22.3.08

SAUBERMANNIS SECHSTER JOB



Setzt Biedermanni nun auf offenen Betrug von Anlegern? Sein neues Projekt GEWINNBEREICH.DE klingt jedenfalls reichlich dubios

Biedermanni Rouhs knechtet bekanntlich als
"Pro Köln"-Fraktionsgeschäftsführer, als (Selbst-)Verleger, als Herausgeber des Magazins NATION24, ferner als Internet-Service-Anbieter sowie als Gelegenheitsmitarbeiter für seinen Parteifreund Bernd "Bernibär" Schöppe. Doch von fünf Jobs allein kann er offenbar nicht leben. Working Poor nennt man Menschen wie Biedermanni in den USA.


***

Nun hat Biedermanni einen sechsten Strohhalm ergriffen. Gewinnbereich.de heißt sein neues Projekt. Und es klingt windig. Verdammt windig...

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Gewinnbereich.de: Durchschauen Sie die Strategie?

Offen gestanden: So ganz verstanden habe ich nicht, welchen Service mir Biedermanni anzubieten trachtet. Offenbar geht es um Geldanlage ("Wir sind derzeit für den DAX mittelfristig bärisch, langfristig aber bullisch eingestellt.").
Geld anlegen? Natürlich bei Biedermanni. Im Gegenzug wird Biedermanni , na klar, meinen "Barbestand ... mit 3,00 Prozent verzinsen", möglicherweise pro Monat, möglicherweise pro Jahr ...

... möglicherweise aber überhaupt nicht. Denn
Biedermanni behauptet eine ganze Menge, so auch, dass er einen Mitarbeiter in Asien beschäftige:



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Sorry, Biedermanni, aber Hooi Ling Soh sieht so aus:



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11.3.08

STEUERZAHLER: 100.000 EURO PRO MONAT FÜR BEISICHTS FRECHE ÖSI-KAMERADIN

Winter im Sommer. Ihre Lebensleistung: Sie hat Mohammed beleidigt

9,626,23 Euro pro Monat für's Nichtstun. Und Personenschutz auf Rechnung des Staates. Kurz: Susanne Winter von der "Pro Köln"-Schwesterpartei FPÖ kostet den österreichischen Steuerzahler pro Monat rund 100.000 Euro. Zum Vergleich: Fritz Schrammas von "Pro Köln" oft monierte "Lustreisen" waren deutlich billiger. Des Oberbürgermeisters "Luxustrip nach St. Petersburg" (J. Wolter) hat uns beispielsweise nur 75.000 Euro gekostet. Einmalig, nicht monatlich.

Januar 2008: "Pro NRW"-Boss Beisicht gratuliert Susanne Winter

Selbst Kölns oberster Klüngelmeister ist deutlich preisgünstiger als sie? Susanne Winter nimmt's mit Gelassenheit: Steuergelder würden, sagt die Ösi-Kameradin, "auch oft für Dinge ausgegeben, die ich nicht für gut halte". 100.000 Euro...

Übrigens: Susanne Winters Gesinnungsbruder Beisicht will Oberbürgermeister werden. In Köln, nicht in Graz...

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29.2.08

PRO APARTHEID

14 Jahre nach dem Ende der Apartheid in Südafrika: Noch immer propagieren rechtsextreme Dumpfbacken die angeblichen Vorzüge der mörderischen "Rassentrennung". Auch in Deutschland – mit der (technischen) Unterstützung von Biedermanni Rouhs


Es wird rassistischer Klartext geschrieben. In einer Offenheit, die selbst in rechtsextremen Kreisen mittlerweile als verpönt, weil nicht opportun gilt. Da ist in bewunderndem Tonfall von Hendrik Frensch Verwoerd die Rede, der die Weißen Südafrikas habe schützen wollen, "besonders gegen Blutvermischung". Deshalb habe Verwoerd eine "eine Politik der getrennten Entwicklung", also der "Rassentrennung" verfolgt. Bejubelt wird hier
– die Apartheid.



Der südafrikanische Politiker Verwoerd, zunächst Minister für "Eingeborenenfragen", dann Regierungschef, nicht zuletzt aber Begründer und Architekt der Apartheid-Politik und von der Rassenideologie der Nationalsozialisten stark beeinflusst, wird offensiv verteidigt. Denn seine Apartheids-Politik, so wird behauptet, habe er auch zum "Wohl der Schwarzen" betrieben:


Die Apartheid, eine Wohltat für weiße und schwarze Südafrikaner? Das propagiert zumindest das zitierte "HILFSKOMITEE SÜDLICHES AFRIKA". Seit seiner Gründung im Jahre 1976. Und auch heute noch, 14 Jahre, nachdem Nelson Mandela unter dem Jubel der Weltöffentlichkeit erster schwarzer Präsident der Republik Südafrika wurde.


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Die Apartheid, laut UNO ein Verbrechen gegen die Menschheit, soll also eine Wohltat gewesen sein. Was aber hat das rechtsextreme "
HILFSKOMITEE", was hat seine offen rassistische Propaganda mit Biedermanni Rouhs und der "Pro"-Bewegung zu tun? Nun, die Hasswebseite des "HILFSKOMITEES" ist nur dank Biedermanni online.



Zum Beleg: Biedermanni ist administrativer Ansprechpartner der Webseite, wie eine Abfrage der Denic-Datenbank belegt. Biedermanni ist damit bevollmächtigt und verpflichtet, "sämtliche die Domain hilfskomitee-suedliches-afrika.de betreffenden Angelegenheiten verbindlich zu entscheiden".



Biedermanni wird zudem als technischer Ansprechpartner aufgeführt. Kein Wunder: Die Daten der Webseite, die in Bits und Bytes gebannten Hasstiraden, liegen auf Biedermannis Rheinserver ("Technik auf dem neuesten Stand").

Dort geben sich die Apartheids-Daten ein fröhliches Stelldichein mit den Webseiten von "Pro Köln" und "Pro Deutschland". Mit der Webseite der "Medienservice"-Klitsche von "Pro Köln"-Ratsherr Bernd Schöppe. Und der privaten Homepage des Biedermanni Rouhs. Sowie 22 weiteren Seiten meist aus dem Dunstkreis der "Pro"-Bewegung. Nachzulesen hier, abgecheckt da.


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Die Pro-Apartheids-Propaganda – ohne Biedermannis Hilfe, ohne Biedermannis Rheinserver stünde sie nicht im Netz. Natürlich wird er auch weiterhin vehement bestreiten, ein Rassist zu sein. Zumindest in der Öffentlichkeit...



Siehe auch:

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21.11.07

BIEDERMANNIS DENKFOUL

Biedermanni geifert: "Fußball-Spielfelder bevorzugt für Zuwanderer", klagt er. Und moniert: "Fußball-Spielplätze entstehen in Deutschland bevorzugt dort, wo der Ausländeranteil hoch ist."

Fußball-Spielfelder bevorzugt für Zuwanderer? Tja, Biedermanni, vielleicht ist das gar nicht mal so irrational. Schauen wir uns einfach mal den Kader der deutschen Fußballnationalmannschaft der Herren, Abteilung Sturm, an:


Mario Gómez ist Sohn eines aus Granada stammenden Spaniers und einer Schwäbin. Aushilfs-Kapitän Miroslav Klose wurde als Mirosław Kloze in Oppeln, Polen geboren. Auch Lukas Podolski hatte zunächst einen noch polnischeren Namen (Łukasz Podolski); kein Wunder, Prinz Poldis Wiege stand in Gliwice. Oliver Neuville erblickte im Schweizer Kanton Tessin das Licht der Welt, besaß zeitweilig neben dem deutschen auch einen italienischen Pass.

Und Mike Hanke? Ist Westfale und damit der einzige Nicht-Zuwanderer im deutschen Nationalsturm. Und hat in seinen zwölf Länderspielen erst ein Tor geschossen.

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13.11.07

ÄRGER WEGEN STRAßBURGER TREFFEN: "PRO"-BEWEGUNG SCHWEIGT



Das
Straßburger Treffen europäischer Rechtsdraußenparteien vom 25. September schlägt hohe Wellen. Diesmal im Osten der Republik: Der Leipziger Honorarprofessor Michael Vogt, der an der Zusammenkunft teilgenommen haben soll, hat mächtig Ärger. Das berichtet SPIEGEL ONLINE. Vogt musste alle seine Seminare absagen. Kritiker fordern, dass er nicht mehr lehren dürfe. Vogt bestreitet seine Teilnahme. Und behauptet, "rassistisches, antisemitisches oder nazistisches Gedankengut prinzipiell abzulehnen".

An dem Treffen, das Vogt nun den Job kosten könnte, haben mehrere deutsche Parteien teilgenommen: neben NPD, DVU und "Republikanern" auch Vertreter von "Pro NRW" (konkret: Markus Beisicht und Markus Wiener). Das Treffen stieß selbst in der Rechts-Postille JUNGE FREIHEIT auf massive Kritik – wegen der "Beteiligung von NPD und DVU". Denn die NPD sehe sich "in der Tradition des Nationalsozialismus und des Dritten Reiches". Auch der stellvertretende "Republikaner"-Boss Johann Gärtner betont heute:

Ich war geschockt, auf Leute wie Udo Voigt und Holger Apfel von der NPD zu treffen. Mit denen wollen wir nichts zu tun haben.

Immer mehr
(halbgare) Distanzierungen vom Straßburger Treffen: Nur "Pro NRW" schweigt bis dato. Kein Wunder, fühlte sich die "PRO"-Bewegung doch massiv aufgewertet durch ihre Teilnahme.

Quelle: www.npd.de

Der Fairness halber wollen wir aber feststellen: Nicht nur die Vertreter von NPD, DVU und "Pro NRW", nein, auch diejenigen der "Republikaner" unterschrieben seinerzeit einhellig die Erklärung "Gemeinsam für ein Europa der Vaterländer". Und Harald Neubauer, einst Biedermannis und Beisichts Idol, berichtet, dass in Straßburg eine "ebenso sachliche wie freimütige Aussprache über Situation und Zukunftschancen der deutschen Rechten" stattgefunden habe. So weit zum Schock der "Republikaner"...

Die deutschen Rechtsdraußenparteien – bei aller Konkurrenz sind sie dann doch vor allem Eines: Fleisch vom selben Fleische.


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22.10.07

WAS DIE UNO ALS RASSISTISCH BRANDMARKT...


... hält Biedermanni für einen Ausdruck eines "von multi-kulti-kritischen Inhalten geprägten Wahlkampfes"

Biedermanni jubelt: Die SVP, Möchtegern-Schwester-Partei der "Pro"-Bewegung, ist aus den schweizerischen Wahlen als stärkste Partei hervor gegangen. Biedermanni:


Die Schweizerische Volkspartei (SVP) des Justizministers Christoph Blocher hat nach einem von multi-kulti-kritischen Inhalten geprägten Wahlkampf ihren Stimmenanteil deutlich erhöht.


Multi-kulti-kritischer Wahlkampf: War da nicht dieses, nun ja, umstrittene Plakat? Biedermanni erinnert sich und uns daran:

Die Partei hatte unter anderem ein Plakat herausgegeben, auf dem weiße Schafe einen Artgenossen mit schwarzem Fell - der symbolisch für einen Straftäter steht - mit ihren Hinterläufen aus dem Land treten. Die Kampagne hatte im Ausland für Schlagzeilen gesorgt und war von den Vereinten Nationen als rassistisch gebrandmarkt worden.

Was für Biedermanni multi-kulti-kritisch ist, wird von der UNO also "als rassistisch gebrandmarkt". Jetzt sind sie auch auf globaler Ebene gegen den multi-kulti-kritischen Biedermanni und sein multi-kulti-kritischen Freunde.

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12.10.07

"PRO"-SCHWESTERPARTEI UND DOPPELMORD

Aus dem Umfeld selbst ernannter "Populisten" von ganz rechts gegen immer wieder Mörder hervor. Wie in Köln, so in Antwerpen

In Antwerpen ist ein Doppelmörder zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Die Tat hat nach Einschätzung der Richter einen klar rassistischen Hintergrund. Was der Täter nicht leugnet.
Und:

Der geständige Todesschütze ist in einem rechtsradikalen Umfeld aufgewachsen. Seine Tante Frieda Van Themsche sitzt für den Vlaams Belang im belgischen Parlament. Sein Vater gehört zu den ersten Mitgliedern der Partei, die bis 2004 unter dem Namen Vlaams Blok firmierte.

Was hat das mit uns zu tun? Nun, der Vlaams Belang ist die belgische Schwesterpartei der "Pro"-Bewegung. "Pro NRW"-Vorsitzender Markus Beisicht hält die Vlaams-Belang-Hochburg Antwerpen gar für die "schönste Stadt Europas". Was scheren ihn da zwei Morde, begangen von einem Täter aus dem Vlaams-Belang-Milieu? In Belgien hingegen hatte der Doppelmord eine heftige Debatte über eine Mitverantwortung des Vlaams Belang ausgelöst:

Von Schande und Scham sprechen die flämischen Zeitungskommentatoren in seltener Eintracht und verweisen auf die Aufrufe zum Rassenhass, die vom „Vlaams Belang“ seit langem ausgehen. Auch sonst haben Mitglieder der Partei bereits ihr eher laxes Verhältnis zur Gewalt bewiesen.

Wie ihre Kölner Freunde spielen die belgischen Rechtsdraußen die verfolgte Unschuld:

Vorstandsmitglieder der Partei, die bei der Kommunalwahl in Antwerpen 1999 mit einem Drittel der Stimmen stärkste Kraft wurde, wiesen jede Verbindung mit der Tat von sich. "Der Vlaams Belang ist hierfür weder moralisch noch politisch verantwortlich", sagte Parteichef Frank Vanhecke der Zeitung "De Standaard". Kommentatoren, liberale Politiker und Muslime warfen der Partei hingegen vor, den Nährboden für rassistische Gewalt bereitet zu haben. ... Vor allem ziehen die Vlaams-Politiker in ihren Reden und Pamphleten immer wieder gegen Ausländer zu Felde.

Immer wieder gegen Ausländer: das kommt Ihnen bekannt vor? Aus Köln, aus NRW, aus Deutschland? Doch zurück nach Belgien. Kurz vor dem Doppelmord forderte...

... der bekennende Rechtsextremist Paul Belien, die Belgier zu bewaffnen, um sich gegen Ausländer, „diese Raubtiere, die Messer tragen, zur Wehr zu setzen“. Belien ist Ehemann und Mitarbeiter einer Abgeordneten des Vlaams Belang, der rassistischen Partei flämischer Separatisten, die in Antwerpen bei einem Stimmanteil von über 30 Prozent liegt.

30 Prozent der Stimmen wird die "Pro"-Bewegung bei uns nie erringen. Aus gegebenem Anlass sei allerdings daran erinnert, dass auch aus der "Pro Köln"-Vorläufer-Partei DLVH ein
Mörder sowie ein Totschläger und Leichenschänder hervorgingen.

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4.10.07

LUSTREISE NACH ANTWERPEN

Warum hat die "Pro"-Bewegung eigentlich eine solch starke Abneigung gegen Muslime? Weil die nicht saufen wie die Tiere - im Gegensatz zu den "Pro"pulisten. Rekonstruktion einer "Lern"-Tour in "die schönste Stadt Europas"

Charlie kommt schwer in's Schwitzen, ist aber nicht aus der Ruhe zu bringen. Der Wirt des Leeuw Van Vlaanderen leistet echte Schwerstarbeit. Der Zapfhahn droht heiß zu laufen. Nur gut, dass Charlie, Ex-Boss der Kneipen Sus Antigoon und Hill Diar, sein Handwerk gelernt hat.



Wir schreiben den 31. August 2007. Rund ein Dutzend "Pro Köln"- und "Pro NRW"-Mitglieder sind nach Antwerpen gereist, um, so Markus Beisicht, "in der schönsten Stadt Europas" zu "lernen". "Lernen", wie man "mit patriotischen Ideen Mehrheiten gewinnen" könne. "Lernen" vom Vlaams Belang, der Schwesterpartei, die im Gemeenteraad der flämischen Metropole zwanzig von 54 Ratsmitgliedern stellt. "Lernen" - so kann man eine Sauftour natürlich auch nennen...



Schon zum Empfang der "Pro"-Delegation wird Bier und Sekt kredenzt. Nicht nur "Pro NRW"-Vize Markus Wiener langt kräftig zu.



Lediglich Rats"dame" Regina Wilden betrachtet das feucht-fröhliche Treiben mit skeptischem Blick. Die Hausfrau, die den weltlichen Genüssen eher abhold ist, umfasst verkrampft ein Buch. Das will und wird sie später Vlaams-Belang-Spitzenmann Filip Dewinter überreichen.



Doch bevor es so weit ist und bevor die Party richtig los geht, wird geredet. Geredet. Geredet! "Pro NRW"-Vorsitzender Markus Beisicht spricht von "einem großen Tag", beschwört die Freundschaft der europäischen Rechtsdraußenparteien und betont: "Wir vertreten das anständige Europa!" Wie gewohnt verhaspelt der langjährige Rechtsextremist sich in seinen bei Freund und Feind gefürchteten Schachtelsätzen.



Das anständige Europa, vertreten durch Rechtsdraußen? Vlaams Belang-Redner Bart Debie setzt noch Einen drunter in Sachen Geschmacklosigkeit: Der verurteilte Ex-Prügelpolizist belobigt das "gute belgische Bier". Nein, beim deutsch-flämischen Patriotentreffen ist man wirklich vor nix fies.



Anlässlich einer "alternativen Stadtführung" regen sich die Alkoholfreunde und Islamfeinde mächtig auf: über einen Döner-Imbiss, zwei Kopftuch tragende Frauen, einen Müllhaufen auf dem Bordstein. Was der guten Stimmung überraschenderweise keinen nachhaltigen Abbruch tut...



So eingestimmt, versacken die selbst ernannten "Populisten" aus zwei Ländern schließlich in jener Kneipe, die den Zweitnamen Beest, Tier, nicht ganz zu Unrecht trägt. Dem Leeuw Van Vlaanderen. Charlie, noch'ne Runde! Prost! Die Tassen hoch! Und los geht's von vorn...










Schließlich tritt die Delegation die Heimreise nach Nordrhein-Westfalen an. Mit einem Bus des des Reiseunternehmens Heeß aus Troisdorf, das ansonsten Urlauber nach Italien und Spanien verfrachtet und Clubreisen organisiert. Der Busfahrer dürfte also Kummer gewohnt sein, wenn auch keine Lustreisenden, die gegen Lustreisen wettern....

Ach ja, die Lustreisen. Drei Tage vor der Antwerpentour war die neue "Pro Köln"-Postille erscheinen. Themenschwerpunkt? Drei Mal dürfen Sie raten!


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26.9.07

DA WÄCHST ZUSAMMEN, WAS ZUSAMMEN GEHÖRT

Bürger der Welt, hört den Triumpfschrei:

Am Dienstag führten Markus Beisicht und Markus Wiener für die Bürgerbewegungen pro Köln und pro NRW im Europaparlament in Straßburg intensive Gespräche mit den Spitzenfunktionären der europäischen Rechtsfraktion ITS (Identität, Tradition, Souveränität). Im Beisein des mehrmaligen französischen Präsidentschaftskandidaten Jean-Marie Le Pen sowie der Europaabgeordneten Andreas Mölzer, Frank Vanhecke, Koen Dillen, Philip Claeys und Luca Romagnoli kam man überein, die politischen Ziele der europäischen Rechtsfraktion tatkräftig unterstützen zu wollen.

Wow! Beisicht und Wiener verhandeln mit den rechtsextremen Riesen des Kontinents, sie sind ihr deutscher Ansprechpartner (nur Biedermanni schmollt in Sülz). Sie spielen gleichberechtigt mit im Konzert der gaaaaanz Großen. Klingt gut, oder? Klingt nach: Bedeutung, Macht, Anerkennung, nicht wahr? Ja, weil ein wichtiges Faktum beschwiegen wird: die Republikaner, NPD und DVU, ebenfalls deutsche Parteien, ebenfalls rechtsextrem, aber größer und stärker als die "Pro"-Bewegung, waren "auch" mit von der Partie.

Die "Pro"-Kader fallen also unter die Kategorie "ferner liefen". Zumal ihr unlängst bejubelter Neuzugang
Dr. Björn Clemens offenbar nicht mehr Teil der "Pro"-Bewegung ist; er unterschrieb eine "gemeinsame Gruppenerklärung" jedenfalls als Privatperson. Lichten sich die "Pro"-Reihen bereits jetzt?

Ach ja, ebenfalls vor Ort: die Nazirocker-, NPD-Führer- und Hooligan-Anwältin Gisela Pahl. Sie leitet das Deutsche Rechtsbüro, dessen prominentestes Mitglied der Alt-Nazi Jürgen Rieger ist. Zu Konflikten zwischen den "Pro"-Demokraten und den Janz-weit-rechtsdraußen-Kameraden kam es offenbar nicht. Jedenfalls wird davon nicht berichtet.



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25.9.07

KLEINER FORTSCHRITT

Offenbar haben sich Rouhs, Beisicht und die anderen meine gestrige Kritik an ihrem peinlichen "Maßnahmenkatalog gegen die Islamisierung" zu Herzen genommen. Zwar fordern sie heute einen "einen Maßnahmenplan zur Wiederherstellung von Sicherheit und Ordnung in Köln". Sie beweisen dabei immerhin genug Augenmaß, um einzusehen, dass andere es besser können. Und zwar soll diesmal die Verwaltung...
... einen Maßnahmenplan für die Einhaltung der Bestimmungen der Verordnung über die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Köln ... erarbeiten...
Genau! Biedermanni, lass' das mal lieber die (Verwaltungs-)Profis machen. In's Visier geraten übrigens Alkoholiker, Skateboarder und Bettler. Menschen, die mit peinlichen Pappschildern vor Bauch und Rücken demonstrieren gehen, sollen aber offenbar ungeschoren davon kommen.

Schließlich lobt der Antrag die Republik Singapur, weil dort "die Straßen sauber" seien. Ob auch die in Singapur beliebte Prügelstrafe (schon für Ordnungswidrigkeiten) in Köln eingeführt werden sollte, ließ "Pro Köln" offen.

Vorsicht, Biedermanni! Für solche Aktionen wird man in Singapur von Staats wegen verprügelt...


Was Biedermanni, dem Bundesprozesshansel, an SIngpapur gefallen dürfte, ist die Tatsache, dass kritische Geister dort oft mundtot geklagt werden, sofern sie nicht gleich dem Henker anheim fallen. Wobei die Regierenden Singapurs - im Gegensatz zu Biedermanni - nicht den Unwägbarkeiten ausgesetzt sind, die ein Gerichtsverfahren mit freien Richtern nun mal so mit sich bringt.

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14.9.07

BIEDERMANNIS KAMERAD IN SPE: SONDERERMITTLER SOLL VORWÜRFE KLÄREN

"Pro Köln-Schatzmeister Manfred Rouhs rühmt sich
indessen des Austauschs 'mit kantonalen Vertretern der SVP'"

Tages-Anzeiger vom 10.8.2007



Sie beherrscht mal wieder die Negativ-Schlagzeilen unseres Nachbarlandes: Die "Schweizerische Volkspartei" (SVP), jene Partei also, die Biedermanni zur Schwesterorganisation auserkoren hat, die sich aber, zumindest offiziell, noch gegen Biedermannis Avancen sträubt.

Gegen SVP-Gründer Christoph Blocher werden schwere Vorwürfe erhoben: Er, der Justizminister seines Landes, soll "mehrfach seine Kompetenzen überschritten und die Gewaltenteilung ausgehebelt" haben, berichtet die FRANKFURTER ALLGEMEINE vom heutigen Tage.
Der Bruch rechtsstaatlicher Prinzipien sei im Zusammenhang mit der Ablösung des obersten Anklagevertreters der Schweiz, Bundesanwalt Valentin Roschacher, geschehen, wie der Bericht einer Parlamentskommission dem Rechtspopulisten Blocher vorwirft.

Hintergrund: Der Bundesanwalt sollte offenbar abgesäbelt werden, weil er gegen den Privatbankier Oskar Holenweger ermittelte. Wegen des Verdachts der Geldwäsche. Holenweger bat offenbar Blocher um Hilfe. Die der ihm gewährte, so zumindest das Ergebnis der parlamentarischen Untersuchung. Schöne Freunde hat Biedermanni sich da ausgesucht!

Blochers Kabinettskollege Pascal Couchepin, seines Zeichens Liberaler und Innenminister, machte laut FAZ "sogar Anspielungen auf das politische Klima im Faschismus Mussolinis in Italien". Auch Regierungschefin Calmy-Rey und Parlaments-Präsidentin Egerszegi bezogen "ziemlich ünverhüllt gegen Blocher und SVP Stellung" (FAZ). Nun soll ein unabhängiger Sonderermittler die Affäre Blocher aufklären.

Die SVP verbreitet derweil Verschwörungstheorien, spricht von einem "Geheimplan" zur Ablösung Blochers.
Da sieht man, wo falsche Toleranz gegenüber "Rechtspopulisten" hinführt. Law and Order? Härte des Gesetzes? Gelten nur für die anderen...


Quellen:
  • Thomas Knellwolf: "SVPler in der Anti-Islaminternationalen. Schweizer Politiker reihen sich unter den Vorkämpfern gegen eine 'Islamisierung Europas' ein. Gleich Gesinnte aus Nachbarstaaten bewundern und kopieren SVP-Vorstösse [sic]" In: Tages-Anzeiger (Zürich) vom 10.8.2007 (Scan des Ausdrucks: hier)
  • "Streit über Blocher wird schärfer". In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 13.9.2007, Seite 7 (Scan des Artikels: hier)

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5.7.07

DIE WELT SCHAUT AUF "PRO COLOGNE"

In seinem Bestreben, die Noch-Domstadt Köln in der Wahrnehmung der Menschheit als "die Moscheestadt" zu etablieren, hat Biedermanni einen weiteren Etappensieg errungen. Jetzt berichtet schon die NEW YORK TIMES über den von Biedermanni angeheizten Moscheebau-Konflikt. Was schreibt das Blatt? Unter anderem das:

Wie vorherzusehen war, hat eine extrem rechte lokale Partei eine lärmende, fremdenfeindliche Protestkampagne geführt, wobei sie Unterstützung von ihren weit rechts stehenden Verbündeten in Österreich und Belgien zusammen trommelte. ... Am 16. Juni moblisierte Pro Cologne 200 Menschen zu einer Protestkundgebung gegen die Moschee.

Zweihundertsieben, um exakt zu sein. Doch weiter im Text:

Manfred Rouhs, ein Führer von Pro Cologne, sagte, die Moschee würde die Entwicklung von muslimischen Parallelgesellschaften verfestigen und zur Unterdrückung von Frauen ermutigen, von der er sagte, sie sei im Islam eingebettet. "Das ist kein gesellschaftliches Modell, das irgendeinen Platz hat in der Mitte Europas."


Endlich ist die silence helix durchbrochen! Seht, wie stolz er schaut, der Manni, unser Moscheestadtmacher:



Bleibt nur noch ein Problem: Jetzt hat er endgültig verschissen bei seinen alten Kameraden. Schließlich hat er der "jüdischen" NYT Rede und Antwort gestanden ...



Quelle: Germans Split Over a Mosque and the Role of Islam, nachzulesen hier und hier.

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29.6.07

AUFWACHEN, BIEDERMANNI!

Da wird eine Sprengsatz in der Londoner Innenstadt entschärft. Und ein zweites verdächtiges Fahrzeug entdeckt. Alle denken an islamistische Bombenleger. Und Biedermanni? Pennt. Auuufwaaaaacheeeeen!

Hey, Manni,
Google liefert exakt 23.600 Ergebnisse für die Suchanfrage "Ditib London". Da müsste sich doch ein Zusammenhang zur "Ehrenfelder Großmoschee" drehen lassen. Welcher? Irgendeiner halt. Hauptsache: möglichst schwachsinnig. So wie immer.

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22.6.07

KORREKTUR: VILIMSKY IST NICHT DILLEN

Im Posting DER AUFMARSCH DER 207 vom letzten Samstag ist mir ein durchaus peinlicher Fehler unterlaufen. Ich verwechselte FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky mit dem Vlaams-Belang-Politiker Koen Dillen. So sah der Fehler im Original aus:



Ich korrigiere mich: Nein, das Bild zeigt nicht Dillen, sondern Vilimsky. An seiner Seite: die Nationalrats-Abgeordnete und Vilimsky-Parteifreundin Dagmar Belakowitsch-Jenewein.

Zwar lässt sich, ähm, eine gewisse Ähnlichkeit zwischen den beiden Herren nicht bestreiten, wie die folgenden Fotos belegen:



Indes: Wirklich zwingend notwendig war die Verwechselung wohl nicht. Ich bitte die Leserinnen und Leser um Entschuldigung für diesen Fehler.

Ihr demokrat4711

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15.6.07

BYE-BYE, BIEDERMANNI!

Könnte sein: Samstag fällt sein letzter Vorhang. Könnte sein: niemand klatscht

Er schien sein Lebens-Thema gefunden zu haben. Endlich: Nach all den Jahren voller Irrungen und Wirrungen [1]! Doch am Samstag verschießt Biedermanni Rouhs die letzte Kugel seines Revolvers. Denn: Was soll nach dem gescheiterten Bürgerbegehren [2], dem von vielen als peinlich empfundenen Aktionen auf der Bürger-Anhörung [3] und, schlußendlich, dem sich abzeichnenden Schweigemarsch-Fiasko am Samstag noch kommen? Etwa "Plätzchenbacken gegen die Großmoschee"? Falls ja: das kann Regina Wilden [4] besser.

***

Zur Erinnerung: Biedermanni, der Größttöner, der mittlerweile bundes-, ja europaweit für seinen Aufmarsch wirbt, hat bei der Polizei 200 Teilnehmer angekündigt [5]. In Worten: zweihundert. Biedermannis Kampf gegen die "Großmoschee" ist, so darf man nüchtern feststellen, gescheitert. Und Biedermanni hat nur Eines erreicht: Wer heute Kritik an dem Moschee-Projekt äußert, und sei sie auch plausibel, der wird in die Schmuddelecke gestellt. Wo Biedermanni schon auf ihn wartet.

***



Frage: Besitzt Biedermanni noch einen Funken Ehre, einen letzten Rest an Selbstachtung? Falls ja, so wird er am Samstag Nachmittag seinen Rückzug aus der "Politik" erklären, sein Ratsmandat niederlegen. Unmittelbar nach dem (Ab-)Marsch. Und dann? Mein Rat an Biedermanni lautet: Ich würde es an seiner Stelle mal mit ehrlicher Arbeit probieren. Auch wenn das eine Premiere für ihn wäre [6]...


***


Biedermannis Abgang könnte schmählich ausfallen: Verhöhnt werden wird Biedermanni von tausenden Kölnerinnen und Kölnern. Die Gewerkschaften mobilisieren [7]. Schüler und Studenten werden auf die Straße gehen [8]. (Gewiss: es werden vereinzelt auch ein paar Gestalten gegen Biedermanni demonstrieren, in deren Nähe man lieber nicht gesehen werden möchte. Das wird jedoch die wenigsten Bürger daran hindern, ihren demokratischen Pflichten nachzukommen.)
Verhöhnt werden wird Biedermanni aber auch von den Delegationen seiner Möchtegern-Schwesterparteien FPÖ (Österreich) [9] und Vlaams Belang (Belgien) [10]. Von den mitmarschierenden Stiefelnazis [11] sowieso. Die mögen nämlich keine Weicheier.

***


Übrigens, die "Pro Köln"-Kameraden rechnen Biedermannis Beitrag zum Parteiaufbau mittlerweile klein (ohne Not?). Aus einem Interview [12] mit dem "Pro Köln"-Vorsitzenden Markus Beisicht:

Welche Rolle spielte der pro Köln Fraktionsgeschäftsführer Manfred Rouhs bei der pro Köln Gründung?

Beisicht: Am Anfang lediglich eine rudimentäre. Er leistete aber später als Schatzmeister wertvolle Dienste bei der Finanzierung des Kommunalwahlkampfes im Jahre 2004. Darüber hinaus unterstützt er erfolgreich die Arbeit der Ratsfraktion als deren Geschäftsführer.

***

Ehrliche Arbeit? Das schadet im Zweifelsfall nix, Biedermanni! Alle weiteren Infos erhalten Sie bei der Arbeitsagentur Ihrer Wahl.



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12.6.07

ZWEI STRICHE AUF MANNIS BIERDECKEL

Warum ein Teil der Demonstranten am Samstag eine Stunde zu spät zum "Pro Köln"-Aufmarsch antanzen wird

Tja, Biedermanni: Super Idee, 3.000 Bierdeckel in Ehrenfelder Kneipen zu verteilen, damit am Samstag nicht nur Nazis, sondern auch unorganisierte Säufer zum "Pro Köln"-Aufmarsch kommen. Aber auch dann, wenn man noch nicht doppelt sieht, kann man zwei fette Fehler darauf entdecken. Fehler eins sehen wir auf der Vorderseite: Da wird der Beginn des Schweigemarsches mit "12 Uhr" angeben.

Das ist zwar säuferfreundlich, indes falsch; korrekt wäre "11 Uhr".
Fehler zwei finden wird auf der Rückseite: da ist von einer Verurteilung "zu 130 Peitschenhiebe" die Rede; um der grammatikalischen Korrektheit Genüge zu tun, müsste man selbstredend "zu 130 Peitschenhieben" schreiben.

Biedermannis Bierdeckel: Für eine Gesamtansicht bitte das Bild anklicken!

Biedermanni greift übrigens die Story des iranischen Asylbewerbers
Mamand Mamandy auf, der unlängst in sein Heimatland Iran reiste. Nach eigenen Aussagen wurde er dort ausschließlich wegen des Genusses von zwei Bieren ausgepeitscht. Eine weitere, eine unabhängige Quelle für den Grund der Auspeitschung gibt es nicht. Das können wir nachlesen in der norwegischen Zeitung Aftenposten, die die Geschichte publik machte:

" ... Altogether I drank two beers. The police happened to drive by," Mamandy said. He said that he was immediately arrested and taken to the police station where he was sentenced to 130 lashes.*
Soweit die Aussage des Ausgepeitschten. Die kann, muss aber nicht stimmen. Interessant jedenfalls ist, dass Biedermanni sich blindlinks, pardon: blindlings auf die Aussagen eines Asylbewerbers verlässt, der, obwohl als politischer Flüchtling anerkannt, mal eben zum Feiern in sein Heimatland Iran fliegt. Den Vorgang könnte man auch ganz anders skandalisieren – als gestandener "Rechtspopulist". Zum Beispiel nach dem Motto: "Asylant macht Urlaub im Verfolgerstaat"...


* Übersetzung: "... Insgesamt trank ich zwei Biere. Die Polizei kam zufällig vorbei gefahren", sagte Mamandy. Er sagte, er sei sofort verhaftet und zur Polizeiwache gebracht worden, wo er zu 130 Peitschenhieben verurteilt worden sei.

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11.6.07

20 Prozent? Drei Prozent!

Haben Sie's gelesen? Biedermanni frohlockt heute:



Ach ja, die Parlaments-Wahlen in Belgien. Und Biedermannis Sehnsuchtspartei, die Rechtsdraußen vom "Vlaams Belang", errangen also 20 Prozent aller Stimmen? Das suggeriert Biedermanni. Gleichwohl: Ist es nur die halbe Wahrheit. Denn nicht ein Fünftel der Belgier, sondern ein Fünftel der Flamen stehen hinter dem Vlaams Belang.

Was der übliche "Pro Köln"-Fan (bekanntlich selten der Hellsten einer...) leicht überlesen dürfte. "Pro NRW"-Vorsitzender Markus Beisicht setzt noch Einen oben drauf: Er gratuliert den flämischen Kameraden zum (drunter macht er's nicht!) "fuliminanten Wahlsieg".

Nun ja: 20 Prozent der Stimmen zu erringen und zweitstärkste Partei in einem Teil des Landes zu werden: das kriegt selbst die SPD in Bayern hin. Dennoch würde niemand die Bajuwaren-Sozis als Wahlsieger feiern...

Aber: Wirklich belangreich dürfte für Biedermanni und Co. eher eine
andere Meldung sein. Eine Meldung aus dem heimischen Nordrhein-Westfalen:

Die Aufwandsentschädigung für nordrhein-westfälische Kommunalpolitiker wird ab dem 1. Juli um drei Prozent erhöht. Der Kommunalpolitische Ausschuss des Land-tags hat einem entsprechenden Vorschlag des Innenministeriums jetzt zugestimmt.

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27.5.07

RATSFRAU WILDEN: ERNEUTE HASS-ATTACKE

In einer idealen Welt würde sie die bestmögliche fachärztliche Betreuung erhalten. Leider leben wir nicht in einer idealen Welt. Weswegen Regina "gegen alles!" Wilden (die "Pro Köln"-Rats"dame") ihren Gefühlen freien Lauf lassen muss. Diesmal ist der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck ihr Hassobjekt:




Becks Verbrechen: Er hatte in Moskau eine Petition für die Rechte von Schwulen und Lesben übergeben wollen. Wilden lässt übrigens ein "Detail" der Geschichte aus:




Nein, die "Nazi-Prügel" erscheint der Regina Wilden nicht erwähnenswert. Sie liegt damit voll auf Linie von Biedermanni, der bekanntlich nicht müde wird zu betonen, dass es "
rechtsradikale Gewalt ... schlicht nicht" gebe.

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9.5.07

"PRO KÖLN": MIT KRIMINELLEN AUSLÄNDERN GEGEN DEN MOSCHEEUMBAU


Ein paar gaaanz Super-Komische nennen ihn "U.J.O.P.": "Unten Jockey, oben Pferd"; angespielt wird damit auf physiognomische Merkmale von Markus Beisicht, dem "Pro Köln"-Vorsitzenden. Für andere ist Beisicht schlicht der Anwalt des "Hitlers von Köln".

Wie auch immer: Beisicht äußerte sich heute auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz zum Scheitern des "Bürger"-Begehrens gegen den Umbau der Ehrenfelder Moschee. Dieses sei ein "empfindlicher Rückschlag", gestand Beisicht. "Doch wir resignieren nicht – im Gegenteil!"

Beisicht kündigte
für den 9. Juni einen "Schweigemarsch durch Ehrenfeld" an, anlässlich dessen auch ein krimineller Ausländer reden soll, namentlich der zu 3 Jahren Haft verurteilte Gewalttäter Bart Debie. Wann "Pro Köln" mit Moscheebauern gegen kriminelle Ausländer demonstrieren wird, ließ Beisicht offen.

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