21.3.08

EX-"PRO NRW"-VORSTAND TREIBT IN DEN RUIN

Noch besitzt er Wertgegenstände: Andreas Akwara

Ex-"Pro NRW"-Vorstand Andreas Akwara ist mal wieder schwer in Fahrt. Wegen dieses kleinen, unbedeutenden Weblogs namens "Biedermanni verliert". Natürlich lässt der Duisburger es mal wieder an Realitätsnähe mangeln:





Netter Versuch, aber: Der Betreiber dieses Weblogs, demokrat4711, ist nicht identisch mit dem Leverkusener Journalisten Harry Schick. Ich muss es wissen: Denn ich bin demokrat4711. Und heiße weder Schick. Noch bin ich Leverkusener. Kann indes googeln.

Wer das Gegenteil glaubt - und seine Handlungen an diesem Glauben orientiert! - sitzt einem Irrtum auf. Einem Irrtum, der möglicherweise sehr, sehr teuer werden kann. Auch dieser "Vorwurf" gegen Harry Schick ist vielleicht ein ganz klein wenig ungeschickt:



Ich sage einfach mal: Landgericht Köln, Aktenzeichen 28 O 112 / 08. Und ergänze: 250.000 Euro sind kein Pappenstiel. Selbst wenn der Gerichtsvollzieher manchen Wertgegenstand wird pfänden können.

Der Abergläubige Akwara sollte ernsthaft darüber nachdenken, ob er wirklich seine Existenz auf's Spiel setzen will. Um weiterhin den Falschen zu attackieren. Beste Osterwünsche aus Köln nach Duisburg!


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6.3.08

"MIT ENTSPRECHENDEN DAUERSCHÄDEN"

Psychologen, Neurologen, Fachärzte: Sie alle halten Uwe Berger für "schwer psychisch gestört". Nun hat er einen neuen Lebensinhalt gefunden: Berger ist Multi-Funktionär der "Bürgerbewegung Pro NRW"

Seine Visitenkarte muss sich durch Übergröße auszeichnen. Zumindest, wenn sie alle Funktionen auflistet, die Uwe Berger in der "Bürgerbewegung Pro NRW" bekleidet. Er ist nach eigener Aussage [1]:


  • Bezirksbeauftragter Bezirksverband Sauerland
  • Kreisbeauftragter Kreis Mettmann
  • Kreisbeauftragter Herne
  • Kreisbeauftragter Märkischer Kreis
  • Administrator pro NRW Netzwerk
Und er betreibt in eigener Regie die Webseite pro-nrw-patriot.de, für Berger „DAS Portal für patriotische Menschen in Europa“.



All diese Aufgaben erfüllt er, obwohl er nach eigenen Angaben schwer gesundheitlich geschädigt ist, oft „tagelang nicht erreichbar“ sei, weil er "einfach nicht kann“ [2]. Das hört sich nach Frühverrentung an. Was auch erklären würde, warum Berger so viel Zeit für seine vielen "Pro"-Ehrenämter übrig hat...

***

Berger sagt von sich, er sei „ein multimorbider Krüppel mit leider sehr progresssiv verlaufender Polyneuropathie und heute nicht mehr behandelbaren Bandscheibenvorfällen“. Er leide an den „Spätfolgen eines lange Zeit nicht behandelten Diabetes“. Und er habe, last not least, zwei Schlaganfälle erlitten – „mit entsprechenden Dauerschäden“ [2].

Nun wähnt Mittvierziger [3] Berger sich verfolgt: „Zahllose Orthopäden, Neurologen, Internisten und Schmerzmediziner“ hätten sich zu „einem Heer an Gegnern“ formiert. All diese Ärzte sahen und sehen, referiert Berger, in ihm einen Neurotiker und Simulanten [2]. Und nicht nur sie zweifeln an seiner geistigen Zurechnungsfähigkeit. Berger schreibt:

.... wie viele Psychologen (von mir fortan lediglich noch als Weichspüler bezeichnet) mir immer wieder einreden wollten, wie schwer psychisch gestört ich doch sei, habe ich irgendwann aufgehört zu zählen ... [2]
Gewiss wäre es denkbar, dass all diese Psychologen, Neurologen und sonstigen Fachärzte irren. Gewiss wäre es denkbar, dass Berger seine Schlaganfälle überstanden hat, ohne geistige Substanz abzubauen; dass er nicht "schwer psychisch gestört" ist...

Indes: Nicht alles was denkbar ist, ist auch wahrscheinlich. Zu diesem Ergebnis sind offenbar auch „sämtliche großen Nachrichtenmagazine, Online-Portale und andere Medien“ (Berger) gekommen, die Berger nach eigenen Aussagen auf seinen „Fall“ aufmerksamen zu machen versuchte. Berger: „Fehlanzeige, keine Chance, Medien waren daran nicht interessiert.“ [2]

***

Doch Medien und Mediziner sind nicht die Einzigen, die Berger übel mitspielten. Auch sein Internet-Projekt Network-Secure [4] zog offenbar böse Menschen an. Berger:

Viel zu oft sprangen in den letzten Jahren scheinbare Wohltäter auf den bekannten Zug Network-Secure auf. Rückblickend betrachtet, weil sie sich davon wohl eigene Reputation und Bekanntwerden erhofften. [2]
Dabei habe er nicht einmal Dank, sondern lediglich Respekt erwartet [2].

***

Fiese Verschwörungen, ein "Heer an Gegnern", kein Dank, kein Respekt? Hoffen wir, dass „Pro NRW“ ihn nicht auch enttäuschen wird. Noch wird Berger auf der "Pro NRW"-Webseite [5] als "
weitere personelle Verstärkung" aufgeführt:

Mit dem neuen Kreisbeauftragten für Mettmann und Herne, Uwe Berger aus Heiligenhaus, erhält auch der Niederbergische Raum ... sowie Herne als wichtige Ruhrgebietsstadt eine seriös agierende patriotische Opposition in Form der Bürgerbewegung pro NRW.
Doch solch euphorische Einschätzungen können sich innerhalb der "Pro"-Bewegung bekanntlich schnell ändern [6] – wenn es opportun erscheint...


Quellen und Anmerkungen:

[1] Uwe Berger: Artikel "Interviews und andere journalistische Anfragen", auf der Webseite pro-nrw-patriot.de. Link und Screenshot (Stand: 6. März 2008)
[2] Uwe Berger: Artikel "Etwas zu mir... ", auf der Webseite network-secure.de. Der Inhalt wurde von Berger flugs gelöscht, aber da sind ja noch der Screenshot (Stand: 6. März 2008) und der Google-Cache des Inhalts.
[3] Uwe Berger: Artikel "Über mich", auf der Webseite pro-nrw-patriot.de. Link und Screenshot (Stand: 6. März 2008)
[4] URL: http://www.network-secure.de. Link
[5] Artikel "Weitere personelle Verstärkung für pro NRW", auf der Webseite pro-nrw.org. Link und Screenshot (Stand: 6. März 2008)
[6] Siehe das Beispiel Andreas Akwara: Gestern noch "Hosianna!", heute schon "Kreuzigt ihn!".

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5.3.08

DURCHAUS KEINE ENTE

"Pro NRW"-Meldung vom 28. Februar

"Pro NRW"-Webmaster Uwe Berger wirft mir vor, in meinem Posting "TSCHÜSSI, WWW.PRO-NRW.ORG!" eine "Ente" produziert zu haben. Ich habe das Posting daher um einen Nachtrag ergänzt, um meine Aussagen zu belegen. Bei Interesse: Schaun'se mal da!

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4.3.08

SCHLECHT ABGESCHRIEBEN

Kann nicht mal einen inhaltlich inkorrekten BILD-Zeitungs-Artikel korrekt zusammenfassen: "Pro NRW" (schwer empört)

Meine Güte, welch' eine herzzerreißende Story hat die BILD-Zeitung uns da
gestern aufgetischt:

Schweinerei!
Junge bestraft: Er spendierte Moslems Würstchen


Pro NRW ist heute, also erst einen Tag später, sogar noch ein Stück weit empörter als das Blatt mit den großen Buchstaben:

So langsam platzt jedem vernunftsbegabten Menschen in Deutschland der Kragen und zwar ebenso gründlich wie nachhaltig. Weil ein kleiner Junge in der Schule sein Würstchen als Pausenbrot mit einem Klassenkameraden teilen wollte, der zufällig Moslem war, soll der Bub nun bestraft werden.

Schlimm! Ist es schon so weit gekommen? Nicht ganz. Denn erstens stimmt "Pro NRW"-Variante nicht überein mit derjenigen der BILD. Und zweitens hat BILD nur eine Variante der Story erzählt. Diejenige der Mutter des bestraften Jungen. Alle anderen Varianten finden Sie hier.

Fazit: Junge baut Mist. Wird mild bestraft. Mutti ist empört. BILD übernimmt Muttis Darstellung. "Pro NRW" schreibt bei BILD Muttis Darstellung ab. Und kriegt nicht mal das ordentlich hin.
So schaut sie aus, die "knallharte Lobbyarbeit für die einheimische Bevölkerung".


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18.12.07

VERSCHWÖRUNG?

Getreu meinem Lebensmotto "Don't feed the trolls!" wollte ich mich in Sachen Akwara-Affäre eigentlich nicht mehr äußern. Doch jetzt ist eine interessante neue Verschwörungstheorie aufgetaucht, die zu heißen Debatten führt. Und der ich gerne die Grundlage entziehen würde. Das ist ihr Inhalt:

Mit Datum 13. 12 2007 (Donnerstag) kommentiert „Biedermanni“ [gemeint bin ich, demokrat4711] , was der Stadtanzeiger in seiner Freitagsausgabe gedruckt haben wird“ Hä??? Ich schaue nochmals hin; es stimmt. „Biedermanni“ kommentiert einen noch nicht erschienenen Artikel im StA. ... Macht mir glaubhaft, daß der gute alte Stadtanzeiger noch eine unabhängige Zeitung ist und nicht viel mehr Klopapier! Überführt mich des Irrtums! Ich warte darauf!

Schon ist von "Merkwürdigkeiten", "Meinungsmanipulation" und "Stimmungsmache" die Rede. Frank und frei: Gibt es eine heimliche Connection zwischen dem STADTANZEIGER und mir? Welche dunklen Machenschaften werden hier vom Establishment beschwiegen? Zu Frage eins: Nein. Zu Frage zwei: keine. Fakt ist: Der besagte STADTANZEIGER-Artikel erschien bereits am Abend des Donnerstag auf der Webseite des Blattes. Schaun'se mal da:



Das ist übrigens oft so: Die Tageszeitung stellt mitunter ihre Print-Inhalte des nächsten Tages am Vorabend online. Nett von ihr. Und ich lese die Artikel dann. Zumal die Firma Google mich freundlicherweise und zeitnah mit einem so genannten "Google Alert" darauf hinweist.


Und für die ganz Blöden:
  • Ich = demokrat4711, Betreiber des Weblogs Biedermanni verliert.
  • Biedermanni = Manfred Rouhs, Rechtsextremist, gescheiterter Verleger, Thema dieses Weblogs.

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12.12.07

DER BESCHWERDEFÜHRER

Wow! Da schlägt ein Zirkus sein Winterlager auf. Und der Ratsvertreter Lars Seidensticker von der "Bürgerbewegung Pro Hambühren" bringt es fertig, zu diesem banalen Vorgang 25 Fragen zu stellen. Biedermannis Kamerad schrieb der Verwaltung:

1. Wieviele Personen „wohnten“ in der Zeit der Besetzung auf dem Strandbadparkplatz?
2. Wieviele davon waren Kinder?
3. Wie lange dauerte die Besetzung des Grundstückes an?
4. Wo befindet sich der Hauptsitz des Zirkusbetriebes und warum diente dieser nicht als Winterquartier?
5. Wurde von der Verwaltung eine Genehmigung für die Besetzung des Parkplatzes und für die Sperrung des Verbindungsweges zwischen Parkplatz und Trift erteilt?
6. Wenn ja: Wurde die Genehmigung vor, oder nach der Besetzung erteilt und wer hat die Genehmigung erteilt?
7. Welches Recht lag der Besetzung des Geländes zugrunde?
8. Wie bestritten die Zirkusleute in der besagten Zeit ihren Lebensunterhalt?
9. Welche sanitären Einrichtungen wurden benutzt (Waschgelegenheiten und Toiletten)?
10. Gab es seitens der Verwaltung Bedenken hinsichtlich der hygienischen Situation?
11. Bestand Seuchengefahr oder die Gefahr der Ausbreitung von Krankheiten, die z.B. durch Exkremente oder mangelnde Hygiene hätten verursacht werden können und wer hat das kontrolliert?
12. Wo wurden Strom und Wasser entnommen und wer war von der Verwaltung für die Versorung der Besetzer mit Strom und Wasser zuständig?
13. Wer versorgte die Tiere mit Futter und wo wurde das Futter bezogen?
14. Wie oft war der Kreisveterinär, oder andere Tierärzte vor Ort und wie lautetete der Bericht der Tierärzte in Bezug auf Unterbringung und Versorgung der Tiere?
15. Wie oft waren Vertreter der Verwaltung vor Ort und in wie fern waren sie tätig?
16. Wieviele mündliche und schriftliche Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgerinnen gingen bei der Gemeinde ein und was waren hauptsächlichen Anliegen der Beschwerdeführer?
17. Sind Personen aus dem Umfeld des Zirkusbetriebes neben dier rechtwidrigen Besetzung auch noch in anderen Fällen strafrechtich in Erscheinung getreten?
18. Ist das Strandbadgebäude, der Zaun, der Parkplatz, oder irgendetwas anderes im Umfeld des besetzten Gebietes beschädigt worden?
19. Sind die von dem Zirkus benutzten Wald-und Rasenflächen derartig in Mitleidenschaft gezogen worden, dass eine Neupflanzung, bzw. die Aussaat von Rasen notwendig geworden ist?
20. Wer hat die Reinigung der besetzten Fläche übernommen?
21. Wie hoch sind die gesamten, mit der Besetzung des Geländes entstandenen Kosten gewesen? (bitte detailliert in Stromkosten, Wasserkosten, Reinigungskosten, Reparaturkosten, Kosten für Sozialhilfe usw. ausweisen)
22. Warum war die Verwaltung hinsichtlich der Ausübung ihres Hausrechts untätig, warum wurde der Rechtsbruch geduldet?
23. Wer trägt die Verantwortung für die gesamten Vorfälle?
24. Welche Konsequenzen wird es geben, bzw. hat es gegeben?
25. Welche Massnahmen wird die Gemeindeverwaltung treffen, um derartige Vorfälle in Zukunft zu vermeiden?


Die Verwaltung antwortete ausführlich. Was sollte sie auch Anderes tun? Unter anderem stellte sie fest:

Der Platz steht im Eigentum der Gemeinde und wurde im Rahmen des Privatrechts überlassen. ... Die Reinigung wurde durch den Zirkus vorgenommen. ... Die Kosten für die Stromversorgung wurden vom Zirkus bis auf einen Betrag in Höhe von 9,80 € erstattet. Andere Kosten sind nicht entstanden. ... Die Verantwortung für das Handeln der Verwaltung trägt der Bürgermeister.
Puh! Gut, dass das geklärt wurde.


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6.12.07

BLÖDR MESSIAS

Gar nicht mal so riesig: der Unterschied zwischen "bierdrmanni" und "Biedrmann"

"Pro NRW"-Vorstand Andreas Akwara kämpft. Und zwar um meine Gunst. Mit allen Mitteln. Nachdem er mich bereits vor einiger Zeit
zum Essen eingeladen hatte, schickte er mir am Samstag erneut eine E-Mail. Deren Fazit:

Sie als engagierter Mensch sollten ... an einer konstruktiven Lösung teilhaben und ihre Energie hierfür zur Verfügung stellen.

Der Betreff der elektronischen Post lautete:




Heute nun
schrieb mir ein gewisser "D.F." alias "nopossible@t-online.de":

Man glaubt es kaum, aber in Duisburg haben sich ein paar von meinen Kollegen ( ANTIFA) mal mit diesem rechtsradikalen Andreas Akwara getroffen. Sie waren irgendwie auf diesen "Sozialkapitalismus" schwacvhsinn neugierig geworden.

Nun kommen diese zurück als wenn sie den "Messias" getroffen und sind total begeistert von seinen Ideen.................

Und wie begrüßt mich der "D.F."? Na, so:





Von "bierdrmanni" zu "Biedrmann": Da nähert sich jemand der korrekten Schreibweise in Siebenmeilenstiefeln. Schönen Tag noch, Herr Akwara!

Nachtrag vom 12.12.2007: Akwara bestreitet, dass die "Messias"-Mail von ihm, Akwara, selbst stamme. Siehe: hier

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22.11.07

MIT KRÄUTERTEE GEGEN DEN STAAT

"Pro NRW"-Vorstand Henryk Dykier ruft, kaum verklausuliert, zu illegalen Aktionen auf. Denn "dieser Staat" müsse überwunden werden

Oho, oho, oho! Dachte ich bisher, der schrägste Vogel im "Pro NRW"-Vorstand sei Andreas "gemeinnützige Windeln" Akwara, so wurde ich heute nachdenklich. Und zwar, als ich den Namen des Vorstandsbeisitzers Henryk Dykier (Foto) googelte.

Der "ganzheitliche" (will meinen: anthroposophisch-esoterisch gepolte) Apotheker ist schwer neben der Spur. So legte der Medizinmann im Juli ein "höheres Rechtsgutachten der evolutionären, volksnahen Gesundheitseinrichtung Sonne und Erde“ vor, in dem es
heißt:

Das BRD-Regime ist illegal und muß durch einen Verlebendigungsvorgang in die organische Ganzheit wieder eingefügt werden. ... Das deutsche Volk hat laut Artikel 20.4 GG das Recht zum Widerstand, wenn die verfassungsmäßige Ordnung durch die politische Klasse beseitigt wird. Dies ist der Fall.
Was ein Verlebendigungsvorgang ist - ich weiß es nicht. Aber was der kaum verklausulierte Aufruf zum Widerstand bedeutet, kann ich zumindest erahnen. Der Begriff beschreibt im politischen Kontext allerlei Gesetzesbrüche von der Gehorsamsverweigerung bis zur Gewaltanwendung. Dabei hat Dykier genau das vor, was er der "politischen Klasse" vorwirft: er will unsere verfassungsmäßige Ordnung beseitigen. Beleg:

Dieser Staat ... muß deshalb überwunden ... werden.
Ade, Bundesrepublik! Aber: warum? Na, wegen der "Einführung einer multikulturellen Staatskirche" (was immer das auch heißen mag) bei gleichzeitiger "Abschaffung der Deutschen Mark". Immerhin originell, das. Zu illegalen Aktionen wegen der Einführung des Euro hat meines Wissens bisher noch niemand aufgerufen. Allenfalls könnte man noch monieren, dass Dykier ein wenig spät dran ist.

O-Ton Dykier

Seine Thesen verbreitet Dykier übrigens im Rahmen einer Veranstaltungsreihe namens "Evolutionscafé", das in seiner Apotheke stattfindet. Der Adler-Apotheke in Essen-Burgaltendorf, um exakt zu sein. Bei "Mineralwasser mit oder ohne Sanddornsaft, Abendkräutertee und Vollkornartikeln".

Abendkräuter, Sanddorn, Mineralwasser? Das wäre nichts für die anderen, doch recht genussfreudigen Kameraden der "Pro"-Bewegung. Was sie indes nicht daran hindert, wirklich jeden, also auch diesen Haderlumpen am rechten Wegesrand aufzusammeln. Doch lassen wir Herrn Dykier ein letztes Mal zu Wort kommen:
Der Körper, das Leben, die Seele und der Geist können erkranken.
Da hat er wohl Recht.

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12.10.07

DOPPELT BELLT BESSER

Dieter Danielzick (rechts) ist Vize-Vorsitzender von "Pro NRW" – und zugleich Generalsekretär einer Paranoiden-Partei. Letztere warnt vor einer Verschwörung von Juden, Angela Merkel, Freimaurern und Kommunisten

Sein bester Freund ist ein
Schäferhund namens Jeff. Er firmiert als "Generalsekretär" der Partei "Bündnis für Deutschland", einer obskuren rechtsextremen Sekte. Er übt gleich drei Berufe aus, ist "Gastwirt, Immobilienmakler und Politiker". Er heißt Dieter Danielzick.

Moment: Dieter Danielzick? Heißt so nicht auch ein Vorstandsvize von "Pro NRW"? Durchaus:




Schauen wir uns die Homepage von Dieter Danielzicks Erstpartei einmal genauer an. Interessant ist vor allem, welche Bücher von "Bündnis für Deutschland" vertrieben werden. Eines heißt: "Wem dient Merkel wirklich?" Und die Artikelüberschriften lassen keinen Zweifel daran, wessen Dienerin Frau Merkel nach Ansicht des Buchautoren ist: "Mit David Rockefeller in der Sauna", "Israel als Staatsräson", "Die Reise nach Jerusalem", "Deckname 'Shalom'".

Zudem wird der Bundeskanzlerin unterstellt, sie sei Marxistin-Leninistin.
Da ist sie wieder, die gute alte jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung, gegen die schon Hitler ankämpfte...




Juden, Bolschewisten
– da fehlt doch noch eine Bevölkerungsgruppe, um die zünftige Verschwörungstheorie zu komplettieren. Richtig: die Freimaurer! Und drum trägt ein anderes Buch den Titel "Freimauersignale in der Presse". Im Klappentext lesen wir:


Ungefähr neun Zehntel aller geheimen Nachrichten und Befehle der Synagoge Satans [=Freimaurer] werden über die Massenmedien, hauptsächlich durch Signalphotos in der Presse, weitergegeben.

Wie geht das von statten? So:

Um die Kunde von ihrer [Freimaurer-]Logen-Mitgliedschaft, aber auch anderweitige geheime Botschaften nicht gar zu auffallend zu plazieren, haben sich die "Brüder" eine ganze Palette von harmlos wirkenden Hand- und Blickgesten einfallen lassen. Nur wer diese Geheimsignale kennt und sorgfältig beachtet, wird aus der Zeitung erfahren, was in Politik, Wirtschaft, Kultur und sogar im Sport (!) wirklich gespielt wird.

Sie wollen wissen, was wirklich gespielt wird? Dann beachten Sie bitte die folgenden "Geheimzeichen":

An ihren Geheimzeichen sollt ihr sie erkennen: Helmut Haussmann, Klaus Kinkel (beide FDP), Bill Clinton (USA)

Ach ja, nachdem wir erfahren haben, dass die Bundeskanzlerin dem Juden zu Willen ist, dass die Freimaurer (alias "Synagoge Satans") geheime Zeichen in Tageszeitungen platzieren, können wir uns nun dem Buch eines gewissen Dieter Danielzick zuwenden. Das wird natürlich ebenfalls auf der "Bündnis für Deutschland"-Homepage vertrieben:



Und worum geht's? Darum:
Dieter Danielzick hat am eigenen leibe erfahren, dass die politische Landschaft in Deutschland und seine Demokratie " wahre" Meinungsfreiheit nicht dulden.

Nun, als Spitzenfunktionär gleich zweier Rechtsdraußenparteien wird Dieter Danielzick Deutschlands Demokratie sicher bald erneuern.

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3.10.07

FREIHEIT IST IMMER DIE FREIHEIT DES ANDERSDENKENDEN

Neue Fakten über das "Dienstagsgespräch" zwischen "Pro NRW"-Spitzen und dem NPD-Vize-Bundesvorsitzendem Holger Apfel berichtet heute der STADTANZEIGER. Gegenüber der Lokalzeitung bestätigt "Pro NRW"-Boss Markus Beisicht seine Teilnahme an besagtem Treffen, das am 11. September stattfand. Natürlich hat der Jurist eine brillante Erklärung parat, warum er vor Ort war; laut STADTANZEIGER diese:

Nach eigener Aussage ist Pro-Köln-Chef Beisicht bei der Veranstaltung nur deshalb gewesen, weil er [Organisator] Hans-Ulrich Pieper anwaltlich vertrete. Zu dem Treffen sei er nur gekommen, weil der Bayer-Konzern dem Zirkel kurzfristig Hausverbot erteilt habe.

Schon klar, Pieper ruft also Beisicht an und spricht: "Hallo Markus, ich mache da diese Veranstaltung mit Holger Apfel. Doch der Wirt bereitet uns Probleme."

Und Beisicht fragt: "Holger Apfel, der stellvertretende NPD-Vorsitzende? Der Holocaust-Verharmloser?"

Pieper: "Genau, Holger Apfel halt."

Beisicht: "Sei's drum. Sofort eile ich herbei, damit die Veranstaltung mit Apfel stattfinden kann. Zwar lehne ich die extremistischen Positionen dieses Herrn ab. Aber frei nach Voltaire würde ich jederzeit mein Leben dafür hergeben, damit er sie frei und offen äußern kann. Deine Zustimmung voraus gesetzt, bringe ich noch ein paar politische Freunde mit, die mich bei der Erfüllung meiner anwaltlichen Pflichten unterstützen."

Klar, das ist völlig plausibel. Dank Beisichts Intervention konnte Apfel dann reden, auch wenn, so zumindest die Darstellung des STADTANZEIGERS, die Rechtsdraußen-Versammlung nach Dormagen ausweichen musste. Und was sagt Beisicht über die "Dienstagsgespräche"? Nun:

Die „Dienstagsgespräche“ bezeichnete Beisicht als „eigentlich seriösen Kreis“, bei dem jüngst auch CDU-Politiker Rudi Pawelka und andere Vertreter aus Politik und Wirtschaft gesprochen hätten. „Bei interessanten Referenten“ besuchten auch Pro-Köln-Vertreter die Gesprächsrunde. Pro Köln bekenne sich zum Grundgesetz, inhaltlich gebe es „völlige Gegensätze zur NPD“.


Zu den "völligen Gegensätzen" zwischen "Pro NRW" und NPD siehe auch:
  • ROUHS' REVOLUTIONÄRE. Wie nahe stand der "Pro Köln"-Ratsherr dem rechten Flügel der rechtsextremen NPD?

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14.9.07

BIEDERMANNIS KAMERAD IN SPE: SONDERERMITTLER SOLL VORWÜRFE KLÄREN

"Pro Köln-Schatzmeister Manfred Rouhs rühmt sich
indessen des Austauschs 'mit kantonalen Vertretern der SVP'"

Tages-Anzeiger vom 10.8.2007



Sie beherrscht mal wieder die Negativ-Schlagzeilen unseres Nachbarlandes: Die "Schweizerische Volkspartei" (SVP), jene Partei also, die Biedermanni zur Schwesterorganisation auserkoren hat, die sich aber, zumindest offiziell, noch gegen Biedermannis Avancen sträubt.

Gegen SVP-Gründer Christoph Blocher werden schwere Vorwürfe erhoben: Er, der Justizminister seines Landes, soll "mehrfach seine Kompetenzen überschritten und die Gewaltenteilung ausgehebelt" haben, berichtet die FRANKFURTER ALLGEMEINE vom heutigen Tage.
Der Bruch rechtsstaatlicher Prinzipien sei im Zusammenhang mit der Ablösung des obersten Anklagevertreters der Schweiz, Bundesanwalt Valentin Roschacher, geschehen, wie der Bericht einer Parlamentskommission dem Rechtspopulisten Blocher vorwirft.

Hintergrund: Der Bundesanwalt sollte offenbar abgesäbelt werden, weil er gegen den Privatbankier Oskar Holenweger ermittelte. Wegen des Verdachts der Geldwäsche. Holenweger bat offenbar Blocher um Hilfe. Die der ihm gewährte, so zumindest das Ergebnis der parlamentarischen Untersuchung. Schöne Freunde hat Biedermanni sich da ausgesucht!

Blochers Kabinettskollege Pascal Couchepin, seines Zeichens Liberaler und Innenminister, machte laut FAZ "sogar Anspielungen auf das politische Klima im Faschismus Mussolinis in Italien". Auch Regierungschefin Calmy-Rey und Parlaments-Präsidentin Egerszegi bezogen "ziemlich ünverhüllt gegen Blocher und SVP Stellung" (FAZ). Nun soll ein unabhängiger Sonderermittler die Affäre Blocher aufklären.

Die SVP verbreitet derweil Verschwörungstheorien, spricht von einem "Geheimplan" zur Ablösung Blochers.
Da sieht man, wo falsche Toleranz gegenüber "Rechtspopulisten" hinführt. Law and Order? Härte des Gesetzes? Gelten nur für die anderen...


Quellen:
  • Thomas Knellwolf: "SVPler in der Anti-Islaminternationalen. Schweizer Politiker reihen sich unter den Vorkämpfern gegen eine 'Islamisierung Europas' ein. Gleich Gesinnte aus Nachbarstaaten bewundern und kopieren SVP-Vorstösse [sic]" In: Tages-Anzeiger (Zürich) vom 10.8.2007 (Scan des Ausdrucks: hier)
  • "Streit über Blocher wird schärfer". In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 13.9.2007, Seite 7 (Scan des Artikels: hier)

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7.7.07

SOWJETREPUBLIK KÖLN?

Oberbolschewistenmeister Fritz-Wladimir Schramma hisst die Sowjetflagge auf dem Kölner Ratshaus. Im Hintergrund: Regina Wilden kocht vor Wort. Teil 4 der Serie O-Ton-Regina

In Köln ist die "Räteherschaft" ausgebrochen, "Pro Köln" ist die "Widerstandsbewegung" und Fritz Schramma kann man eine "Gesinnungsjustiz sozialistischster Machart" unterstellen. Und die Medien berichten nicht darüber. Trotz Sommerloch.

Ist das offensichtlicher Unfug ohne jeglichen Realitätsbezug? Das sollte man meinen, zumindest, wenn man noch ansatzweise bei Verstand ist. Doch was sagt Rats"dame" Regina Wilden zu den obigen Vorwürfen? Sie sagt:



Sie sollte sich entspannen. Wie wußte doch schon Konrad Adenauer? Richtig: "In Deutz beginnt der Bolschewismus". Und Deutz ist rechtsrheinisch.

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30.6.07

ALLE BEKLOPPT! AUßER: REGINA

O-Ton Regina: Teil 2 der Serie – Regina Wilden entwickelt eine Verschwörungstheorie über eine Bundesoberbehörde

Wie außerordentlich putzig! Regina Wilden variiert den Scherz vom Geisterfahrer, der sich über all die anderen empört, die ihm auf der Autobahn als "Geisterfahrer" entgegen kommen. Leider ist Wilden dabei nur unfreiwillig komisch:


Staatlich geförderte Anleitung zum Kindesmißbrauch – sind eigentlich alle bekloppt?

Ja, sind denn nun alle bekloppt – mit Ausnahme von Regina Wilden? Bilden Sie sich selbst ein Urteil! Die Broschüre der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung, die Wilden aus zweiter Hand (konkret: aus der rechtsextremen Postille JUNGE FREIHEIT) zitiert, können Sie hier downloaden.

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29.6.07

AUFWACHEN, BIEDERMANNI!

Da wird eine Sprengsatz in der Londoner Innenstadt entschärft. Und ein zweites verdächtiges Fahrzeug entdeckt. Alle denken an islamistische Bombenleger. Und Biedermanni? Pennt. Auuufwaaaaacheeeeen!

Hey, Manni,
Google liefert exakt 23.600 Ergebnisse für die Suchanfrage "Ditib London". Da müsste sich doch ein Zusammenhang zur "Ehrenfelder Großmoschee" drehen lassen. Welcher? Irgendeiner halt. Hauptsache: möglichst schwachsinnig. So wie immer.

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26.6.07

"SEHR DEUTLICH BELEGT"


Wer ist eigentlich mediengeiler: Biedermanni oder Rats"dame" Regina Wilden? Schwierige Frage!

Regina Wilden ist sauer. Der Grund: Sowohl "Pro Köln" als auch die Linkspartei versuchen ihren Honig aus der jüngsten kölschen Korruptionsaffäre zu saugen. Aber "Pro Köln" wird in der lokalen Presse (Boulevard- und Intelligenz-Blatt) einfach nicht erwähnt. Gemein! Wilden:

Die Fraktion pro Köln ... hat ... eine Sondersitzung des Rates der Stadt Köln zu diesem neuerlichen Skandal beantragt. Darüber informiert weder Express noch der Kölner Stadt-Anzeiger, beide aus dem Hause DuMont.

Aber die Linkspartei...! Rats"dame" Wilden:

Express berichtet heute: "Die Linkspartei fordert, dass alle Dienstreisen künftig nicht mehr hinter verschlossenen Türen, sondern im Rat behandelt werden."

"Wieder einmal, so Wilden, werde "sehr deutlich belegt", dass die Linke "von dieser Presse gefördert wird." Wehret den Anfängen!, ruft Wilden, ahnt jedoch die Vergeblichkeit ihres Tuns. Der Durchmarsch in die rot-rote Diktatur ist nicht mehr zu stoppen, glaubt sie. Wilden, resigniert: "Und später will es wieder keiner gewesen sein." Wie 1945...

Ja, die Ermordung von sechs Millionen Juden und das Nicht-permanent-Erwähnen einer winzigen Ratsfraktion sind schon schlimme Menschheitsverbrechen!

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20.6.07

"PRO KÖLN"-WILDEN: DIKTATUR DROHT – RECHTZEITIG AUSWANDERN, LEUTE!

Adi, Khomeini, Gysi: 3 Männer, 1 Terror, warnt Regina Wilden

"Pro Köln"-Ratsmitglied Regina Wilden fürchtet die Etablierung einer "rot-roten" Diktatur in Deutschland. Die nach ihrer Ansicht drohenden Schrecken vergleicht Wilden indirekt mit denen "der Nazizeit" sowie des iranischen Mullahregimes des Ajatollah Ruhollah Musaw Khomeini.

"Es steht", schreibt die 61-Jährige, "viel auf dem Spiel in Deutschland".
Vor diesem Hintergrund rät Wilden den Lesern ihres Webforums INFOTALK zur Emigration: "Wer kann, sollte sich darauf vorbereiten, daß er notfalls einen Wohnsitz im Ausland beziehen kann für den Fall, daß wir eine rot-rote Regierung bekommen."

Die Flucht aus Deutschland, mahnt Wilden, müsse jedoch rechtzeitig erfolgen. Sie verweist auf das Beispiel der DDR, die "eine Mauer" gebaut habe, "damit ihr die Leute nicht davonliefen". Nach Regina Wildens (nicht ganz freiwilliger) Auswanderung wird wahrscheinlich der Rechtsanwalt Volker Jung in die "Pro Köln"-Ratsfraktion nachrücken.

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18.6.07

BIEDERMANNI: DOCH NUR 500 DEMONSTRANTEN!


Wie viele Moscheebaugegner sind auf dem Foto zu sehen? Nach Polizeiangaben "rund zwei". Nach Biedermannis Zählung: neun. Vielleicht wird er die Zahl aber noch ein Stück weit nach unten korrigieren (siebeneinhalb!)

Mannis Aufmarsch "gegen Islamismus und Großmoschee": Die Polizei sprach von
150 Teilnehmern. Ich zählte, ohne Zorn und Eifer, derer 207. Biedermanni hingegen verkündete am Samstag, es seien 600 auf die Straße gegangen. Doch nun sollen es auf einmal 500 gewesen sein. Sagt – der Biedermanni. Er schreibt heute:

Die Demo ... wuchs bis zur Herbrandstraße auf etwa 500 Demonstranten an ...

Und Biedermanni ergänzt:

Bitte nicht irritieren lassen: Die Moscheebau-Gegner wurden und werden nicht weniger, sondern mehr!

500 Teilnehmer sind "mehr" als 600? Das ist, würde ich sagen, ein klarer Verstoß gegen die mathematical correctness.


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17.6.07

"ERWARTUNGEN ÜBERTROFFEN"

Rechte Rats"dame" macht sich ein eigenes Bild von der Realität

Regina Wilden, Ratsmitglied, "Pro Köln",
über den gestrigen Marsch der 207:

In Anbetracht der Hetze und der Desinformation, die längere Zeit hinweg im Vorfeld der Demo erfolgt ist, war die Beteiligung mehr als zufriedenstellend, hat die Erwartungen übertroffen.

Zur Erinnerung: Laut Polizei nahmen 150, laut meiner Zählung 207 (")Bürger(") an dem Aufmarsch "gegen Islamismus und Großmoschee" teil. Dazu mobilisiert wurde in Deutschland, Belgien und Österreich. Und was die angebliche "Hetze" gegen "Pro Köln" betrifft, so sollte die Katholikin Regina Wilden eine Tatsache nachdenklich stimmen: Radio Vatikan ist sowas von gar nicht auf Wildens Seite. Die Papst-Stimme wörtlich:

So ist es, und so sollte es nicht sein.


PS:
Regina Wilden war so freundlich, ihren Mangel an Realitätsnähe ein weiteres Mal offen darzulegen. Sie schreibt: "Auf dem Foto unten sieht man, wie jemand sein Fenster geschmückt hatte - stellvertretend für die vielen, die an der Demo ... nicht teilgenommen haben."

Und wie haben die (in den Augen Wildens:) "Pro Köln"-Sympathisanten das Fenster geschmückt? Na, so:



Fasse jede Verhöhnung als Sympathiebekundung auf, und der Tag gehört Dir!

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15.6.07

STÖRUNGSFREIER ABLAUF?

Oder doch Randale auf der "Pro Köln"-Demo? Da ist man sich partei-intern keineswegs einig

Während Biedermanni Rouhs von einem "störungsfreie[n] Ablauf" der morgigen Demonstration träumt, gehen die "Gedanken" seiner Parteifreundin Regina Wilden in die entgegengesetzte Richtung. Die Ratsfrau hat Angst vor der NPD, wobei sie die Partei komplett vom Geheimdienst gesteuert sieht. Wilden schreibt:
Sing mir das Lied vom Verfassungsschutz ...

[...] Es könnten sich ein paar Leute unter die Demonstranten mischen und dann auf halbem Wege zum Beispiel eine Fahne entrollen und im Wind flattern lassen, die wir nicht wünschen. Und auch wenn diese Fahne(n) (oder etwas anderes derartiges) nur kurz gezeigt wird, denn sie würde ja sofort entfernt einschließlich der zugehörigen Person - DAS würde in den Medien erscheinen und sonst nichts - mit den entsprechenden Kommentaren.
Und wieder ein neuer Sündenbock! Zeit, auf eine etwas ältere Verschwörungstheorie zum Themenkomplex Biedermanni / NPD zu verweisen!

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6.6.07

WIE ÜBERZEUGEND!

Biedermanni Rouhs in Erklärungsnot:




Da wirft ihm also nicht zuletzt: dieses Weblog vor, er hole Neonazis nach Köln. Indem er sie zum Schweigemarsch gegen die Moschee locke. Und wie reagiert Biedermanni? Na, er befragt seine "Pro Köln"-Vorstands-Kollegin
[1] Marylin Anderegg zu diesen Vorwürfen. Und er tut so, als sei sie Sprecherin einer unabhängigen Initiative, könne also "Pro Köln" moralisch entlasten. Geistreich!


***


Und das sagt [2] die Anderegg über die auf Neonazi-Homepages [3] [4] kursierenden Aufrufe zur "Pro Köln"-Demonstration: Diese Aufrufe stammten nicht von "Pro Köln", sondern aus der Feder "anderer Parteien oder irgendwelcher obskurer Politsekten". Sie seien "nicht autorisiert und in keiner Weise mit uns abgesprochen." Zur Bekräftigung folgt eine beliebte Politikerphrase: "Das möchte ich hier mal in aller Deutlichkeit feststellen." Allein das sollte uns schon stutzig machen...

Aber: Distanziert Anderegg sich denn nun von den Neonazis, immerhin vom "Aktionsbüro Westdeutschland"
[5] ("national und sozialistisch"), der Stiefelfaschisten-Homepage "widerstand.info" [6] und der NPD [7]? Sagt die Anderegg den Neonazis klipp und klar: Hey, Ihr seid bei uns nicht willkommen? Selbstredend nicht. Anderegg:

Wir werden jedoch nicht zulassen, daß andere Gruppierungen ... unsere Kundgebung zweckentfremden.

Eine Ausladung schaut anders aus! Stattdessen gilt das Motto: Marschiert in unseren Reihen, Nazis, aber macht uns keine Konkurrenz! Oder, wie es in dem angeblich NICHT von "Pro Köln" stammenden Aufruf [8] heißt:

Parolen und Sprechgesänge sind ... auf der Marschstrecke nicht erwünscht. ... Werbung für politische Parteien (Transparente, Schilder, usw.) werden ... nicht geduldet. Außerdem bitten wir um ein seriöses und bürgernahes Auftreten!

***

Marylin Anderegg (links) im Kreise des "Pro Köln"-Vorstandes

Der Rest ist Verschwörungstheorie. "Es kann", sagt Anderegg, "sich jeder selbst die Frage beantworten, warum und in wessen Auftrag solche Störmanöver [also: all die Naziaufrufe für "Pro Köln"] erfolgen." Na, einer der üblichen Verdächtigen (Mossad, Verfassungsschutz, Altparteien / Altkommunisten?!) wird schon schuldig sein. Genaueres werden wir wohl nie erfahren. Was im Wesen der Verschwörung liegt, Biedermanni also nicht anzulasten ist...


***

Prognose: Demnächst wird Biedermanni uns ein familiäres Leumundszeugnis präsentieren. "Der Manni und Nazis? So'n Quatsch! Mein Manni ist ein gaaanz Lieber. Gezeichnet: Mannis Mutti".


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