchardt [5] genannt, der mehrmals auf "Pro Köln"-Demonstrationen gerne gesehener Gast war.

Kurz: Aus unerfindlichen Gründen befinden sich immer wieder Schwerstkriminelle im Umfeld des Manfred "Biedermanni" Rouhs. Wahrscheinlich, weil Rouhs ein derart (grund-)gesetzestreuer Erzdemokrat ist...


Auszug aus einem Artikel von der "Pro Köln"-Homepage. Überschrift des Berichtes: "Spiegelbild der Gesellschaft"

Nun ist ein weiterer Fall bekannt geworden, der auch den Freunden von Law und Order nicht gefallen dürfte. Oder möchten Sie von Polizisten zusammengeschlagen werden, wenn Sie den Notruf wählen, weil irgendwelche Idioten vor Ihrem Haus randalieren? Genau solch ein Prügelpolizist [6] ist jedoch der Antwerpener Stadtrat Bart Debie, der beim diesjährigen Neujahrsempfang [7] von "Pro Köln" kräftig mitfeierte (siehe Bild!).
Sage und schreibe 27 Opfer zeigten Debie an. Wobei die Dunkelziffer hoch sein dürfte. (Gehen Sie mal zur Polizeiwache und erstatten Sie Anzeigen gegen einen Kollegen des wachhabenden Beamten.) Debie, Aktivist der "Pro Köln"-Freundespartei "Vlaams Belang", wurde jedenfalls nun zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt. Die wurde zur Bewährung ausgesetzt. Glück gehabt: In Deutschland wäre Debie achtkantig im Knast gelandet. Denn das härtere deutsche Recht sieht Bewährung bei derart hohen (Gesamt-)Strafen nicht vor.

Auszug aus dem Artikel des Stadtanzeiger

Für Debie ist all das kein Grund, sich aus der (rechtsextremen) Politik zurück zu ziehen: Er will nun richtig Karriere machen. "Pro Köln" intensiviert derweil seine Kontakte zu rechten Kameraden im deutschsprachigen Ausland
[8]:



Wahrscheinlich werden sie wieder gegen die ausufernde Kriminalität wettern, die sauberen Damen und Herren.

12.9.06

SANG- UND KLANGLOS

Niederlage auf Niederlage: Biedermannis Abstieg zeichnet sich nicht nur zwischen den Zeilen ab

Machtlosigkeit schmerzt. Vor allem dann, wenn man sich zu Höherem berufen wähnt. So wie "Pro Köln"-Boss Biedermanni Rouhs. So weit, so nachvollziehbar. Aber hat der Rechtsextremist wirklich geglaubt, die "Altparteien" würden über jedes Stöckchen springen, das er ihnen hinhält? Oder warum macht er aus jedem abgelehnten Schwachsinns-Antrag in irgendeiner Bezirksvertretung ein solches Drama*?


Ein Bild aus "besseren" Tagen: Rouhs und der Neonazi Axel Reitz, der mittlerweile eine Haftstrafe verbüßt

Nein, es steht offenbar nicht gut um Biedermannis Seelenleben. Neuerdings bezieht er seine Erfolgserlebnisse "zwischen den Zeilen" einer "links-alternativen 'tageszeitung'" (O-Ton Rouhs)**. Und offenbar vertraut Biedermanni nimmer mehr auf die eigene Kraft. Unlängst verkündete er: "Da müssen schon auswärtige Massenmedien Druck machen und auf Aufklärung drängen, bevor sich etwas bewegt."***

Hintergrund: Mal wieder war ein "Pro Köln"-Antrag sang- und klanglos im Papierkorb gelandet. Nicht zuletzt dürfte die Porn-Köln-Affäre ihm nicht zum Nutzen gereicht haben. Ach ja, und neuerdings muss "Pro Köln" eine Achtzigjährige in die Bezirksvertretung Kalk entsenden, weil ein Gefolgsmann von der Fahne sprang...

Niederlagen über Niederlagen! Langsam könnte Biedermanni einem fast Leid tun. Wenn er nicht solch ein Strolch wäre...

* Aktuelles Beispiel: "Pro-Köln-Antrag auf Ortsbesichtigung abgelehnt" Eintrag auf der "Pro Köln"-Homepage vom 11. September.
** "Bürgerbegehren liegt CDU schwer im Magen". Eintrag auf der "Pro Köln"-Homepage vom 7. September.
*** "Wie der 'Stadt-Anzeiger' manipuliert". Eintrag auf der "Pro Köln"-Homepage vom 10. September.