22.3.08

SAUBERMANNIS SECHSTER JOB



Setzt Biedermanni nun auf offenen Betrug von Anlegern? Sein neues Projekt GEWINNBEREICH.DE klingt jedenfalls reichlich dubios

Biedermanni Rouhs knechtet bekanntlich als
"Pro Köln"-Fraktionsgeschäftsführer, als (Selbst-)Verleger, als Herausgeber des Magazins NATION24, ferner als Internet-Service-Anbieter sowie als Gelegenheitsmitarbeiter für seinen Parteifreund Bernd "Bernibär" Schöppe. Doch von fünf Jobs allein kann er offenbar nicht leben. Working Poor nennt man Menschen wie Biedermanni in den USA.


***

Nun hat Biedermanni einen sechsten Strohhalm ergriffen. Gewinnbereich.de heißt sein neues Projekt. Und es klingt windig. Verdammt windig...

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Gewinnbereich.de: Durchschauen Sie die Strategie?

Offen gestanden: So ganz verstanden habe ich nicht, welchen Service mir Biedermanni anzubieten trachtet. Offenbar geht es um Geldanlage ("Wir sind derzeit für den DAX mittelfristig bärisch, langfristig aber bullisch eingestellt.").
Geld anlegen? Natürlich bei Biedermanni. Im Gegenzug wird Biedermanni , na klar, meinen "Barbestand ... mit 3,00 Prozent verzinsen", möglicherweise pro Monat, möglicherweise pro Jahr ...

... möglicherweise aber überhaupt nicht. Denn
Biedermanni behauptet eine ganze Menge, so auch, dass er einen Mitarbeiter in Asien beschäftige:



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Sorry, Biedermanni, aber Hooi Ling Soh sieht so aus:



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5.12.07

GUTES GESCHÄFT?

Der Mann in der Robe gibt nicht auf

"Pro Köln"-Vorsitzender Markus Beisicht hat nach seiner gestrigen Niederlage vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf angekündigt, nun vor das Oberverwaltungsgericht Münster und notfalls "bis vor das Bundesverfassungsgericht" ziehen zu wollen. Beisicht: "Der Prozeß wird voraussichtlich mehrere Jahre dauern."

Und nehmen wir an, das Bundesverfassungsgericht würde im Jahre 2011 dem Ansinnen der "Bürgerbewegung" tatsächlich entsprechen: Was passiert dann? Dann, ja dann darf das Land NRW seine Verfassungsschutzberichte der Jahre 2005 und 2006 nur verbreiten, wenn vorher die Passagen über "Pro Köln" geschwärzt oder entfernt wurden. Ein Wahnsinns-Erfolg!

Und ein Mann wird sich an an dieser schwachsinnigen juristischen Auseinandersetzung dumm und dämlich verdienen: Markus Beisicht, der gestern in Düsseldorf eine Robe trug. Weil er vor Gericht nicht als Vorsitzender, sondern als Rechtsvertreter von "Pro Köln" agierte. Klingel, Kasse, klingel!

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21.10.07

KEINE WERBUNG

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3.10.07

FREIHEIT IST IMMER DIE FREIHEIT DES ANDERSDENKENDEN

Neue Fakten über das "Dienstagsgespräch" zwischen "Pro NRW"-Spitzen und dem NPD-Vize-Bundesvorsitzendem Holger Apfel berichtet heute der STADTANZEIGER. Gegenüber der Lokalzeitung bestätigt "Pro NRW"-Boss Markus Beisicht seine Teilnahme an besagtem Treffen, das am 11. September stattfand. Natürlich hat der Jurist eine brillante Erklärung parat, warum er vor Ort war; laut STADTANZEIGER diese:

Nach eigener Aussage ist Pro-Köln-Chef Beisicht bei der Veranstaltung nur deshalb gewesen, weil er [Organisator] Hans-Ulrich Pieper anwaltlich vertrete. Zu dem Treffen sei er nur gekommen, weil der Bayer-Konzern dem Zirkel kurzfristig Hausverbot erteilt habe.

Schon klar, Pieper ruft also Beisicht an und spricht: "Hallo Markus, ich mache da diese Veranstaltung mit Holger Apfel. Doch der Wirt bereitet uns Probleme."

Und Beisicht fragt: "Holger Apfel, der stellvertretende NPD-Vorsitzende? Der Holocaust-Verharmloser?"

Pieper: "Genau, Holger Apfel halt."

Beisicht: "Sei's drum. Sofort eile ich herbei, damit die Veranstaltung mit Apfel stattfinden kann. Zwar lehne ich die extremistischen Positionen dieses Herrn ab. Aber frei nach Voltaire würde ich jederzeit mein Leben dafür hergeben, damit er sie frei und offen äußern kann. Deine Zustimmung voraus gesetzt, bringe ich noch ein paar politische Freunde mit, die mich bei der Erfüllung meiner anwaltlichen Pflichten unterstützen."

Klar, das ist völlig plausibel. Dank Beisichts Intervention konnte Apfel dann reden, auch wenn, so zumindest die Darstellung des STADTANZEIGERS, die Rechtsdraußen-Versammlung nach Dormagen ausweichen musste. Und was sagt Beisicht über die "Dienstagsgespräche"? Nun:

Die „Dienstagsgespräche“ bezeichnete Beisicht als „eigentlich seriösen Kreis“, bei dem jüngst auch CDU-Politiker Rudi Pawelka und andere Vertreter aus Politik und Wirtschaft gesprochen hätten. „Bei interessanten Referenten“ besuchten auch Pro-Köln-Vertreter die Gesprächsrunde. Pro Köln bekenne sich zum Grundgesetz, inhaltlich gebe es „völlige Gegensätze zur NPD“.


Zu den "völligen Gegensätzen" zwischen "Pro NRW" und NPD siehe auch:
  • ROUHS' REVOLUTIONÄRE. Wie nahe stand der "Pro Köln"-Ratsherr dem rechten Flügel der rechtsextremen NPD?

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2.10.07

"PRO"-KADER OEHME: JOB LOS!

Vor einiger Zeit enttarnte ich den "Pro"-Kader Klaus Oehme als angestellten Fahrlehrer. Das war insofern erwähnenswert, als Oehme im "'Arbeitskreis Aktiver Mittelstand' im Rahmen der Bürgerbewegung pro Nordrhein-Westfalen" aktiv ist, also vorgibt, Unternehmer zu sein. Damit habe ich der Fahrschule, für die Oehme tätig war, leider eine Menge Ärger bereitet. Deren Boss schreibt mir heute:

Mittlerweile muss ich mich vor meinen Fahrschülern bzw. vor deren Eltern rechtfertigen.

Liebe Fahrschüler, liebe Eltern, offenbar besteht kein Grund mehr zur Sorge. Denn der Fahrschulboss schreibt ferner:

An der Stelle möchte ich noch erwähnen, dass Herr Oehme in meiner Fahrschule lediglich sporadisch zum Einsatz kommt... Abgesehen davon ... habe ich Herrn Oehme gebeten, bis zur Aufklärung dieser Angelegenheit bis auf weiteres seine Tätigkeit in meiner Fahrschule einzustellen. Den Hinweis, dass Herr Oehme bei mir tätig ist, habe ich entfernt.

Gut so! Indes: Ob es da noch etwas zu klären gibt, sei dahin gestellt. Oehme ist jedenfalls mittlerweile einer der Motoren beim Aufbau der "Pro"-Partei in der Region Oberbergischer Kreis. Auf der "Pro NRW"-Homepage heißt es:

Für die Koordination der politischen Arbeit auf Kreisebene konnten gleich drei engagierte Ansprechpartner gewonnen werden: Der ehemalige Vorsitzende der Jungsozialisten in Radevormwald, Armin Weyrich, der selbstständige Abfalltechniker Klaus Oehme aus Marienheide und der 53jährige Udo Schäfer. Zusammen werden sie der Bürgerbewegung pro NRW im Oberbergischen ein Gesicht geben und für den Aufbau des Kreisverbandes zuständig sein.


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1.10.07

"PRO"-MANN: LIEBER BADEMEISTER ALS RATSHERR

Wieder mal entpuppt sich ein Biedermanni-Kamerad als wahre Geistesgröße und als tadelloser Politiker, der an sich selbst zuletzt denkt

Er ist Mitglied des Rates der Stadt Hambühren: Lars Seidensticker, Boss und wohl einziges Mitglied von "Pro Hambühren - Liste Seidensticker". Aber will er auch Ratsherr
bleiben? Offenbar nicht. Wie die CELLISCHE ZEITUNG berichtet, will Seidensticker lieber einen Job aufnehmen:

Das Hambührener Ratsmitglied Lars Seidensticker möchte offenbar Schwimmmeister im Strandbad Ovelgönne werden. Das hat der parteilose Hobbypolitiker dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Hans-Günter Siewerin während eines längeren Telefonats mitgeteilt. „Er hat mir gesagt, dass wir ihn damit im Rat los wären, da er dann als Mitarbeiter der Verwaltung sein Mandat niederlegen müsste”, sagte Siewerin gestern der CZ.


Und das Blatt fährt fort:

Auch [FDP-Fraktionsvorsitzender Dietrich Salzwedel] hatte schon von dem Gerücht gehört, dass Seidensticker gerne Schwimmmeister werden und dafür seine Ratstätigkeit aufgeben würde. „Dass er diesen Kuhhandel anbietet, disqualifiziert ihn. Das ist keine vernünftige Lösung“, sagte Salzwedel.


"Pro"-Aktivist Seidensticker dementiert, wenn auch nur halbherzig:

Seidenstickers Reaktionen reichten gestern chronologisch von „Unfug, ich habe doch nur das Silber-Abzeichen“ über „Das Strandbad ist ja gar nicht so weit von mir zuhause entfernt“ und „Wenn die mich haben wollen, dann werde ich mir das noch mal durch den Kopf gehen lassen“ bis hin zu der Erwägung, Anzeige gegen Siewerin wegen „übler Nachrede“ zu erstatten.

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22.8.07

"KEINE BEWEISE GELIEFERT"

Wie sich die "Pro Köln"-Fraktionsvorsitzende Judith Wolter in der brandenburgischen Provinz blamierte

Kleiner Ratschlag für Neonazis aus den fünf neuen Bundesländern: Wenn Sie in einen Gerichtsprozess anstrengen, dann lassen sie nicht extra eine Rechtsanwältin aus Köln einfliegen. Auch dann nicht, wenn die Dame für eine rechte Szene-Kanzlei arbeitet. Es könnte peinlich werden. Engagieren Sie einfach einen halbwegs erfahrenen Anwalt aus der Region. Einen, der beispielsweise weiß, wie man vor Gericht belegt, dass Sie nicht vorbestraft sind. Einen, der Sie daran erinnert, das polizeiliche Führungszeugnis einzupacken. Kurz: Einen Anwalt, der sein Handwerk gelernt hat. Sie verstehen nur Bahnhof? Dann lesen Sie doch einfach die Märkischische Allgemeine vom heutigen Tage:

Nicht auf politischem Terrain, sondern vor Gericht trafen sich gestern zwei Mitglieder des Prignitzer Kreistages. Mario Schulz – vormals für die NPD in diesem Gremium – hatte eine einstweilige Verfügung gegen Bärbel Treutler (Bündnis 90/Die Grünen) angestrebt. Er wollte erreichen, dass diese nicht mehr behauptet, er sei vorbestraft.

Schulz Anwältin ist niemand anderes als Judith Wolter. Vorsitzende der "Pro Köln"-Ratsfraktion. Hürde Nummer eins: Wolter muss nachweisen, dass Bärbel Treutler tatsächlich Derartiges über ihren, Wolters, Mandanten behauptet hat. Doch, oh weh! Wolter scheitert:

Richterin Ingelore Scharlott machte zu Beginn deutlich, dass Schulz’ Anwältin Judith Wolter in ihrem Antrag keine Beweise geliefert hatte, die geeignet wären, Bärbel Treutler einer falschen Tatsachenbehauptung zu überführen. Wolter, Vize-Vorsitzende der "Bürgerbewegung pro Köln", die sich aus Ex-Mitgliedern von NPD und Republikanern rekrutiert, hatte aus einer Anfrage Treutlers im Kreistag zitiert, in dem diese Mario Schulz aber nicht namentlich nannte.

Tja, hätte Madame Wolter mal besser ihre Akten studiert. Statt immer nur auf die populistische "Pro"-Pauke zu hauen. Doch weiter im Text der Märkischen Allgemeinen:

Nach einer kurzen Absprache mit ihrem Mandanten verkündete Judith Wolter, sie bleibe bei ihrem Antrag. Nachdem [Wolter] die Vorwürfe gegen Bärbel Treutler konkretisiert hatte, wollte die Richterin wissen, wie es denn tatsächlich um den Leumund ihres Mandanten bestellt sei. "Wir haben hier nur eine eidesstattliche Versicherung vorliegen, dass er nicht vorbestraft ist. Aber wenn sich zwei Parteien in einem Rechtsstreit befinden, ist dies kein heiligmachendes Beweisstück", meinte sie.

Ich kann diese Rechtsposition gut nachvollziehen. Auch als Nicht-Jurist. Was wird Wolter nun tun? Das:

Judith Wolter räumte ein, dass Schulz in erster Instanz verurteilt wurde (Das Amtsgericht Perleberg erlegte ihm wegen Volksverhetzung eine Haftstrafe von 14 Monaten zur Bewährung auf). Laut der Anwältin wird es aber im Dezember ein Berufungsverfahren geben.

Er wird es verlieren. Wenn er wieder die Wolter engagiert. Doch das ist Schnee von morgen. Zurück zum aktuellen Verfahren:

Das von der Richterin erbetene Führungszeugnis konnte [Wolter] jedoch nicht vorweisen. Auf Wolters Frage, weshalb denn der Kläger seine Unschuld beweisen müsse, entgegnete die Richterin, dass nicht die Beklagte, sondern nur er in der Lage sei, diesen Nachweis zu erbringen.
Hätte Wolter solche Fragen mal besser an der Uni gestellt. Spätestens im zweiten Semester! Die Märkische Allgemeine, lakonisch:

Das Urteil wird für nächste Woche erwartet.

Wird Judith Wolter siegen? Man darf gespannt sein. Zumindest, wenn man Judith Wolter heißt.


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1.8.07

BIEDERMANNI AUF LINIE GEBRACHT

Bundesmanni war gestern: Manfred Rouhs wird zum Wahlkampfleiter in NRW degradiert

Kaum ist man mal kurzzeitig außer Landes, schon überschlagen sich die Ereignisse. Kann man "Pro Köln" denn keine fünf Minuten alleine lassen? Die "Bürgerbewegung" vermeldete gestern, dass Biedermanni jetzt auch ein "Pro NRWler" sei:

Mit dem heutigen Datum ist nunmehr auch der Verleger und pro-Köln-Fraktionsgeschäftsführer Manfred Rouhs dieser landesweiten Initiative beigetreten.

Warum erst jetzt? Und: Warum ist das bemerkenswert? Nun, in der "Pro"-Bewegung tobt in strategischer Hinsicht ein Kampf zweier Linien: Soll der Revolutionsexport des "erfolgreichen Modells pro Köln" über die Bundes- oder die NRW-Linie erfolgen? Nun haben sich die NRWler um Markus Beisicht offenbar durchgesetzt. "Konzentration der Kräfte" und "Vorfahrt für pro Köln und pro NRW!" heißt das auf der "Pro Köln"-Homepage.

Die "gesamte pro-Köln-Führungsmannschaft" (inklusive Biedermanni) treibe jetzt "die Entwicklung von pro NRW zu einem handlungsfähigen politischen Verband aktiv voran". Wobei Biedermanni "personelle und finanzielle Ressourcen einbringen" wolle. Finanzielle Ressourcen? "Pro NRW" scheint's nötig zu habe, wenn der Laden selbst beim erfolglosen "Selbstverleger" Biedermanni schnorren muss...

Dieser Kampf zweier Linien ist zugleich ein Macht-, ja ein Hahnenkampf. Wer hat künftig das Sagen: Biedermanni oder Beisicht? Biedermanni ist Bundesvorsitzender von "Pro Deutschland", Beisicht Vorsitzender von "Pro NRW". Nun tritt Biedermanni einen demütigenden Canossa-Gang an, um sich im zweiten Glied einzureihen. Er, der Bundesboss, muss nun "eindringlich die Wichtigkeit der politischen Arbeit für Nordrhein-Westfalen" betonen.

Biedermanni mutiert zu einer Art Wahlkampfleiter für die nächste Kommunal- und Landtagswahl. Welch' ein Abstieg!

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20.7.07

BERNIEBÄR, DER BOSS DES BOSSES

Hand in Hand für den Mittelstand: Klaus Oehme und Bernd Schöppe, einziges Mitglied respektive Sprecher des "Arbeitskreises Aktiver Mittelstand"

Jetzt ist es soweit: die "Pro"-Bewegung hat ihren ersten Weltrekord aufgestellt! Am gestrigen Donnerstag wurde aus ihren Reihen die kleinste Unternehmerlobby aller Zeiten gegründet. Sie nennt sich "'Arbeitskreis Aktiver Mittelstand' im Rahmen der Bürgerbewegung pro Nordrhein-Westfalen". Und umfasst exakt exakt zwei Personen: einen Sprecher und ein einfaches Mitglied.

Der AK-Sprecher ist niemand anderes als Bernd M. Schöppe, Lesern dieses Blogs unter seinem Spitzamen Berniebär bekannt. Über ihn heißt es in einer Pressemitteilung zur AK-"Gründungsversammlung":

"Der 35jährige selbstständige Mediendienstleister ... kennt die Probleme des Mittelstandes in Nordrhein-Westfalen aus eigener Erfahrung."

Das kann man in der Tat fast so sagen. Denn Berniebär verweist auf der Homepage seines "Medienservice Bernd M. Schöppe" auf exakt ein Referenzprojekt. Ansonsten erledigt er die Layout- und Druckarbeiten von "Pro Köln". Er hat also offenbar genau zwei Kunden. Kein Wunder, dass er da nur einen Gelegenheitsarbeiter beschäftigen muss: Manfred "Biedermanni" Rouhs.

Bernd Schöppe leitet also einen 1,5-Mann-Betrieb. Und damit das kleinste mittelständische Unternehmen aller Zeiten. Hurra, schon wieder ein Weltrekord!

Siehe auch: ZWEI FÜHRER FÜR BERNIBÄRCHEN

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16.7.07

KLEPTOMANNI: FAST ALLES GEKLAUT

Die meisten Texte seiner Postille NATION 24 klau(b)t Biedermanni sich im Internet zusammen. Seine Quellen legt er nur im Ausnahmefall offen

Ich habe mir einfach mal Zeit genommen, um einige weitere, wenn auch durchaus nicht alle Textpassagen aus Biedermannis Stinkkäseblatt NATION24, Heft 155, zu googeln. Und siehe da: nicht nur der (übrigens auf der Titelseite groß angekündigte) Artikel zur Ausstellung "Wege des Lebens" ist zusammengeklaut.

Nein, nach dem Prinzip "Kopieren und Einfügen" sind weite Teile des Heftes entstanden. So die Rezension des Filmes "Knallhart", bei der lediglich die Überschrift ("Multi-Kulti-Gewalt in Berlin-Neukölln") von Biedermanni stammt. Oder nehmen wir nur die folgende Passage aus NATION 24:




Wo hat er denn das her? Na, aus einer Rede von Verena Metze-Mangold, ihres Zeichens Vizepräsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission. Wortwörtlich übernommen!

Auch bei der leicht irren "INITIATIVE Information – Natur – Gesellschaft Oberwang" bedient sich Biedermanni. Auf der Initiativen-Homepage lesen wir:

Die Politik der kommissarischen Brüsseler Zentralgewalt läuft auf die Zerstörung einer funktionierenden Nahversorgung und auf die schrittweise Zerstörung der Ernährungsgrundlagen der Völker hinaus.

Biedermanni "schreibt" in NATION 24:



Auch den Rest "seines" Bauernsterben-Textes hat Biedermanni "übernommen", was er natürlich beschweigt. Gleichwohl: Manchmal legt Biedermanni seine Quellen offen. So druckt er über beinahe zwei Seiten (!) eine Internet-Debatte über ein Computerspiel nach. Ohne zu behaupten, dass dieses sinnlose Geschwafel von ihm, Biedermanni, stamme.

Zwei Seiten Geschwätz! So kann man natürlich auch den Platz zwischen der (Eigen-)Werbung füllen. Und weiter geht's: Biedermanni präsentiert uns "Sieben Wahrheiten über Ausländer-Politik“. Immerhin mit Quellenangabe:




Über fast eine Druckseite erzählt Biedermanni diese "Wahrheiten" aus der BILD-Zeitung nach. Und er ergänzt sie um eigene "Gedanken". Was dabei herauskommt, sind Sentenzen wie diese:

Jeder Fernsehzuschauer, der auch nur eine einzige Folge von "XY ungelöst" gesehen hat, weiß, daß Ausländer unter den Straftätern in Deutschland überrepräsentiert sind. "Bild" weist zudem auf den sehr hohen Ausländeranteil bei Kapitalverbrechen hin[.]

BILD lesen, Aktenzeichen XY schauen: manch ein Idiot zimmert sich so ein Weltbild zusammen. Die wenigsten Idioten aber schmieren mit darauf basierenden "Erkenntnissen" eine Zeitung voll. Nennen sie NATION 24. Und verkaufen sie dann zum Stückpreis von 3,75 Euro.

Das Schlusswort überlasse ich dem – ausnahmsweise mal die ganze Wahrheit aussprechenden Biedermanni:



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SCHÄM DICH, KLEPTOMANNI!

Gestern schrieb ich bezogen auf einen Artikel in Biedermannis Postille NATION 24, "dass Biedermanni ganze Passagen von der renomierten Wissenschafts-Homepage ARCHÄOLOGIE ONLINE klaute. Wortwörtlich. Nach dem Prinzip: Kopieren und Einfügen."

Heute stelle ich fest: Auch der Rest des Textes ist geklaut. Bestohlen wurden der Arbeitskreis selbstständiger Kulturinstitute (siehe hier!) und das Deutsche Hygiene-Museum Dresden (siehe: da!). Biedermanni hat also Textpassagen von drei Homepages entnommen, und zwar wortwörtlich, hat sie zu einem "neuen" Text zusammengefügt und so getan, als sei es sein eigener. Nein, wie preiswert!

Kein Wunder, dass dieser Text sich in punkto Niveau so wohltuend von dem restlichen Geschreibsel in Biedermannis Stinkkäseblättchen abhebt. Biedermanni? Man könnte ihn auch Kleptomanni nennen.

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15.7.07

BIEDERMANNI KANN'S NICHT LASSEN...

Auszug aus Biedermannis Postille NATION 24: die weiß unterlegten Text-Passagen sind nicht geklaut

Die Älteren unter uns werden sich noch an die "Porn Köln"-Affäre erinnern: im September letzten Jahres wurde die "Pro Köln"-Postille OBJEKTIV mit dem Foto eines tschechischen (!) Soft-Porno-Modells aufgepeppt. Überschrift: "Deutsch (!) ist geil."
Honorar: Fehlanzeige.

Kurz darauf wurde Biedermanni erneut beim Stehlen ertappt.

Nun ergab meine Recherche, dass Biedermanni ganze Passagen von der renomierten Wissenschafts-Homepage ARCHÄOLOGIE ONLINE klaute. Wortwörtlich. Nach dem Prinzip: Kopieren und Einfügen. Ein klarer Verstoß gegen das Urheberrecht!

3,75 Euro müssen die Leser für ein NATION24-Heft berappen – plus Versandkosten. Was bekommen Sie im Gegenzug geboten?

Offenbar benötigte Manni ein wenig (wissenschaftliche) Substanz für sein Blättchen NATION 24. Oder war er es satt, das Heft im Alleingang voll zu schmieren?

Wie auch immer: Den beklauten Archäologen-Text finden Sie jedenfalls hier. Eine Datei, die die geklauten Textpassagen (gelb angemarkert!) aufzeigt, mögen Sie sich hier angucken. Und wenn Sie – warum nicht? – Biedermannis Stinkkäseblatt gerne im Original lesen möchten: bittesehr!

Wenn der Bock zum Gärtner wird: Biedermanni wettert gegen Eigentumsdelikte

Übrigens, die beklauten Forscher sind informiert. Vielleicht werde ich demnächst über ihre Reaktionen berichten...

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27.6.07

WER FINANZIERT DIE "PRO"-PAGANDA?


»Ey, haste mal einen Euro? Nee, nee, nicht zum Versaufen. Bloß für'n paar zehntausend Flugblätter. Ehrlich!«

Laut Biedermanni hat die "Bürgerbewegung Pro Köln" exakt 259 Mitglieder. Gleichzeitung leistet sie sich immer wieder enorme Materialschlachten:

  • Verschickt mehrfarbige Zeitungen "an alle Mitglieder, Freunde und Unterstützer".
  • Lässt ein "neues Selbstdarstellungsflugblatt" drucken und verkündet: "Insgesamt 100.000 Stück werden in den nächsten Monaten in die Massenverteilung gehen."
  • Verteilt, wenn auch oft erfolglos, die "Schülerzeitung Objektiv" an dutzenden Kölner Schulen.
  • Schreibt nach der großen "Panne beim Bürgerbegehren": "100.000 zusätzliche Flugblätter sind bereits im Druck."

Mal eben so! Und das sind nur einige, willkürlich heraus gegriffene Beispiele.
Selbst wenn diese Zahlen (deutlich) zu hoch angesetzt sein sollten, wovon auszugehen ist, muss doch eine Frage gestattet sein: Ist das nicht ein enormer Papierausstoß für eine 259-Männeken-Partei?

Denn es fallen ja immer Kosten für den Mehrfarb-Druck und oft für Porto an. Tausendfach. Da nützt es dann auch wenig, wenn bei den Honoraren für abgebildete
Pornomodels eisern gespart wird...

Also, her mit der Wahrheit, Biedermanni: Woher kommt all das Geld, das Sie verpulvern? Treibt "Pro Köln" dermaßen viele Spenden beim Kölner Normalbürger ein? Dann wäre die "Bürgerbewegung" ein Unikat. Denn die etablierten Parteien werben ja nicht umsonst – legal oder illegal – so gerne (Dankeschön!-)Spenden der Wirtschaft ein...

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15.6.07

BYE-BYE, BIEDERMANNI!

Könnte sein: Samstag fällt sein letzter Vorhang. Könnte sein: niemand klatscht

Er schien sein Lebens-Thema gefunden zu haben. Endlich: Nach all den Jahren voller Irrungen und Wirrungen [1]! Doch am Samstag verschießt Biedermanni Rouhs die letzte Kugel seines Revolvers. Denn: Was soll nach dem gescheiterten Bürgerbegehren [2], dem von vielen als peinlich empfundenen Aktionen auf der Bürger-Anhörung [3] und, schlußendlich, dem sich abzeichnenden Schweigemarsch-Fiasko am Samstag noch kommen? Etwa "Plätzchenbacken gegen die Großmoschee"? Falls ja: das kann Regina Wilden [4] besser.

***

Zur Erinnerung: Biedermanni, der Größttöner, der mittlerweile bundes-, ja europaweit für seinen Aufmarsch wirbt, hat bei der Polizei 200 Teilnehmer angekündigt [5]. In Worten: zweihundert. Biedermannis Kampf gegen die "Großmoschee" ist, so darf man nüchtern feststellen, gescheitert. Und Biedermanni hat nur Eines erreicht: Wer heute Kritik an dem Moschee-Projekt äußert, und sei sie auch plausibel, der wird in die Schmuddelecke gestellt. Wo Biedermanni schon auf ihn wartet.

***



Frage: Besitzt Biedermanni noch einen Funken Ehre, einen letzten Rest an Selbstachtung? Falls ja, so wird er am Samstag Nachmittag seinen Rückzug aus der "Politik" erklären, sein Ratsmandat niederlegen. Unmittelbar nach dem (Ab-)Marsch. Und dann? Mein Rat an Biedermanni lautet: Ich würde es an seiner Stelle mal mit ehrlicher Arbeit probieren. Auch wenn das eine Premiere für ihn wäre [6]...


***


Biedermannis Abgang könnte schmählich ausfallen: Verhöhnt werden wird Biedermanni von tausenden Kölnerinnen und Kölnern. Die Gewerkschaften mobilisieren [7]. Schüler und Studenten werden auf die Straße gehen [8]. (Gewiss: es werden vereinzelt auch ein paar Gestalten gegen Biedermanni demonstrieren, in deren Nähe man lieber nicht gesehen werden möchte. Das wird jedoch die wenigsten Bürger daran hindern, ihren demokratischen Pflichten nachzukommen.)
Verhöhnt werden wird Biedermanni aber auch von den Delegationen seiner Möchtegern-Schwesterparteien FPÖ (Österreich) [9] und Vlaams Belang (Belgien) [10]. Von den mitmarschierenden Stiefelnazis [11] sowieso. Die mögen nämlich keine Weicheier.

***


Übrigens, die "Pro Köln"-Kameraden rechnen Biedermannis Beitrag zum Parteiaufbau mittlerweile klein (ohne Not?). Aus einem Interview [12] mit dem "Pro Köln"-Vorsitzenden Markus Beisicht:

Welche Rolle spielte der pro Köln Fraktionsgeschäftsführer Manfred Rouhs bei der pro Köln Gründung?

Beisicht: Am Anfang lediglich eine rudimentäre. Er leistete aber später als Schatzmeister wertvolle Dienste bei der Finanzierung des Kommunalwahlkampfes im Jahre 2004. Darüber hinaus unterstützt er erfolgreich die Arbeit der Ratsfraktion als deren Geschäftsführer.

***

Ehrliche Arbeit? Das schadet im Zweifelsfall nix, Biedermanni! Alle weiteren Infos erhalten Sie bei der Arbeitsagentur Ihrer Wahl.



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11.6.07

20 Prozent? Drei Prozent!

Haben Sie's gelesen? Biedermanni frohlockt heute:



Ach ja, die Parlaments-Wahlen in Belgien. Und Biedermannis Sehnsuchtspartei, die Rechtsdraußen vom "Vlaams Belang", errangen also 20 Prozent aller Stimmen? Das suggeriert Biedermanni. Gleichwohl: Ist es nur die halbe Wahrheit. Denn nicht ein Fünftel der Belgier, sondern ein Fünftel der Flamen stehen hinter dem Vlaams Belang.

Was der übliche "Pro Köln"-Fan (bekanntlich selten der Hellsten einer...) leicht überlesen dürfte. "Pro NRW"-Vorsitzender Markus Beisicht setzt noch Einen oben drauf: Er gratuliert den flämischen Kameraden zum (drunter macht er's nicht!) "fuliminanten Wahlsieg".

Nun ja: 20 Prozent der Stimmen zu erringen und zweitstärkste Partei in einem Teil des Landes zu werden: das kriegt selbst die SPD in Bayern hin. Dennoch würde niemand die Bajuwaren-Sozis als Wahlsieger feiern...

Aber: Wirklich belangreich dürfte für Biedermanni und Co. eher eine
andere Meldung sein. Eine Meldung aus dem heimischen Nordrhein-Westfalen:

Die Aufwandsentschädigung für nordrhein-westfälische Kommunalpolitiker wird ab dem 1. Juli um drei Prozent erhöht. Der Kommunalpolitische Ausschuss des Land-tags hat einem entsprechenden Vorschlag des Innenministeriums jetzt zugestimmt.

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1.6.07

VETTERNWIRTSCHAFT WAR GESTERN


Oder: Wenn die Kasse zwei Mal klingelt

Die Kanzlei des Rechtsanwalts
Markus Beisicht beantragt den Erlass einer einstweiligen Verfügung [1]. Antragstellerin ist "Bürgerbewegung pro Köln e. V., vertreten durch den Vereinsvorsitzenden, Herrn Markus Beisicht."

Zu den beiden Verfahrensbevollmächtigten zählt der Rechtsanwalt
Markus Beisicht. Die Antragstellerin "Pro Köln" behauptet in dem Antrag, sie wolle den Publizisten Ralph Giordano keineswegs töten. Im Wortlaut:
Keinesfalls würde die Antragstellerin [also "Pro Köln"], oder Mitglieder bzw. Vorstandsmitglieder von dieser, den Antragsgegner [Giordano] am liebsten in eine Gaskammer stecken, wenn sie könnte, wie sie wollte. Auch hegt die Antragstellerin keinerlei andersgeartete Absichten, dem Antragsgegner das Leben zu nehmen.

Belege? "Vorlage einer eidesstattlichen Versicherung des Vorsitzenden der Antragstellerin". Der Vorsitzende der Antragstellerin heißt:
Markus Beisicht.

Weiter im Text: "Mit Schreiben ihrer Verfahrensbevollmächtigten [also u.a.
Markus Beisicht] vom 23.05.07 hat die Antragstellerin [Vorsitz: Markus Beisicht] den Antragsgegner abgemahnt und aufgefordert, zur Vermeidung einer gerichtlichen Auseinandersetzung eine Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung abzugeben."

Gezeichnet: Judith "Wolter, Rechtsanwältin" in der Kanzlei des Markus Beisicht, zugleich Vize-Vorsitzende der "Bürgerbewegung Pro Köln". Und damit Stellvertreterin von –
Markus Beisicht.

Daraufhin nimmt Giordano seine Äußerungen zurück. Was der "Pro Köln"-Vorsitzende
Markus Beisicht wie folgt kommentiert: "Die Reue kam spät und nicht von Herzen. Zudem weigert sich Giordano, die fälligen Anwaltskosten zu bezahlen, so daß der Rechtsstreit wohl seine Fortsetzung finden wird."

Wer will die fälligen Anwaltkosten kassieren, die entstanden, weil "Pro Köln" (Vorsitzender: Markus Beisicht) die Anwaltskanzlei des Markus Beisicht beauftragte? Na, Markus Beisichts Anwaltskanzlei! Und: Wer wird Verfahrensbevollmächtigter der Anwaltskanzlei Markus Beisicht u.a. sein, wenn es gilt, diese Kosten einzutreiben? Puh, schwierige Frage!


Nachtrag von 13:19 Uhr: Nach Angaben von Markus Beisicht telefonierte Giordano heute mit dem "Pro Köln"-Vorsitzenden ("Markus Beisicht"). Giordano sagte demzufolge, er habe seine Vorwürfe gegen "Pro Köln" keineswegs zurückgezogen. Daraufhin erklärte entweder der "Pro Köln"-Vorsitzende Markus Beisicht oder aber der "Pro Köln"-Prozessbevollmächtigte Markus Beisicht: "Diese Klarstellung von Seiten Herrn Giordanos nehmen wir mit Bedauern zur Kenntnis, denn es bedeutet natürlich, daß der Rechtsstreit nun in jedem Fall in vollem Umfang weitergehen wird.“ Es freut sich: die Anwaltskanzlei des Markus Beisicht.

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11.7.06

BIEDERMANNIS UNTERHALT

Lebt Klüngel-Kritiker Manfred Rouhs von Steuergeldern und Vetternwirtschaft?

"Pro Köln ist eine unabhängige politische Konkurrenz, die zum Wohle der Allgemeinheit auch heiße Eisen anpackt. Dabei schielen die Akteure der Bürgerbewegung weder auf lukrative Posten oder öffentliche Pfründe noch laufen sie dem links-liberalen Zeitgeist hinterher."

"Pro Köln" über "Pro Köln" [1]


Soweit die Propaganda. Kommen wir zu den Fakten: Zwei Berufe übt Manfred Rouhs aus. Er ist Geschäftsführer der "Pro Köln“-Ratsfraktion – und, so behauptet er zumindest, "Verleger" [2].

Verleger? Nun: Einst gab Rouhs die rechtsextreme Zeitschrift "Europa vorn“ heraus, die zwischenzeitlich "Signal“ hieß und mittlerweile zu einer Homepage verkümmert ist: www.nation24.de. Mit einer Homepage lässt sich in aller Regel eher weniger Cash machen. So kann es nicht verwundern, dass Rouhs die "Herausgabe des Internet-Magazins nation24.de" zu seinen "politischen Aktivitäten" zählt [3].

Und ansonsten? Ansonsten arbeitet Rouhs für den Medienservice Bernd M. Schöppe. Wenn auch nicht regelmäßig, wie der Blick auf die Unternehmens-Homepage [4] belegt:



Der Inhaber des Medienservice Bernd M. Schöppe [5] ist übrigens ebenfalls "Pro Köln"-Ratsherr [6]: Bernd M. Schöppe halt. Rouhs lässt sich demnach, in bester kölscher Klüngelmanier, Jobs von einem Parteifreund zuschustern.

Jobs, die andernorts bestenfalls von einfachen Angestellten erledigt würden, meist jedoch von Praktikanten, jedenfalls nicht von Verlegern, also von einem Verlags-Boss persönlich.

Gelegenheitsjobs zumal.

Nun ist berufliches Scheitern keine Schande in Zeiten wie diesen. Gleichwohl drängt sich mehr als ein schlimmer Verdacht auf: Müssen wir davon ausgehen, dass Biedermanni von Vetternwirtschaft profitiert, von einem Verhalten also, das er bei anderen gerne zu geißeln pflegt? Und dass er ansonsten von seinem Ratsfraktions-Pöstchen lebt, sprich: von unseren Steuergeldern?

Ausgerechnet Saubermanni Rouhs...


Braucht Rouhs die Politik also, um finanziell über die Runden zu kommen? Und versucht er nicht dennoch den Eindruck zu erwecken, er sei ein (erfolgreicher) Unternehmer und unabhängiger (!) Politiker?

Pardon, aber so scheint's zu sein. Es wird jedenfalls Zeit, das zu fordern, was zu fordern ist: Legen Sie Ihre Einkommensverhältnisse offen, Manfred Rouhs! Aber bitte hurtig.

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